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Notebook-Kauf: Das sollten Sie wissen

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Notebook-Kauf: Das sollten Sie wissen

06.07.2011, 17:26 Uhr | Boris Dunkel

Notebook-Kauf: Das sollten Sie wissen . Dell Adamo 13-Zoll-Notebook (Foto: Dell) (Quelle: Hersteller)

Echter Hingucker: Dells Edelnotebook Adamo. (Quelle: Hersteller)

Notebook-Käufer haben gut Lachen: Weil sich große Marken wie Acer und HP einen immer härteren Wettbewerb liefern, können Kaufinteressenten gerade in der attraktiven Preisklasse um 500 Euro aus dem Vollen schöpfen. Das große Angebot erhöht aber auch das Risiko eines Fehlkaufes. Vorher schlau machen lohnt sich ganz besonders, denn ein Notebook lässt sich anders als ein leicht ausbaubarer Desktop-PC nachträglich kaum noch an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Wir beantworten die sieben wichtigsten Fragen rund um den Notebook-Kauf, sagen Ihnen, welcher Notebook-Typ der richtige für Sie ist .

Wie viel kostet ein gutes Notebook?

Ein Mini-Notebook, ein so genanntes Netbook, ist schon für unter 300 Euro zu haben. Für ein Notebook in Standardgröße (also 15,6 Zoll gleich 39,6 cm Bildschirmdiagonale) sollten Sie mindestens 450 Euro einplanen. Bei deutlichen billigeren Geräten fehlt schon mal das Betriebssystem oder Sie erhalten nur die beschränkte Windows 7 Starter Edition. Extras wie ein Blu-ray-Laufwerk, ein feiner aufgelöstes Display oder ein schneller Grafikchip treiben den Preis um ein oder zwei Hunderter nach oben. Aktuelle Multimedia-Notebooks mit Bildschirmgrößen ab 17 Zoll Diagonale (43 cm) sind kaum unter 600 Euro zu haben. Für besonders flaches, edles Design und Metallgehäuse, typisch etwa für Sony Vaio oder Apple Macbook, werden meist vierstellige Summen fällig. Auch Business-Notebooks mit Hochleistungs-Akku und umfangreichem Service durchbrechen oft die 1000-Euro-Schallmauer.

Was macht ein gutes Notebook aus?

Sicher sollten die inneren Werte wie Prozessor oder Speicher auf dem Stand der Technik sein. Gigahertz und Gigabyte entscheiden jedoch in vielen Fällen nicht, wie glücklich Sie mit einem Notebook werden. Im Gegenteil: Wer nur durchschnittliche Leistungsanforderungen hat, sollte eher die Finger von Highspeed-Prozessoren und Super-Grafikchips lassen, da diese meist den Energieverbrauch in die Höhe treiben, mehr Wärme und letztlich mehr Lärm erzeugen. Im Alltag machen sich eher andere Eigenschaften wohltuend oder eben störend bemerkbar. Zu kleine, unüblich belegte Tasten, fehlende und schlecht angebrachte Schnittstellen oder ein schwammiges Touchpad trüben den Spaß. Viele Anwender klagen auch über zu dunkle, seitlich kaum einsehbare oder stark spiegelnde Bildschirme. All diese Schwächen lassen sich bereits im Geschäft durch Ausprobieren entlarven. Dabei sollten Sie auch einen Blick auf die Bildschirm-Scharniere werfen, durch die die empfindlichen Leitungen für die Bildsignale verlaufen. Zu schwache Exemplare brechen leicht, was meist einem Totalschaden gleich kommt.

Wie lange läuft ein Notebook mit einer Akku-Ladung?

Langläufer: Das 15,6-Zoll-Notebook Asus UL50VT schafft 10 Stunden mit einer Akkuladung. (Foto: Asus) (Quelle: Hersteller)Langläufer: Das 15,6-Zoll-Notebook Asus UL50VT schafft 10 Stunden mit einer Akkuladung. (Quelle: Hersteller) Generell gilt: Je mehr Rechenpower, desto weniger Puste. Kraftstrotzenden Multimedia-Notebooks geht oft schon nach weniger als zwei Stunden die Luft aus. Brot-und-Butter-Notebooks ohne separaten Grafikchip halten - je nach Auslastung - zwischen drei und sechs Stunden durch. Tipp: Die Akkukapazität gibt einen guten Anhaltspunkt. Sie findet sich meist in den technischen Spezifikationen auf der Internetseite des Herstellers und wird in Milliamperestunden (mAh) angegeben. Bei vielen Notebooks der Business-Klasse lässt sich ein Zusatz-Akku für Extra-Power anschließen. Die Ausdauerkünstler unter den Mobil-Computern sind die Netbooks: Acht bis elf Stunden können Sie erwarten.

Wer baut die besten Notebooks?

In Notebook-Tests diverser Fachmagazine zeigt sich immer wieder, dass fast jede Laptop-Marke mal gelungene, mal weniger gelungene Modelle hervorbringt. Es gibt allerdings Untersuchungen zur Reparaturanfälligkeit. Bekannt ist etwa die Studie des US-Supportdienstleisters Square Trend, der von 2006 bis 2009 über 30.000 Notebook-Kunden betreute. Dort schnitten Notebooks von Asus und Toshiba am besten, Geräte von HP mit am schlechtesten ab.

Doch die technische Qualität eines Notebooks hat immer weniger mit der Marke zu tun. Denn was kaum einer weiß: Kaum ein Notebook-Anbieter produziert noch selbst. Die wahren Hersteller bleiben im Hintergrund. Sie heißen Quanta, Compal oder Inventec und residieren in Taiwan oder der Volksrepublik China. Große Marken wie Acer, HP oder Fujitsu kaufen dort ein. Sie geben meist immerhin das Design vor, während kleinere Marken in der Regel bereits fertig entwickelte Geräte komplett übernehmen und diese lediglich mit ihrem Namen versehen.

So gewinnt also eher die Service-Qualität einer Marke an Bedeutung. Denn tritt mal ein Defekt ein, ist dies halb so schlimm, wenn der Service gut funktioniert. Das Magazin c't befragt jährlich seine Leser nach ihren Erfahrungen mit dem Notebook-Service. Spitzenplätze belegten 2010 Dell und Apple, gefolgt von Samsung.

Was taugen Notebooks aus dem Supermarkt?

Wer Medion Akoya hört, denkt meist gleich an das typische Aldi-Notebook. Dabei vertreibt die Essener Firma Medion ihre Notebooks auch in anderen Märkten. Grundsätzlich sind Notebooks vom Lebensmitteldiscounter weder besser noch schlechter als Markenware. In der Regel erhält man ein umfangreiches Zubehörpaket, das häufig ungenutzt verstaubt. Ebenso dazu gehört ein Reigen vorinstallierter Software, deren Nutzen sich auch oft nicht erschließt. Wer damit leben kann, darf ruhig auch die Supermarkt-Angebote verfolgen. Versorgung mit Ersatzteilen oder Gerätetreibern über mehrere Jahre hinweg sollte man hingegen nicht erwarten. Das gilt allerdings auch für viele knapp kalkulierte Modelle von Markenherstellern.

Reicht nicht auch ein Gebraucht-Notebook?

Für einfache Ansprüche oder als Zweit-Gerät kann auch ein gebrauchtes Notebook genügen. Mit einem Gebraucht-Notebook kommen Sie billiger, aber nicht unbedingt günstiger weg. Bewährte Gebraucht-Notebooks etwa aus den Reihen Dell Latitude oder IBM/Lenovo Thinkpad sind beliebt und kosten daher zum Teil mehrere hundert Euro. Eine Entscheidung für ein älteres Modell bedeutet zudem fast immer die Entscheidung für Windows XP. Windows 7 läuft auf mehrere Jahre alten Notebooks oft nur mit Einschränkungen. Beim Kauf von privat gehen Sie zusätzliche Risiken ein. Altersschwache Akkus oder Wackelkontakte an Netzteil oder gar Scharnier sind keine Seltenheit. Mitunter fehlt das Betriebssystem. Wer sich hier nicht genau auskennt, sollte die Finger davon lassen.

Worauf sollte ich ansonsten beim Kauf achten?

Fragen Sie in jedem Fall nach der Herstellergarantie, nicht zu verwechseln mit der Gewährleistungspflicht des Händlers. Da Notebook-Reparaturen oft sehr teuer werden, kann eine mehrjährige Herstellergarantie viel wert sein. Die Garantie-Bedingungen wimmeln allerdings manchmal vor Einschränkungen. So nehmen die Hersteller ausgerechnet den Akku gerne als Verschleißteil von der Garantie aus. Ein neuer Akku kann 70 Euro, aber auch 150 Euro und mehr kosten. Da kaum ein Akku mehrere Jahre ohne starken Leistungsverlust durchhält, sollten Sie sich vor dem Kauf über den Preis eines Ersatzakkus informieren. Dazu reicht meist eine kurze Internetrecherche.

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