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HP flüchtet aus dem Hardware-Geschäft

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HP macht Kehrtwende  

HP flüchtet aus dem Hardware-Geschäft

19.08.2011, 16:13 Uhr | Andreas Lerg / dpa

HP flüchtet aus dem Hardware-Geschäft. HP-Chef Leo Apotheker krempelt das Unternehmen komplett um (Foto: dpa)

HP-Chef Leo Apotheker krempelt das Unternehmen komplett um (Foto: dpa)

Dem PC wird das Ende prophezeit und HP verlässt das sinkende Schiff. Der Konzern war die längste Zeit der weltweit größte PC-Hersteller gewesen, denn Leo Apotheker, der neue Mann an der Spitze, will die PC- und Notebooksparte abstoßen. Auch bei den Tablet-Computern und Smartphones gibt sich das US-Unternehmen geschlagen. In Zukunft will sich die Firma auf Softwareangebote für Firmenkunden spezialisieren.

Leo Apotheker, der deutsche Vorstandsvorsitzenden von HP, will den Konzern radikal umbauen. Das Geschäft mit Tablet-PCs und Smartphones wird ab Oktober vollständig aufgegeben. Die PC- und Notebooksparte soll so bald wie möglich verkauft werden. Der kalifornische Elektronik-Konzern konzentriert sich in Zukunft voll auf Dienstleistungen für Unternehmen und Behörden. Für Privatkunden wird es von HP in Zukunft wohl nur noch Drucker und Scanner geben.

Flucht aus dem Hardware-Geschäft

HPs Flucht aus dem Hardware-Geschäft und damit auch aus Privatkundenmarkt erfolgt in drei Schritten. Ab Oktober wird HP keine Tablet-Computer und Smartphones mehr herstellen und verkaufen. Dann soll bis Ende des Jahres die PC-Sparte an ein anderes Unternehmen verkauft werden. Damit wird es dann auch keine PC und Notebooks mehr unter dem Namen HP geben. Mittelfristig bedeutet das auch das Aus für den Support. Außerdem plant HP die Übernahme des britischen Softwareherstellers Autonomy, der sich auf Unternehmenskunden spezialisiert hat. Dafür will Apotheker rund zehn Milliarden Dollar (sieben Milliarden Euro) investieren.

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Umsatz aber kein Gewinn

Als HP in den 1990er Jahren den Computer-Hersteller Compaq übernahm, stieg das Unternehmen zum größten Computer-Hersteller der Welt auf. HP macht mit Computern zwar den meisten Umsatz, aber der wirft am wenigsten Gewinn ab. Im letzten Jahr kaufte HP dann für 1,8 Milliarden Dollar den Smartphone-Pionier Palm mit dessen Betriebssystem webOS, um damit seine Tablets und Smartphones zu stärken. Auch hier vollzieht das Unternehmen eine Kehrtwende und gibt sich der Konkurrenz durch Apple und Google Android geschlagen. Der Analyst Brian Marshall von Gleacher & Co stellt fest: "Apple hat HP im Alleingang aus dem Geschäft mit PCs, Smartphones und Tablets gedrängt." HP-Chef Leo Apotheker, der vom deutschen Softwarehaus SAP kommt, will den scheinbar hoffnungslosen Konkurrenzkampf mit Apple beenden und dem Konkurrenten aus Cupertino den Markt der Privat- und Hardwarekunden überlassen.

 
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