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Medion Akoya P8610 - Test Dezember-Notebook von Aldi

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Medion Akoya P8610  

Medion Akoya P8610:18,4-Zoll-Notebook im Test

11.12.2008, 12:02 Uhr | pcwelt.de, PC-Welt

Medion Akoya P8610 - Test Dezember-Notebook von Aldi. Notebook von Aldi im Test: Medion Akoya P8610 (Foto: pcwelt)

Notebook von Aldi im Test: Medion Akoya P8610 (Foto: pcwelt)

Bereits im Oktober verkaufte Aldi für 799 Euro ein Medion-Notebook mit einem 16:9-Display: Das Display im Akoya P6612 war aber nur 16 Zoll groß. Jetzt geht Aldi in die vollen und bietet für den gleichen Preis das Medion Akoya P8610 mit einem 18,4-Zoll großen Display an.

Dafür hat Medion am Prozessor gespart: Im neuen Aldi-Notebook sitzt der Core 2 Duo T5800, der mit 2,0 GHz arbeitet. Er arbeitet mit dem Merom-Kern und entspricht weitgehend dem Core 2 Duo T7250, den Intel Mitte letzten Jahres vorstellte. Im Oktober-Notebook von Aldi steckte dagegen der Core 2 Duo P7350 mit Penryn-Kern, der zwar ebenfalls mit 2 GHz taktet, aber einen größeren L2-Cache (3 MB statt 2 MB) mitbringt, in einem fortschrittlicheren Verfahren gefertigt ist (45 statt 65 Nanometer) und stromsparender arbeitet (25 Watt Thermal Design Power statt 35 Watt).

Abgesehen vom Prozessor ähneln sich die Ausstattung der beiden Notebooks: Auch im aktuellen Aldi-Laptop stecken 4 GB Arbeitsspeicher (zwei DDR2-800-Riegel), eine 320-GB-Festplatte von Western Digital sowie ein DVD-Brenner von TSST.

Das P8610 hat Medion mit einem schicken dunkelgrauen Glanzlackdeckel versehen sowie mit einer schwarzen Glanzlackierung für die Handballenablage. Auch das Touchpad passt sich diesem Design an. Die Glanzlackerung wirkt sehr schick, man sieht aber auf ihr jeden Fingerabdruck: Das Medion Akoya P8610 sieht bereits nach kurzem Gebrauch fleckig und abgegriffen aus, wenn man nicht putzt. Links neben der Tastatur sind blau hinterleuchtete Multimedia-Tasten platziert. Sie sind ebenso wie die blauen Status-Anzeigen über dem Touchpad aber nicht besonders gut zu erkennen.

Auf dem Notebook ist die 32-Bit-Version von Windows Vista Home Premium samt SP1 installiert. Wie beim letzten Aldi-PC legt Medion aber auch eine Recovery-DVD mit der 64-Bit-Version von Home Premium bei. Auf einer zweiten DVD finden sich auch die passenden Treiber.

Das große Display zeigt eine Auflösung von 1680 x 945 und besitzt damit das filmtaugliche Seitenformat 16:9. Besonderheit: Medion setzt ein entspiegeltes Panel ein, Multimedia-Notebooks gibt es sonst eigentlich nur mit einem spiegelnden Glare-Display. Beim neuen Aldi-Notebook muss man sich deswegen kaum Gedanken machen, unter welchen Lichtverhältnissen man es nutzen will.

Fürs Film- und Fernsehschauen wünscht man sich ein helles Notebook-Display, das einen guten Kontrast und knackige Farben zeigt. Das Display im P8610 erfüllt diese Anforderungen nicht wirklich: Die Helligkeit liegt im Mittel bei 187 cd/m2, nur im Zentrum erreicht sie über 200 cd/m2. Beim Kontrast maßen wir einen bescheidenen Wert von 92:1. Farben stellt es ordentlich neutral dar, auch Hauttöne gelingen sehr natürlich. Allerdings wirken die Farben matt, nicht satt und leuchtend wie man es sich bei der DVD- und TV-Wiedergabe wünscht.

3D- und Systemleistung

Neben dem großen Display fällt am Aldi-Notebook vor allem die Grafiklösung auf: Medion setzt auf die Hybrid-SLI-Technik von Nvidia. Das Akoya P8610 besitzt zwei Grafikeinheiten, beide kommen von Nvidia und unterstützen DirectX 10: Eine sitzt im Chipsatz Geforce 9100M G. Sie holt sich 256 MB vom Arbeitsspeicher. Die andere ist die Mitteklasse-Grafikkarte Geforce 9600M GS. Ihr hat Medion 512 MB lokalen Speicher spendiert.

Zwischen den beiden Grafiklösungen schaltet man mit einer Sensortaste um, die links neben der Tastatur platziert ist. Rund drei Sekunden benötigt das System für den Wechsel, ein Neustart ist nicht notwendig. Auch über das Windows-Energieschema lässt sich der Grafikkartenwechsel beeinflussen: Im standardmäßig aktiven Schema Ausbalanciert ist beim Betrieb am Netzteil die Grafikkarte aktiv. Wechselt man in den Akkubetrieb, übernimmt der Chipsatz die Grafikausgabe.

Bei unserem Modell gelang das Umschalten nicht immer völlig unproblematisch: Häufig öffnete sich nach dem Druck auf den Hybrid-SLI-Schalter ein Menüfenster für die Dual-Monitor-Konfiguration. Nach einem Neustart ist immer die 3D-Karte eingeschaltet – das Notebook merkt sich die zuletzt gewählte Einstellung nicht. Welche Grafikkarte aktiv ist, zeigt ein Icon im Systray: Boost Performance ist bei der Geforce 9600M GS aktiv. Wenn die Chipsatzgrafik im Einsatz ist, steht im Icon Save power.

Die 3D-Leistung der Grafikkarte ist für die hohe Displayauflösung des P8610 etwas zu schwach. In der maximalen Auflösung von 1680 x 945 kann sie nur ältere DirectX9-Spiele ruckelfrei wiedergeben. Dafür kann man dann meist auch Kantenglättung optimieren.

In aktuellen Spielen schafft sie nur bis 1280 x 754 Bildpunkte noch flüssige Bildraten, zum Beispiel 30 Bilder pro Sekunde bei World in Conflict. Erhöht man die Auflösung, läuft's nicht mehr ganz ruckelfrei, World in Conflict lieferte beispielsweise nur noch 24 Bilder pro Sekunde.

Die Chipsatzgrafik Geforce 9100M G liegt auf dem Temponiveau älterer Einstiegsgrafikkarten wie der Geforce 8400M GS: Sie schaffte im 3D Mark 06 1388 Punkte.

Im Leistungstest Sysmark 2007 schaffte das Medion-Notebook 94 Punkte. Das ist okay für diese Preisklasse und entspricht dem, was auch andere Notebooks mit dem Core 2 Duo T5800 leisten. Aktuelle Centrino-2-Laptops sind rund 20 Prozent schneller als das Medion Akoya P8610. Auch das Aldi-Notebook vom Oktober schnitt mit 114 Punkten im Sysmark 2007 besser ab.

Ausstattung

Wie bei Aldi üblich befindet sich im Verkaufskarton viel mehr als nur das Notebook. Beim Medion Akoya P8610 gibt's als Extras eine DVB-T-Tunerkarte für den Expresscard-Einschub. Eine passende DVB-T-Antenne nebst Standfuß ist ebenfalls mit dabei. Über einen mitgelieferten Adapter mit Standard-Antennenstecker kann man auch eine andere Antenne an die Expresscard anschließen. Der weitere Lieferumfang umfasst eine Notebook-Tragetasche, eine USB-Maus sowie eine Fernbedienung.

Medion verzichtet beim Akoya P8610 auf ein Modem. Dafür bietet das Notebook einen Netzwerkanschluss mit Gigabit-Tempo. Das WLAN-Modul unterstützt den Vor-Standard Draft-11n: Medion nutzt aber nicht ein Modul von Intel, sondern setzt auf einen WLAN-Karte mit Atheros-Chipsatz. Bluetooth unterstützt das Notebook nicht.

Beim Medion Akoya P8610 sind alle Schnittstellen links und rechts am Gehäuse platziert. Damit sind sie zwar leicht zugänglich. Wenn man aber viele Peripheriegeräte ansteckt, führt das zu Kabelsalat auf dem Schreibtisch. Besser wäre es, wenn Anschlüsse für Monitor und Netzwerk hinten am Gehäuse sitzen.

Auf der linken Seite befinden sich die Ausgänge für einen externen Monitor, den man per VGA oder HDMI anschließen kann. Die Buchse neben den zwei USB-Anschlüssen ist nur mit eSATA beschriftet: Es ist aber eine Kombi-Buchse, die nicht nur E-SATA-, sondern auch USB-Geräte unterstützt, insgesamt bietet das Medion Akoya P8610 also vier USB-Anschlüsse.

Akkutest und Betriebsgeräusch

Im Akkubetrieb hielt das Medion Akoya P8610 knapp 3,5 Stunden durch. Für diese Displaygröße ist das ein respektables Ergebnis, das Medion vor allem durch den üppigen 9-Zellen-Akku (69 Wh) im Akoya P8610 erreicht. Denn die Leistungsaufnahme des Notebooks im Akkubetrieb ist mit über 20 Watt recht üppig, trotz der im Akkubetrieb aktivierten Chipsatzgrafik. Zum Vergleich: Das 16-Zoll-Notebook Medion Akoya P6612 schaffte im Akkubetrieb mit der Geforce 9600M GS knapp vier Stunden Laufzeit bei einer Leistungsaufnahme von 17,5 Watt.

Das Medion Akoya P8610 ist natürlich kein Leichtgewicht: Es wiegt 3,84 Kilogramm und ist deshalb für den häufigen Einsatz unterwegs ungeeignet. Zum kurzen Herumtragen, beispielsweise zwischen Arbeits- und Wohnzimmer, ist es damit aber nicht zu schwer.

Der Lüfter im Medion Akoya P8610 dreht sich häufig – auch wenn das Notebook nur wenig zu tun hat. Dabei wechselt er oft die Drehgeschwindigkeit und verändert damit seine Lautstärke, ziemlich störend. Dass Medion die Lüfterregelung nicht optimal hinbekommen hat, zeigt sich auch beim Test unter voller Last: Der Lüfter brummt mit lauten 2,2 Sone. Schaltet man die 3D-Karte ab und nutzt nur die Chipsatzgrafik, reduziert sich der Lärm etwas auf 1,7 Sone. Möglicherweise bessert Medion hier per Bios-Update demnächst nach.

Fazit

So viel Bildschirm bekommen Sie zu diesem Preis bei keinem anderen Notebook. Wer einen Laptop als PC-Ersatz sucht und vor allem nach einem großen Display verlangt, liegt deshalb mit dem Medion Akoya P8610 richtig. Die Ausstattung ist umfangreich, das Rechentempo ordentlich. Auch die 3D-Leistung reicht für Gelegenheitsspieler auf jeden Fall aus. Als Bonbon kommt noch die respektable Akkulaufzeit hinzu, die man allerdings bei einem derartig großen Notebook nur selten in Anspruch nehmen wird.

Der günstige Preis hat aber auch Nachteile: Zum großen Display hätte ein Blu-ray-Laufwerk gut gepasst, denn das 16:9-Seitenformat verlangt geradezu nach der Wiedergabe von High-Definition-Inhalten. Die Bildqualität des Medion Akoya P8610 ist okay, die Displays hochwertigerer Multimedia-Notebooks liefern aber bessere Helligkeit und Kontrast sowie knackigere Farben.

Einen Minuspunkt gibt es auch für den unter Last sehr lauten Lüfter. Die Hybrid-SLI-Lösung ist noch nicht ganz fehlerlos integriert: Immerhin ist für das Umschalten zwischen den beiden Grafikkarten kein Neustart notwendig. Der Mehrwert von Hybrid-SLI wird beim Medion P8610 aber nicht klar: Zwar verbessert sich die Akkulaufzeit durch das Umschalten auf die Chipsatzgrafik, das fast vier Kilogramm schwere Notebook wird man aber wohl meist an der Steckdose betreiben.

Testergebnisse und technische Daten

Aldi-Notebook (Dezember 2008)

Medion Akoya P8610

Anbieter

Aldi

Weblink

www.aldi.de

Preis

799 Euro

Medion Akoya P8610

TESTERGEBNIS

Benchmarks

Sysmark 2007

94 Punkte

3D Mark 06

4102 3D-Marks

Akkulaufzeit

204 Minuten

Display

Max. Helligkeit

208 cd/m²

Min. Helligkeit

38 cd/m²

Durchschn. Helligkeit

187 cd/m²

Helligkeitsverteilung

83 %

Max. Kontrast

92:1

Betriebsgeräusch

Ruhe

24,8 dB(A) / 0,5 Sone

Last

37,6 dB(A) / 2,2 Sone

Gewicht

Notebook

3,84 kg

Netzteil

0,740 kg

Medion Akoya P8610

TECHNISCHE DATEN

Prozessor

Intel Core 2 Duo T5800 (2,0 GHz)

Arbeitsspeicher

4096 MB, DDR2-800

Grafikchip

Nvidia Geforce 9600M GS, 512 MB

Display

18,4 Zoll, 1680 x 945

Festplatte

Western Digital Scorpio; 320 GB

optisches Laufwerk

TSST SN-S083A (DVD-Brenner, unterstützte Medientypen: DVD+R/+RW/+R DL/-R/-RW/-R DL/-RAM/CD-R/-RW)

Fingerprint-Scanner

nein

Betriebssystem

Windows Vista Home Premium SP1 (32 Bit, 64 Bit liegt als Recovery-DVD bei)

Kommunikation

Modem

nein

Ethernet

1x (1x links)

10/100 Mbit/s

nein

10/100/1000 Mbit/s

ja

WLAN

802.11n

Bluetooth

nein

Schnittstellen Peripherie

3x USB (1x rechts, 2x links), 1x Expresscard (1x links, 54), 1x Kartenleser (1x links, SD, MS/Pro, Xd), 1x USB/e-SATA (1x links)

Schnittstellen Video

1x VGA (1x links), 1x HDMI (1x links), 1x Webcam

Schnittstellen Audio

Mikrofon

ja

Kopfhörer

ja

Line-In

nein

S/P-Dif out

ja

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