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Supercomputer Nautilus sagt Kriege und Revolutionen voraus

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Supercomputer sagt Revolution voraus

12.09.2011, 14:56 Uhr | Damian Robota

Supercomputer sagt Revolution voraus. Supercomputer sollen zukünftige Revolutionen und Kriege voraussagen (Bild: t-online)

Supercomputer sollen zukünftige Revolutionen und Kriege voraussagen (Bild: t-online)

Ein Supercomputer könnte schon bald die Zukunft voraussagen. Mit mehr als 100 Millionen Nachrichtenartikeln gefüttert, gelang es einem Großrechner, den Zeitpunkt der jüngsten Revolutionen in Libyen und Ägypten korrekt zu berechnen. Zudem konnte der Supercomputer den Aufenthaltsort von Osama Bin Laden eingrenzen.

1024 Kerne und eine Gesamtrechenleistung von 8,2 Teraflops: Der Supercomputer Nautilus, der an der amerikanischen Universität Tennessee steht, könnte schon bald Revolutionen, Kriege und andere politische Auseinandersetzungen in der Welt voraussagen. Der Wissenschaftler Kalev Leetaru hat mit Hilfe des Großrechners bewiesen, dass sich derartige Ereignisse recht präzise prognostizieren lassen, wenn genügend Datenmaterial zur Auswertung verfügbar ist. Der Supercomputer lieferte beeindruckende erste Ergebnisse.

Supercomputer prognostiziert Revolution und Kriege

Nautilus berechnete unter anderem den Zeitpunkt der Revolution in Ägypten rund um die Auseinandersetzung mit Präsident Mubarak. Der Supercomputer lieferte zudem richtige Zeitprognosen zur Revolution in Libyen und konnte außerdem die Balkan-Konflikte in den 90er Jahren, die US-Bombardierung der irakischen Truppen in Kuwait 1991 und die US-Invasion 2003 im Irak richtig bestimmen. Laut US-Forscher Leetaru schaffte es die Software auch, per Geo-Analyse den Aufenthaltsort von Osama Bin Laden bis auf 200 km einzugrenzen.

Nautilus greift auf über 100 Millionen Artikel zurück

Die Datenbank des Supercomputers basiert auf einer Vielzahl von Quellen, einschließlich Texten der US-Regierung. Insgesamt wurde das System mit über 100 Millionen Nachrichtentexten bestückt. Der Rechner nutzt auch Online-Artikel aus dem Archiv der New York Times, das bis in das Jahr 1945 zurückgeht. Basierend auf spezifischen Fragen, untersucht der Computer das Material nach Schüsselwörtern wie etwa "schrecklich" oder "gefährlich" und kann so ein recht präzises Bild von der Stimmung in einem Land entwerfen.

Nächster Schritt: Berechnung der Zukunft

Bisher hat der Supercomputer nur bewiesen, dass er zurückliegende Ereignisse zeitgenau bestimmen kann. Laut Leetaru könnte ein solches System jedoch auch leicht angepasst werden und mit aktuellen Meldungen gefüttert werden, um frühzeitig künftige Konflikte auf der Welt vorauszusagen. Nautilus wäre damit der erste Supercomputer, der den Zeitpunkt eines Kriegsausbruchs im Voraus berechnen könnte.

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