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Apple: Schluss mit "Intel inside"?

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Macht Apple Schluss mit "Intel inside"?

08.11.2012, 10:49 Uhr | dpa

Apple: Schluss mit "Intel inside"?. Bei Apple bald kein Intel inside mehr? (Quelle: imago)

Bei Apple bald kein Intel inside mehr? (Quelle: imago)

"Intel inside" heißt ein Werbeslogan von Intel, der auf Apple-Produkte bald vielleicht nicht mehr zutreffen wird. Denn laut Medienberichten soll Apple eine Zukunft ohne Intel planen. Angeblich suchen Entwickler nach Möglichkeiten, Mac-Computer ohne die Prozessoren des weltgrößten Halbleiter-Herstellers zu bauen. Stattdessen sollen ARM-Prozessoren aus eigener Entwicklung zum Einsatz kommen.

Wie die Finanznachrichtenagentur Bloomberg berichtete, arbeitet Apple gezielt daran, auch in seinen Computern auf eigene Chips umzusteigen und auf die bislang verwendeten Prozessoren von Intel zu verzichten. Dabei geht es um einen grundsätzlichen Wechsel zur Architektur des britischen Entwicklers ARM, die heute bereits so gut wie alle Smartphones und Tablets antreibt.

Apple würde von durchgängig einheitlicher Plattform profitieren

Apple könnte damit eine einheitliche Plattform für seine gesamte Produktpallette anbieten: Software für iPhone und iPad muss heute für den Mac umprogrammiert werden und umgekehrt. Die Entwicklung dürfte aber noch Jahre dauern und es sei unsicher, ob der Plan überhaupt klappt, hieß es in dem Bericht.

ARM-Prozessoren sind Energiesparmeister

Chips auf ARM-Basis sind deutlich stromsparender als die bisherigen Prozessoren von Intel und haben deswegen auch den Markt für mobile Geräte erobert. Sie gelten zugleich aber auch als weniger leistungsstark. Hier haben die Prozessoren von Intel die Nase vorn. Deshalb hängt der Apple-Vorstoß entscheidend davon ab, ob es gelingt, die Chips leistungsstark genug zu machen, um zum Beispiel auch komplexe Video- und Bildbearbeitungsprogramme auf Computern mit hoher Display-Auflösung laufen zu lassen. Das sei noch keineswegs sicher, schrieb Bloomberg unter Berufung auf informierte Personen.

Abkehr von Intel unausweichlich

Zugleich hielten einige der Bloomberg-Quellen den Schwenk für unausweichlich: Wenn Apple den Kunden in den kommenden Jahren ein nahtloses Nutzungserlebnis quer über alle Gerätearten wie Computer, Smartphones, Tablets und Fernseher hinweg bieten wolle, wäre das mit einer einheitlichen Chip-Architektur leichter zu schaffen.

Apple stützt die Gerüchte indirekt

Über Apples Experimente mit ARM-Chips für Computer wird schon seit einiger Zeit spekuliert. Der Konzern befeuerte die Gerüchte vor wenigen Tagen selbst. Beim Umbau der Chefetage wurde ein neuer Technologie-Bereich gegründet, der vom langjährigen Hardware-Strategen Bob Mansfield geführt wird. Die Sparte habe ambitionierte Pläne im Halbleiter-Bereich, erklärte Apple. Mansfield habe schon vorherige Versuche zum Wechsel der Chip-Plattform in Computern geleitet und bekomme nun mehr Mitarbeiter, schrieb Bloomberg. Apple hatte in den vergangenen Jahren auch Chip-Firmen dazugekauft und entwickelt Chips für iPhone und iPad auf Basis von ARM-Technologien selbst.

Keine offizielle Stellungnahmen

Apple und Intel äußerten sich nicht zu dem Bericht. Apple stattet seit 2006 seine Mac-Rechner mit Intel-Prozessoren aus. Im Kern sind es die gleichen Chips, wie sie in den PCs anderer Hersteller stecken. Intel beherrscht den Markt für PC-Prozessoren mit einem Anteil von rund 80 Prozent.

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Verheerendes Signal für Intel

Für Intel wäre der Verlust von Apple als Kunden zwar vom Geschäftsumfang her zu verschmerzen, doch das Signal wäre verheerend: Schon heute leidet Intel darunter, dass immer mehr Menschen zu mobilen Geräten mit ARM-Chips greifen. Intel findet nur allmählich Zugang zum boomenden Markt der Smartphones und Tablet-Computer, während die PC-Verkäufe schwächeln.

Apple missfällt der Stromverbrauch von Intel-Prozessoren

Dem Bericht zufolge wuchs Apples Unzufriedenheit mit dem Stromverbrauch der Intel-Prozessoren Ende 2011 bei der Arbeit an neuen, schlankeren Notebook-Computern. Schon damals habe Mansfield Intel-Manager über die Arbeit an eigenen Chips informiert. Intel habe zugesagt, stromsparendere Prozessoren zu entwickeln.

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