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Technik mit Verfallsdatum soll in Frankreich bestraft werden

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Geplantes Altern  

Technik mit zu kurzem Verfallsdatum soll in Frankreich bestraft werden

22.10.2014, 16:37 Uhr | dpa, t-online.de

Technik mit Verfallsdatum soll in Frankreich bestraft werden. Kaum genutzt, und schon kaputt: Kurzlebige Elektrogeräte ärgern viele Kunden (Quelle: imago)

Kaum genutzt, schon kaputt: Kurzlebige Technik ärgert viele Kunden (Quelle: imago)

Viele Kunden sind sich sicher: Wenn ein Drucker einen Monat nach Ablauf der Garantie den Geist aufgibt, ist das kein Zufall, sondern Absicht. Gerade Elektrogeräte sollen von einer absichtlich kurzen Lebensdauer betroffen sein. Einen Beweis dafür gibt es bislang nicht. Ein in Frankreich geplantes Gesetz könnte dennoch vor Technik mit heimlichen Verfallsdatum schützen.

Verbraucherschützern liegt das Thema schon lange am Herzen, auch in Deutschland – im Fachjargon wird es als geplante "Obsoleszenz" bezeichnet. Damit ist gemeint, dass in Produkten bewusst Bestandteile verarbeitet werden, die vorzeitig altern oder eine geringere Qualität haben.

Das Gerät kann dann schneller nicht mehr genutzt und muss früher ersetzt werden. Als Beispiel gelten Geräte, bei denen ein Akku nicht austauschbar ist. Die Hersteller weisen die Vorwürfe jedoch zurück.

Bis zu zwei Jahre Gefängnis

In Frankreich sollen nachgewiesene Fälle künftig als Betrug mit bis zu zwei Jahren Haft und 300.000 Euro Geldstrafe bestraft werden können.

Dazu muss laut Gesetz ein Produkt bewusst so gebaut werden, dass die Lebensdauer künstlich verkürzt wird – mit dem Ziel, mehr Umsatz zu machen. Das soll auch Geräte betreffen, die so gebaut sind, dass einzelne, defekte Teile nicht ausgetauscht werden können, so dass das komplette Gerät ersetzt werden muss.

Lebensdauer muss benannt werden

Tritt das Gesetzt wie geplant in Kraft, müssen Hersteller die voraussichtliche Lebensdauer eines Produktes deutlich ausweisen. Geben die Geräte bereits vor dem angegebenem Zeitraum den Geist auf, stehen die Hersteller folglich in Erklärungspflicht. Das gilt allerdings nur für Produkte, die einen gewissen Wert besitzen. Geplant ist ein Wert von 30 Prozent des französischen Mindest-Monatslohns – derzeit 1430 Euro pro Monat bei einer Arbeitszeit von 35 Stunden pro Woche.

Die Hersteller oder die Importeure sollen zudem dazu verpflichtet werden, die Verkäufer zu informieren, wie lange die Bereitstellung von Ersatzteilen für das Produkt vorgesehen ist.

Die Regelung ist Teil eines Gesetzes zum Energiewandel, mit dem Frankreich seinen Atomstromanteil von 75 auf 50 Prozent reduzieren und den Energiebedarf halbieren will. Die erste Hürde im französischen Parlament hat das Gesetz genommen, es muss jetzt noch die Abstimmung im Senat bestehen.

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