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Schnellster Supercomputer der Welt kommt weiterhin aus China

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Viertes Mal in Folge  

Chinas Supercomputer ist nicht zu schlagen

17.11.2014, 17:12 Uhr | dpa

Schnellster Supercomputer der Welt kommt weiterhin aus China. Der Supercomputer Tianhe-2 im National Super Computer Center in Guangzhou, China. (Quelle: dpa/Top 500 Supercomputers Site)

Der Supercomputer Tianhe-2 im National Super Computer Center in Guangzhou, China. (Quelle: Top 500 Supercomputers Site/dpa)

Zum vierten Mal in Folge sichert sich China den ersten Platz in der Liste der schnellsten Supercomputer weltweit. Neu in den Top Ten ist ein geheimer Rechner im Dienst der US-Regierung. Und auch Deutschland kann sich unter den ersten zehn Plätzen halten.

Im weltweiten Ranking der Supercomputer kommt derzeit keiner an China vorbei. Zum vierten Mal hintereinander hat es die Rechenanlage "Tianhe-2" ("Milchstraße") auf den ersten Platz in der Liste der schnellsten Supercomputer der Welt geschafft. Die in Guangzhou erbaute Anlage kommt auf eine Rechenleistung von 33,86 Petaflops und wird von der National University of Defense Technology (NUDT) betrieben.

Schon der zweitplatzierte Rechner aus den USA ist mit 17,59 Petaflops nur noch gut halb so schnell wie Tianhe-2. Deutschland ist unter den Top Ten weiterhin nur mit einer Anlage vertreten. Die von IBM erbaute "Juqueen" am Forschungszentrum Jülich konnte sich mit 5,0 Petaflops wiederholt auf dem achten Platz halten.

Zuwachs verlangsamt sich

Insgesamt hat sich der Geschwindigkeitszuwachs bei den Superrechnern deutlich verlangsamt. Zwischen 1994 bis 2008 hatte sich die Rechenleistung der 500 schnellsten Computer jährlich noch um 90 Prozent gesteigert. 2014 liegt er bei 55 Prozent. Das liegt jedoch daran, dass immer mehr sehr große Systeme die Liste bestimmen, bei denen der Zuwachs zwangsläufig geringer ist als bei kleineren Systemen.

Insgesamt gab es unter den ersten zehn Plätzen nur wenig Veränderung seit der letzten Veröffentlichung der Liste der "Top 500" im Juni. Einzig neu hinzugekommen ist eine Cray-Anlage mit einer Leistung von 3,57 Petaflops, die den Herausgebern der Liste zufolge an einem unbekannten Ort in den USA im Dienst der Regierung steht.

Ein Schweizer ist schnellster Rechner in Europa

Europas schnellster Rechner steht in der Schweiz. "Piz Daint" von dem amerikanischen Hersteller Cray liefert in Lugano am Swiss National Supercomputing Center eine Leistung von 6,27 Petaflops. Insgesamt listet die zweimal im Jahr veröffentlichte Liste der Top 500 aus Europa 130 Systeme – im Juni waren es noch 116. Die Forschungsanlage "SuperMUC" am Leibnitz-Rechenzentrum rutschte noch einmal zwei Plätze nach hinten auf den Platz 14.

Die USA betreiben weiterhin mit Abstand die meisten Supercomputer, auch wenn die Zahl von 233 auf 231 Anlagen leicht sank. Die Länder in Asien betreiben noch 120 Supercomputer (132 im Juni). Neben "Tianhe-2" schaffte es auch der K-Computer von Fujitsu in Japan am Riken Advanced Institute for Computational Science (Platz vier) unter die Top Ten.

IBM hatte die Liste der Top 500 lange Zeit mit seinen Systemen dominiert. In der aktuellen Ausgabe brachte der amerikanische IT-Spezialist und Systembauer noch vier seiner Anlagen in den Top Ten unter. Einem Bericht von "ZDnet" zufolge baut der Konzern derzeit gemeinsam mit dem Grafikkartenhersteller Nvidia und dem Halbleiter- und Netzwerkspezialisten Mellanox an zwei neuen Supercomputern, die 2017 in Betrieb gehen sollen.

Im Auftrag des US-Energieministeriums sollen die beiden Systeme "Sierra" und "Summit" mit einem Budget von 325 Millionen Dollar erbaut werden, hieß es. Zur Inbetriebnahme sollen sie auf Spitzenleistungen von 100 ("Sierra") und 150 bis 300 Petaflops ("Summit") kommen. Demnach soll "Sierra" am Lawrence Livermore National Laboratory vor allem für Simulationen von Nuklearwaffen eingesetzt werden. "Summit" solle am Oak Ridge National Laboratory in Tennessee stehen und für zivile und wissenschaftliche Zwecke eingesetzt werden.

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Die Top 500 wird zweimal im Jahr im Rahmen der International Supercomputer Conference abwechselnd in den USA und in Deutschland veröffentlicht. Die Liste geht zurück auf die Initiative des Mannheimer Informatikers Hans Werner Meuer, der im Januar starb.

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