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US-Amerikaner will sein Apple MacBook heiraten

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Kuriose Klage  

Mann will sein geliebtes MacBook heiraten

08.05.2014, 12:54 Uhr | t-online.de

US-Amerikaner will sein Apple MacBook heiraten. Chris Sevier bei einem Interview im Juni 2013  mit dem amerikanischen TV-Sender Fox 17. (Quelle: Fox 17/YouTube )

Chris Sevier, der Mann, der seinen Computer heiraten will. (Quelle: Fox 17/YouTube )

Bereits zwei US-Gerichte mussten sich mit den Anträgen eines Mannes befassen, der sich nach eigener Aussage in sein MacBook verliebt hat. Der Sex mit dem Apple-Notebook sei deutlich besser als mit einer Frau. Zudem dürften homosexuelle Paare ja auch heiraten, begründete der Mann seine Forderungen. Dabei ist unklar, ob es sich hierbei um einen Scherz, eine politische Kampagne oder das ernsthafte Bedürfnis eines "entrückten" Ex-Juristen handelt.

Der ehemalige Militärjurist und Kriegsveteran Chris Sevier meint es seinem Antrag zufolge ernst: "Wenn Homosexuelle das Recht haben, das Objekt ihrer Begierde zu heiraten, obwohl zusammenpassende Geschlechtsteile fehlen, dann sollte auch ich das Recht haben, mein bevorzugtes sexuelles Objekt zu heiraten.“

Um dies zu erreichen, versuchte er sich im Februar mit einem Ergänzungsantrag der Klage eines homosexuellen Paares am Bezirksgericht Nord-Florida anzuschließen. In dem Verfahren geht es eigentlich darum, dass der Bundesstaat Florida die Ehe eines homosexuellen Paares nicht anerkennen will. Das Paar will diese Anerkennung erstreiten.

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Richter mutmaßen Satire oder Realitätsverlust

In seiner Begründung führt Sevier weiter aus, dass er im Laufe der Zeit dem Sex mit seinem Computer den Vorzug gegenüber Sex mit Frauen gegeben habe und sich "natürlich" in seinen Computer verliebt habe. Am 24. April urteilte der zuständige Richter Robert Hinkle am Bezirksgericht Nord-Florida: "Vielleicht ist dieser Antrag satirischer Natur. Oder er ist einfach der Realität entrückt. Wie auch immer, für diesen Antrag gibt es keinen Platz in diesem Gerichtsverfahren."

Nachdem Sevier in Florida scheiterte, bemühte er Anfang Mai ebenfalls erfolglos ein Bezirksgericht im US-Bundesstaat Utah mit dem gleichen Anliegen. Realistische Gründe für die Heirat mit einem Notebook sind kaum zu finden. So hätte Chris Sevier keine steuerlichen oder anderweitigen Vorteile, wenn er für seine obskure Beziehung zu seinem MacBook einen Trauschein bekäme.

Die britische Tageszeitung The Telegraph äußert die Vermutung, dass es Sevier eventuell auch darum gehen könnte, Gerichtsentscheidung zugunsten der Ehe von Homosexuellen zu Fall zu bringen. Die Zeitung vermutet, dass Sevier weitere US-Gerichte, vor denen dieses Thema derzeit verhandelt wird, mit seinen Anträgen beschäftigen dürfte.

Pornosammlung auf dem MacBook

Dafür spricht, dass Sevier und sein MacBook schon vor diesen beiden Klageversuchen für Schlagzeilen sorgten. Die Kuriositäten begannen im vergangenen Jahr mit dem Kauf des Apple-Notebooks. Damit wollte er eigentlich Musik komponieren und gelegentlich im Internet surfen. Bei Letzterem stieß er – nach eigener Aussage unverhofft – auf Pornos. Er konsumierte und sammelte immer mehr dieser Sexfilme auf seinem MacBook, sodass die wachsende Pornosucht seine Ehe ruinierte und er schließlich sogar seinen Job verlor.

Daraufhin reichte der studierte Jurist im Juni 2013 eine 50-seitige Klageschrift vor einem Bezirksgericht in Tennessee (Fallnummer: 3:13-cv-00607) gegen Apple ein. Er beanspruchte darin umgerechnet 60.000 Euro Schadenersatz. Er forderte darüberhinaus, dass Apple seine Computer ab Werk mit einem Pornofilter ausstatten und vor Pornos im Internet warnen müsse. Er bezeichnete sich als "Opfer von Apples Produkt", weil dieses ihm ohne Warnung vor den Gefahren der Pornografie verkauft worden sei.

Wirre Theorien zur Wirkung von Pornos

In seiner Klageschrift brachte Seviers ungewöhnliche Evolutionstheorien vor, die belegen sollten, dass das menschliche Gehirn nicht dafür geeignet sei, Pornografie zu verkraften. Weiterhin finden sich Formulierungen, die andeuten, dass Pornografie auch das menschliche Herz gefährde.

Außerdem schreibt Seviers in seiner Klageschrift, das Pornografie im Internet eine "internationale Epidemie" sei, die Gesellschaften umprogrammieren würde. Sie wäre auch schuld daran, das amerikanische Mädchen im Ausland entführt und zu Sex gezwungen würden.

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