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Fairy Lights: Forscher entwickeln Hologramme zum Anfassen

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Schwebender Touchscreen  

Forscher entwickeln Hologramme zum Anfassen

03.07.2015, 16:40 Uhr | t-online.de

Fairy Lights: Forscher entwickeln Hologramme zum Anfassen. "Fairy Lights": Femtosekundenlaser erzeugen feenhafte Hologramme. (Quelle: Digital Nature Group)

"Fairy Lights": Femtosekundenlaser erzeugen feenhafte Hologramme. (Quelle: Digital Nature Group)

Es hört sich an wie Science-Fiction und sieht aus wie Magie: Japanische Wissenschaftler haben mithilfe von Lasern, Linsen und Spiegeln dreidimensionale Hologramme entwickelt, die in der Luft schweben und bei Berührung ihre Form verändern können. Die Anwendungsgebiete sind vielfältig.

Ein winziges, glitzerndes Herz hängt in der Luft und teilt sich bei Berührung mit dem Finger in zwei Hälften. In einer schwebenden Checkbox erscheint auf einen Wisch ein kleines Häkchen. Die Forscher der Digital Nature Group sind nicht die ersten, die interaktive Hologramme entwickeln. 

Möglich machen dies Femtosekunden-Laser, die ihre Energie auf einen sehr konzentrierten Raum in der Luft schießen. Die lokalen Moleküle werden ionisiert, es entstehen Formen aus leuchtendem Plasma: Herzen, Feen, Checkboxen oder andere Schaltflächen.

"Fairy Lights": Berührungsempfindliche Lichter

Wenn ein Mensch die Hologramme berührt, spürt er die Vibration der ionisierten Luftmoleküle. Eine Kamera unterhalb des Holograms registriert die Berührung, die Laser starten eine programmierte Reaktion. So können die schwebenden Touchscreens auch in Bewegung versetzt oder zum Wachsen gebracht werden.  

Die Forscher der Digital Nature Group setzen dabei auf früher entwickelte Plasma-Hologramme auf, die mit Nanosekunden-Lasern erzeugt wurden. Das Plasma aus Femtosekunden-Lasern hat jedoch den Vorteil, dass es die Haut nicht verbrennt und eine feinere Grafik bietet.

Plasma-Hologramme doch nicht ganz ungefährlich

Allerdings müssen die Forscher Schutzbrillen tragen, denn das grelle Licht der Femtosekunden-Laser kann die Netzhaut schädigen. Zudem ist für die interaktiven 3D-Hologramme noch ein recht komplizierter Aufbau aus Laser, Linsen und galvanischen Spiegeln notwendig. Dabei sind die Hologramme derzeit höchstens einen Kubikzentimeter groß. Die Hologramme lassen sich in Zukunft aber wahrscheinlich hochskalieren, schreibt die Digital Nature Group in einem Forschungsbericht (PDF)

Es gibt vielerlei Einsatzmöglichkeiten für Plasma-Hologramme. Neben schwebenden Computer-Displays ließen sich etwa auch holografische Armbänder, Zimmerpflanzen oder interaktive Skulpturen für Museen erstellen. 

Weitere spannende Digital-Themen finden Sie hier.

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