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"Juqueen": Europas schnellster Supercomputer steht in Jülich

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Deutschland hat den schnellsten Supercomputer in Europa

17.02.2013, 11:34 Uhr | AFP, dpa

Deutschland hat den schnellsten Supercomputer in Europa. Juqueen, Europas derzeit schnellster Supercomputer. (Quelle: Forschungszentrum Jülich)

Schneller als 100.000 PC zusammen: Dem Supercomputer Juqueen macht derzeit in Europa niemand etwas vor. (Quelle: Forschungszentrum Jülich)

Die Königin unter den europäischen Supercomputern steht in Deutschland. Am Donnerstag ging der von IBM gebaute Computer Juqueen im Forschungszentrum in Jülich bei Köln in Betrieb. Unter anderem soll der Supercomputer dabei helfen ein menschliches Gehirn zu simulieren.

Europas schnellster Supercomputer Juqueen schafft nach Angaben des Forschungszentrums Jülich 5,9 Billiarden Rechenschritte (Petaflops) pro Sekunde. Die von IBM gebaute Anlage sei rund 100 000 Mal schneller als ein moderner PC.

Das neue System wird unter anderem von Jülicher Hirnforschern genutzt, um die Aktivität in Hirnstrukturen zu simulieren - auch im Zusammenhang mit dem EU-Forschungsvorhaben "Human Brain Project", dessen Hauptziel die Simulation des menschlichen Gehirns ist.

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Juqueen und das Gottesteilchen

Darüber hinaus setzen Elementarteilchenphysiker den Jülicher Spitzenrechner ein. Ziel ist, Vorhersagen für das Standardmodell der Physik zu treffen und sie durch den Vergleich mit Experimenten im weltweit größten Teilchenschleuniger Large Hadron Collider bei Genf auf die Probe zu stellen.

Neben Theorie und Experiment gilt die computerbasierte Simulation als dritter Standpfeiler der Forschung. Mit der enormen Rechenleistung von Supercomputern können Forscher zum Beispiel viel genauere Klimavorhersagen errechnen. In der bisherigen Simulation sei etwa der Einfluss der Wolkenbildung noch nicht integriert.

Juqueen vom Titan weit entfernt

Der Supercomputer Juqueen war bereits im November 2012 als Europas schnellster Rechner in der zweimal im Jahr erstellten Liste der weltweiten Top 500 auf dem fünften Platz gelistet worden. Damals kam die Anlage noch auf eine maximale Leistung von 4,1 Petaflops. Seit dem vergangenen Jahr wurde sie schrittweise ausgebaut. Heute erreicht der Supercomputer eine maximale Leistung von 5,9 Petaflops. Platz zwei im europäischen Ranking belegt der Super Muc des Leibniz Rechenzentrums bei München, Platz drei die von italienischen Universitäten und Forschungsministerien betriebene Anlage Cineca.

Supercomputer Titan. (Quelle: Oak Ridge National Laboratory)Der schnellste Computer der Welt (Quelle: Oak Ridge National Laboratory) Der schnellste Rechner der Welt steht jedoch in den USA im Oak Ridge National Laboratorium, das zum Energieministerium der Vereinigten Staaten gehört. Der Titan getaufte Supercomputer wurde von der legendären Computerfirma Cray konstruiert und leistet beachtliche 17,59 Petaflops. Die Aufgabengebiete des US-Energieministeriums umfassen unter anderem das staatliche Kernwaffenprogramm, die Produktion von Kernreaktoren für die US-Marine aber auch verschiedene Energiesparprogramme.

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Juqueen arbeitet mit Wasserkühlung

Trotz der gigantischen Rechenleistung ist der Stromverbrauch von Juqueen alles andere als gigantisch. Juqueen zählt mit zwei Gigaflops pro Watt zu den energieeffizientesten Systemen der Welt. Deshalb wird er auf der Liste Green500 auf dem fünften Platz geführt. Im Vergleich zum Vorgängermodell hat sich die Energieeffizienz um das Fünffache verbessert.

Ein Grund dafür ist unter anderem, dass seine Prozessoren weniger Abwärme als herkömmliche Chips erzeugen. Außerdem wurde das Kühlungssystem verbessert. Der Rechner wird komplett mit demineralisiertem Wasser gekühlt. Es wird mit genau geregelter Temperatur und definierter Flussmenge an die Prozessoren herangeführt, nimmt die Wärme auf und führt sie ab.

In fünf Jahren muss ein neuer Computer her

Finanziert wird die Supercomputer-Anlage durch die Helmholtz-Gemeinschaft sowie über das Gauss Centre für Supercomputing (GCS) zu gleichen Teilen aus Bundesmitteln und Landesmitteln von Nordrhein-Westfalen. Das GCS betreibt neben dem Zentrum in Jülich auch das Leibniz-Rechenzentrum in Garching und das Höchstleistungsrechenzentrum in Stuttgart. Die IBM-Anlage aus der Serie "Blue Gene" werde voraussichtlich eine Lebensdauer von maximal fünf Jahren haben.

 
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