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Hitze und Gewitter legen Computerfestplatten lahm

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Hitze und Gewitter legen Computerfestplatten, iPads und Co. lahm

19.06.2012, 15:31 Uhr | Pressetext, jhof, Pressetext

Hitze und Gewitter legen Computerfestplatten lahm. Falsche Belüftung: Hitzestau im Computer kann zu Schäden an der Hardware führen. (Quelle: t-online.de)

Falsche Belüftung: Hitzestau im Computer kann zu Schäden an der Hardware führen. (Quelle: t-online.de)

Die sommerlichen Temperaturen quälen nicht nur den menschlichen Kreislauf. Auch Computer leiden unter der aktuellen Hitze – und nachfolgenden Wärmegewittern. So kann ein Tablet-PC wie das iPad kaputt gehen, wenn es in der Sonne schmort. Wir zeigen, wo genau die Gefahren lauern und wie sich der PC gegen den Hitzschlag schützen lässt.

"Je nach Bauart können Temperaturen ab 35 bis 55 Grad Festplatten in Tablets, Notebooks und Computern außer Gefecht setzen. Häufigste Ursachen sind direkte Sonneneinstrahlung in Büros oder Autos sowie nicht ausreichend gekühlte Räume", berichtet Nicolas Ehrschwendner, Chef des Datenrettungsunternehmens Attingo.

Datenverlust durch Festplatten-Headcrash

An heißen Tagen wie jetzt werden die Datenretter um bis zu 50 Prozent öfter zu Hilfe gerufen als bei Normaltemperaturen. Seit Einsetzen des Badewetters herrscht bei den Datenexperten in Hamburg Hochbetrieb. Denn Festplatten reagieren bei Hitze mit Materialausdehnung, was zu sogenannten Headcrashes führen kann: Eine direkte Berührung der Schreib-/Leseköpfe auf der Magnetscheibe einer Festplatte beschädigt dabei die Speicherschicht. "Die gute Nachricht ist aber, dass wir solcherart verlorene Daten durch spezielle Recovery-Verfahren in mehr als 98 Prozent der Fälle wiederherstellen können", betont Ehrschwendner.

Sommerliches Phänomen

Umgekehrt kann es passieren, dass ein Computer bei großer Hitze noch funktioniert und bei Normaltemperaturen dann plötzlich nicht mehr. PC-Experte Ehrschwendner erklärt das sommerliche Phänomen: "Bei Hitzeeinwirkung kann Materialausdehnung dazu führen, dass Spuren von den Schreib-/Leseköpfen nicht korrekt geschrieben werden. Nach Abkühlung des Materials ist ein Lesen dann nicht mehr möglich." In diesen Fällen können die Datenretter durch hochpräzise Adjustierung der Schreib-/Leseköpfe unter dem Mikroskop die Daten wieder auslesen.

Wärmegewitter killt Computer

Auch bei Wärmegewittern ist Vorsicht geboten. Der Schaden am Computer nach einem Unwetter mit Blitzschlag kann sehr ärgerlich sein und mitunter wertvolle Daten wie Fotos auf der Festplatte zerstören. "Ein Blitzschlag kann über oberirdisch verlegte Telefon- oder Stromleitungen zu einer Überspannung im Stromnetz führen und Hardware bis zum Totalschaden lahmlegen", betont der Attingo-Chef und empfiehlt, Computernetze generell nur mit Überspannungsschutz zu betreiben. Wie Sie Ihren PC vor zerstörerischen Elektroschocks bewahren, lesen Sie in unserem Beitrag Computer und Fernseher vor Blitzschäden schützen.

Tipps für kühle Festplatten trotz Hitze

Als Schutz gegen "Hitzeschlag" empfiehlt Attingo, die Gehäuse-Lüftungen mittels Kompressor-Druckluft gründlich zu reinigen. Desweiteren sollte man regelmäßig die Raumtemperatur kontrollieren und für ausreichend Luftbewegung sorgen. Ist keine Klimaanlage vorhanden, sollten die Umgebungsbedingungen laufend überprüft werden und die Temperatur 30 Grad nicht übersteigen. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann eine automatische Temperatur-Überwachung auf seinem PC installieren. Direkt an den Festplatten ermöglicht der Einbau zusätzlicher Lüfter eine Abkühlung bis auf die Umgebungstemperatur. Externe Festplatten vertragen meist nur maximal 35 Grad im Betrieb und die häufig im Heimnetzwerk verwendeten Netzwerkfestplatten, NAS (Network Attached Storage), sind nur für rund 40 Grad Maximalbelastung ausgelegt.

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