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SSD-Festplatten optimieren: So erhöhen Sie die Lebensdauer

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Mehr Geschwindigkeit und Lebensdauer  

SSD-Festplatten optimieren

13.03.2014, 12:42 Uhr | t-online.de

SSD-Festplatten optimieren: So erhöhen Sie die Lebensdauer . SSD-Festplatte (Quelle: t-online.de/Montage)

Tempomacher SSD: Die Preise sind radikal gefallen (Quelle: Montage/t-online.de)

Im Gegensatz zu ihren Vorgängerversionen sind Windows 7 und Windows 8 schon recht gut auf die Zusammenarbeit mit SSD-Festplatten eingestellt. Dennoch gibt es Möglichkeiten, auch diese Betriebssysteme für eine längere Lebensdauer und mehr Geschwindigkeit von SSD-Festplatten zu optimieren.

Die Optimierung von SSD-Festplatten weist aufgrund der unterschiedlichen Technologien im Vergleich zu magnetischen Festplatten einige Besonderheiten auf. Bei den „langsamen“, „großen“ Magnetfestplatten geht es darum, Zugriffszeiten, Schreib- und Lesedauer sowie mechanischen Verschleiß zu verringern. Dagegen stehen bei den „schnellen“, „kleinen“ SSD-Festplatten Speicherplatzverbrauch und der elektrische Verschleiß der Flash-Speicherzellen im Vordergrund. Im Folgenden erklären wir Ihnen, wie Sie prüfen, ob die Systemeinstellungen für den jeweiligen Festplattentyp optimiert sind.

SSD: Defragmentierung, Prefetch und Superfetch abstellen

Zu den Systemdiensten, die für magnetische Festplatten Sinn machen, aber bei SSD-Festplatten sogar schädlich sein können, gehören Defragmentierung, Prefetch und Superfetch. Prefetch ordnet häufig verwendete Daten im vorderen Teil der Festplatte an, so dass sie vom (mechanisch gesteuerten) Schreib- und Lesekopf der Festplatte schneller "erreicht" werden können. Superfetch wiederum kopiert häufig verwendete Daten in den Arbeitsspeicher. Beides ist bei SSDs nicht nur überflüssig sondern durch die zusätzlichen Schreibvorgänge verringert sich auch die Lebensdauer der SSD. Bei Windows 7 und 8 sollten diese Dienste standardmäßig deaktiviert sein, bei Windows XP und Vista müssen Sie selbst Hand anlegen.

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Defragmentierung abstellen:
Geben Sie im Startmenü im Feld "Programme/Dateien durchsuchen" „defrag“ (+Enter) ein. Es öffnet sich das Fenster "Defragmentierung". Klicken Sie auf die Schaltfläche "Zeitplan konfigurieren" oben rechts und entfernen das Häkchen bei "Ausführung nach Zeitplan".

Superfetch und Prefetch deaktivieren:
Geben Sie im Startmenü im Feld "Programme/Dateien durchsuchen" „regedit“ (+Enter) ein.
Klicken Sie sich im Verzeichnis "HKEY_LOCAL_MACHINE" bis zu "SYSTEM/CurrentControlSet/Control/SessionManager/MemoryManagement/PrefetchParameters". Durch Doppelklick auf die Einträge "Enable Prefetcher" und "Enable Superfetch" können Sie diese öffnen und dort den Wert auf "0" setzen. Klicken Sie auf „OK“.

SSD: Windows-Indexdienst deaktivieren

Der Windows-Indexdienst stellt die Dateinamen aller auf der Festplatte befindlichen Dateien in einer Tabelle zusammen, auf die der Computer bei der Benutzung der Windows-Suchfunktion zurückgreifen kann. Dadurch wird verhindert, dass die Festplatte jedes Mal physisch durchsucht werden muss. Anstatt dessen kann der Lese-/Schreibkopf direkt zu der im Index gespeicherten Position springen.

Der Index muss jedoch ständig neu geschrieben werden, um aktuell zu bleiben, und verursacht so viele Schreibzugriffe auf dem entsprechenden Laufwerk. Darüber hinaus ist er bei einer SSD aufgrund der Zugriffszeiten und Lesegeschwindigkeiten überflüssig und kann für diese Laufwerke abgeschaltet werden. Hierbei muss unterschieden werden, ob der Dienst nur für die System-SSD oder gleich vollständig deaktiviert werden soll. Letzteres ist nicht zu empfehlen, wenn man neben der SSD noch herkömmliche Festplatten als Massendatenspeicher nutzt und diese gelegentlich durchsuchen möchte.

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Indexierung für SSDs abstellen:
Unter Windows 7 öffnen Sie hierzu im Fenster "Computer" einfach mit einem Rechtsklick die Eigenschaften Ihrer SSD. Im folgenden Fenster entfernen Sie den Haken bei der Option "Zulassen, dass für Dateien auf diesem Laufwerk Inhalte zusätzlich zu Dateieigenschaften indiziert werden" und klicken Sie auf "OK". Windows wird möglicherweise einige Sekunden zum übernehmen der Einstellungen benötigen. Windows 8, Vista und XP bieten ähnliche Optionen im Eigenschaften-Menü.

Indexierung vollständig deaktivieren:
Um den Indexdienst komplett auszuschalten, müssen Sie seinen automatischen Start verhindern. Geben Sie dazu im Startmenü im Feld "Programme/Dateien durchsuchen" "Dienste" ein und bestätigen Sie mit Enter. Öffnen Sie im neuen Fenster die Eigenschaften des Dienstes "Windows Search" mit einem Doppelklick und stellen Sie dort den Starttyp des Dienstes auf "Deaktiviert". Nach einem Klick auf "OK" und einem Neustart von Windows ist der Indexdienst dauerhaft abgeschaltet.

Trim-Befehl überprüfen und aktivieren

Normalerweise bleiben gelöschte Dateien „unsichtbar“ erhalten und werden erst dann mit anderen Daten überschrieben, wenn kein freier Speicherplatz mehr zur Verfügung steht. Der Trim-Befehl (wird durch das Betriebssystem ausgeführt) sorgt dafür, dass durch das Löschen von Dateien auch entsprechender Speicherplatz frei wird. Eine SSD arbeitet nämlich umso effizienter, je mehr freier Speicherplatz zur Verfügung steht. Auch hier gilt, dass der Trim-Befehl normalerweise unter Windows 7 und 8 aktiviert sein sollte. Wenn Sie aber z.B. ein Image des Betriebssystems von einer magnetischen auf eine SSD-Festplatte kopiert haben, muss der Befehl von Hand gesetzt werden.

Ob der Trim-Befehl aktiv ist, überprüfen Sie wie folgt:
Geben Sie im Startmenü im Feld "Programme/Dateien durchsuchen" „cmd“ (+Enter) ein und starten Sie die Kommandozeile. Mit dem Befehl "fsutil behavior query DisableDeleteNotify" überprüfen Sie den Trim-Status. Beim Wert "0" ist Trim aktiv. Wirft Windows stattdessen eine "1" als Antwort aus, ist Trim nicht aktiv. Der Befehl "fsutil behavior Set DisableDeleteNotify 0" aktiviert den Befehl.

SSD: Ruhezustand abschalten

Der Ruhezustand von Windows soll die Boot-Zeit im Vergleich zum normalen Herunterfahren des Rechners deutlich verkürzen. Dazu wird allerdings eine Datei angelegt, die mehrere Gigabyte groß sein kann. Da bei den ohnehin schon schnellen SSD-Festplatten der Geschwindigkeitsvorteil nur gering ausfällt, können Sie diesen Speicherplatz anders sinnvoller nutzen. Geben Sie dazu im Startmenü im Feld "Programme/Dateien durchsuchen" „cmd“ (+Enter) ein und starten Sie mit Doppelklick die Kommandozeile. Der Befehl „powercfg -h off“ (+Enter) deaktiviert den Ruhezustand. Um den Ruhezustand wieder zu aktivieren, geben Sie den Befehl „powercfg -h on“ ein.

AHCI-Modus verwenden

Für den Betrieb einer SSD-Festplatte sollten Sie den AHCI-Modus (Advanced Host Controller Interface) nutzen. AHCI ist ebenso wie der verbreitete IDE-Modus ein Übertragungsstandard für die Verbindung zwischen Speichergeräten und dem PC-Motherboard. Im Vergleich zu IDE ist AHCI jedoch moderner und unterstützt neuere Technologien. Ob AHCI bereits eingestellt ist, können Sie im BIOS überprüfen und gegebenenfalls ändern.

Wenn Sie Ihr Windows-7-System nachträglich auf AHCI umstellen, müssen Sie dabei wie folgt vorgehen:
Halten Sie Ihre Windows-Installations-DVD bereit.
Geben Sie im Startmenü im Feld "Programme/Dateien durchsuchen" „regedit“ (+Enter) ein.
Klicken Sie sich im Verzeichnis "HKEY_LOCAL_MACHINE" bis zu "System\CurrentControlSet\Services\Msahci". Durch Doppelklick auf den Eintrag "Start" können Sie diesen öffnen und dort den Wert auf "0" setzen. Klicken Sie auf „OK“ und starten Sie Ihren Computer neu.
Gehen Sie nun ins BIOS und aktivieren Sie bei den Einstellungen für den Controller Ihrer SSD-Festplatte AHCI. Nach Speichern und Verlassen der BIOS-Einstellungen startet das System neu. Nach Installation der AHCI-Treiber (Windows fordert Sie automatisch zum Einlegen der Installations-DVD auf) ist die Umstellung auf AHCI geschafft.

SSD: Systemwiederherstellung abschalten

Seit Windows Vista ist die Dateisicherung ein fester Bestandteil der Systemwiederherstellung. Dabei werden in einer so genannten Schattenkopie ältere Versionen von Dateien gespeichert, um sie bei Bedarf problemlos wiederherstellen zu können. Was zunächst sehr sinnvoll klingt, ist um Umgang mit SSDs jedoch weniger zu empfehlen, da Windows hierfür quasi ständig Daten auf das Laufwerk schreiben muss. Leider ist es bei Windows 7 nicht mehr möglich, den Speicherort für diese Kopien manuell festzulegen – sie werden allgemein immer auf dem zu schützenden Laufwerk abgelegt. Da die Systemwiederherstellung nur dann korrekt arbeiten kann, wenn sie auch für das Systemlaufwerk aktiviert ist, empfehlen wir, sie komplett abzuschalten.

Am einfachsten drücken Sie dazu die Windowstaste + Pause und klicken im neuen Fenster links auf "Computerschutz". Wählen Sie dort Ihre SSD aus und klicken Sie auf "Konfigurieren". Es öffnet sich ein Dialogfenster. Wählen Sie dort den dritten Button "Computerschutz deaktivieren" aus und bestätigen Sie die Änderungen.

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