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Medion Akoya P7610 - Test Aldis 17 Zoll Blu-ray-Notebook

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Medion Akoya P7610

Medion Akoya P7610: 17,1-Zoll-Notebook im Test

19.01.2009, 14:02 Uhr | pcwelt.de, PC-Welt

Medion Akoya P7610: 17,1-Zoll-Notebook im Test. Aldi-Notebook mit Blu-Ray-Laufwerk (Foto: pcwelt)

Aldi-Notebook mit Blu-Ray-Laufwerk (Foto: pcwelt)

 

Im NotebookMedion Akoya P7610, das Aldi-Nord ab dem 19. Januar verkauft, steckt das Blu-ray-Laufwerk Matsushita BD-CMB UJ-120. Das Laufwerk spielt Blu-ray-Medien mit maximal zweifachem Tempo ab, kann aber keine Blu-ray-Rohlinge beschreiben. Dafür brennt es alle DVD-Formate – also auch doppellagige und -RAM-Medien. Ein Blu-ray-Film, um die HD-Wiedergabe sofort auszuprobieren, liegt dem Medion Akoya P7610 aber nicht bei.

Um das Notebook mit Blu-ray-Laufwerk so günstig anbieten zu können, muss Medion an anderer Stelle sparen: Beispielsweise besitzt das Display im Akoya P7610 das übliche Breitbild-Format von 16:10. Für die Filmwiedergabe wäre ein 16:9-Display besser – wie es beispielsweise das Medion Akoya P6612 besitzt, das Aldi für 799 Euro Ende Oktober 2008 verkaufte. Außerdem zeigt das Display im Akoya P7610 keine Full-HD-Auflösung, sondern 1440 x 900 Bildpunkte. Das ist allerdings nicht wirklich schlimm, da ein Qualitätsunterschied zwischen HD-Filmen in 720p und der Full-HD-Auflösung 1080i/p auf einem 17-Zoll-Display nicht auffällt.

Medion setzt im Akoya P7610 ein entspiegeltes Display ein – für ein Multimedia-Notebook keine ideale Lösung. Denn meist zeigt ein Glare-Display mit spiegelnder Oberfläche knackigere Farben und wirkt heller als ein mattes Display: Gerade bei der Filmwiedergabe ist das von Vorteil. Ein großes Notebook wie das P7610 steht außerdem meist an einem festgelegten Platz und wird kaum mobil genutzt: Den Stellplatz kann man daher so einrichten, dass störende Reflexionen vermieden werden können. Es hätte also nichts gegen ein Glare-Display im Aldi-Notebook gesprochen.

Die maximale Helligkeit des Displays liegt bei 176 cd/m2, im Durchschnitt maßen wir 152 cd/m2 – Mittelmaß. Auch die Messwerte für Leuchtdichteverteilung (79 %) und Kontrast (104:1) fielen nur durchschnittlich aus. Dieser Eindruck bestätigte sich auch in der subjektiven Bewertung: Farben gibt das P7310 recht neutral, aber etwas matt wieder. Bei der Filmwiedergabe bevorzugen die meisten Anwender aber eher knallige Farben – damit kann das Medion Akoya P7610 nicht aufwarten.

Wenig überzeugend zeigte sich das Aldi-Notebook auch beim Sound. Trotz des auf der Unterseite integrierten Subwoofers waren keine Tiefen wahrzunehmen, die kleinen Lautsprecher oberhalb der Tastatur klangen extrem blechern. Für filmechte Sounduntermalung führt kein Weg um den Anschluss an eine AV-Anlage herum. Einen passenden optischen Digitalausgang bietet das Medion P7610 auf der Vorderseite - für den Festanschluss an die Stereoanlage ist das eher unbequem. Um einen Kopfhörer an den Audio-Ausgang links daneben anzuschließen, ist die Position an der Gehäusefront aber sehr bequem – über Ohrstöpsel klingt der Ton auch etwas besser.

Rechenleistung und Ausstattung

Gespart hat Medion auch bei der Hardware: Statt auf einen Core 2 Duo Prozessor wie in den beiden letzten Aldi-Notebooks setzt Medion im Akoya P7610 auf den Pentium Dual Core T3400 mit 2,16 GHz und 1 MB L2-Cache. Damit schaffte das Aldi-Notebook im Sysmark 2007 ordentliche 88 Punkte. Beim Office-Test fiel sein Ergebnis mit 73 Punkten aber schlechter als erwartet aus.

Viele Notebooks in dieser Preisklasse arbeiten mit dem Core 2 Duo T5800 und sind rund zehn bis 15 Prozent schneller als das P7610, bieten aber auch kein Blu-ray-Laufwerk. Insofern kann man den etwas schwächeren Prozessor verschmerzen, zumal er keine Probleme bei der Blu-ray-Wiedergabe hatte: Die CPU-Last stieg selten über 25 Prozent.

Hier kommt außerdem die Grafikkarte ins Spiel: Die Nvidia Geforce 9500M GS nimmt dem Prozessor beim Blu-ray-Decoding etwas Arbeit ab. Allerdings ist auch die Grafikkarte eher ein Spar- als ein Topmodell: Nvidia stellte sie vor rund einem Jahr vor, doch die Geforce 9500M GS ist mehr oder weniger identisch zur noch älteren Geforce 8600M GT. Medion taktet ihn allerdings im Akoya P7610 mit 300 MHz deutlich langsamer als andere Notebook-Hersteller: Daher schaffte er im 3D Mark 06 auch nur 3006 Punkte – normalerweise liegt der Geforce 9500M GS eher bei 4000 Punkten. Auf dem Medion Akoya P7610 wird man also nur ältere DX9-Spiele ruckelfrei in der maximalen Displayauflösung spielen können. Für aktuelle Spiele muss man auf 1280 x 800 Bildpunkte zurückgehen und/oder Effekte reduzieren. Für DX10-Spiele in ansprechender Bildqualität ist die Grafikkarte zu langsam.

Eine weitere Sparmaßnahme beim günstigen Blu-ray-Notebook: Medion verzichtet auf die normalerweise üppigen Beigaben. Beim Akoya P7610 findet sich beispielsweise keine DVB-T-Karte oder USB-Maus. Auch eine Tragetasche war zu diesem Preis scheinbar nicht mehr drin. Einzig ein DVI-VGA-Adapter spendiert Medion: So lässt sich auch ein analoger Monitor ans Akoya P7610 anschließen, denn es verfügt mit HDMI und DVI-I nur über zwei digitale Monitorausgänge.

Ansonsten bietet das Medion Akoya P7610 ausreichend Schnittstellen für den Anschluss von Peripheriegeräten – zum Beispiel vier USB-Ports. Je zwei liegen allerdings übereinander, so dass etwa ein dicker USB-Stick die zweite Buchse verdeckt. Firewire und Modem besitzt das Aldi-Notebook nicht. Auch ein e-SATA-Anschluss fehlt. Vernetzen lässt es sich aber per Kabel über Fast-Ethernet und über Funk per 11n-WLAN.

Software und Verarbeitung

Die Software-Ausstattung ist aber gewohnt umfangreich: Neben einer Recovery- und Treiber-DVD legt Medion Microsoft Works 9 bei. Auf dem Notebook installiert ist unter anderem Wiso Mein Geld 2009 und Wiso Sparbuch 2009 sowie Core Media One und Coreldraw Essential Edition 3. Die Blu-ray-Wiedergabe übernimmt Cyberlinks Power DVD 8. Die Cyberlink-Software hat Medion auch ins Windows Media Center (WMC) integriert: WMC kann normalerweise keine Blu-ray-Scheiben wiedergeben. Will man eine Blu-ray im WMC über die Option Play Movie abspielen, übernimmt Medion My Video die Wiedergabe, das auf dem Cyberlink-Programm basiert.

Gespart hat sich Medion übrigens beim Akoya P7610 auch eine 64-Bit-Version von Windows – eine entsprechende Recovery-DVD lag dem Dezember-Notebook und auch dem letzten Aldi-PC bei. Wie unser Test zeigte, war die Installation des 64-Bit-Windows aber nicht ganz problemlos.

Beim Medion Akoya P7610 ist eine 64-Bit-Version aber nicht notwendig: Im Notebook sitzen in zwei Steckplätzen insgesamt 3 GB Arbeitsspeicher, die die installierte 32-Bit-Version von Vista Home Premium auch voll nutzen kann.

Auch beim Design gibt sich das neue Aldi-Notebook bescheidener als die Vorgänger: Statt Klavierlack präsentiert das Akoya P7610 einen mattschwarzen Displaydeckel und eine mattsilberne Handballenablage. Insgesamt wirkt das Design des Kunststoffgehäuses wenig aufregend und sieht nicht nach Multimedia-Notebook aus. Dafür ist das Gehäuse aber solide verarbeitet.

Akkulaufzeit

Medion baut einen üppigen 9-Zellen-Akku (77 Wh) ins Akoya P7610 ein. Trotz des großen Akkus wiegt das Aldi-Notebook nur 3,28 Kilogramm – für ein 17-Zoll-Notebook ist das wenig. Das Netzteil mit Ein-/Ausschalter bringt 520 Gramm auf die Waage. Im Akkutest lief das Medion P7610 3:20 Stunden – ein gutes Ergebnis. Beim Abspielen eines Blu-ray-Films musste das P7610 nach 1:50 Stunde wieder an die Steckdose – um unterwegs längere Filme anzuschauen, reicht also auch der 9-Zellen-Akku nicht.

Tastatur mit Ziffernblock

Medion nutzt das breite Gehäuse, um rechts neben der Tastatur einen zusätzlichen dreispaltigen Ziffernblock zu integrieren. Zehnfinger-Schreiber werden sich daran stören, dass das Touchpad nicht mittig unter der Leertaste liegt, sondern leicht nach rechts verschoben ist: In der Standard-Schreibposition liegt dann meist der rechte Daumen auf dem Touchpad, das sich auch nicht durch eine Tastenkombination bequem deaktivieren lässt.

Der Lüfter im Medion Akoya P7610 ist häufig auch dann in Betrieb, wenn das Notebook nichts zu tun hat: In leiser Umgebung ist er deutlich hörbar. Steht das Notebook länger unter Last dreht er maximal auf 1,4 Sone auf – bei der Filmwiedergabe stört das nicht.

Fazit

Das Medion Akoya P7610 bietet einen günstigen Einstieg in die Welt von Blu-ray und High-Definition. Allerdings bleibt aufgrund der mittelmäßigen Displayqualität und der schwachen Lautsprecher beim Akoya P7610 viel vom HD-Filmvergnügen auf der Strecke – das Blu-ray-Laufwerk bietet also keinen echten Mehrwert, außer man nutzt das P7610 als Zuspieler für einen hochwertigen HD-Fernseher.

Das Blu-ray-Laufwerk ist also vor allem ein Lockmittel – denn ein gutes Multimedia-Notebook ist das Medion Akoya P7610 nicht. Doch abgesehen davon ist das neue Aldi-Notebook ordentlich ausgestattet und der Preis geht für ein 17-Zoll-Notebook durchaus in Ordnung: Vor allem, wenn man die Aldi-typische umfangreiche Software-Ausstattung und die dreijährige Garantie berücksichtigt.

Testergebnisse und technische Daten

Notebooks bis 1000 Euro

Medion Akoya P7610

Anbieter

Aldi Nord

Weblink

www.aldi.de

Preis

699 Euro

Medion Akoya P7610

TESTERGEBNIS

Benchmarks

Sysmark 2007

88 Punkte

3D Mark 06

3006 3D-Marks

Akkulaufzeit

3:20 Stunden

Display

Max. Helligkeit

176 cd/m²

Min. Helligkeit

26 cd/m²

Durchschn. max. Helligkeit

152 cd/m²

Helligkeitsverteilung

79 %

Max. Kontrast

104:1

Betriebsgeräusch

Ruhe

22,5 dB(A) / 0,3 Sone

Last

34,0 dB(A) / 1,4 Sone

Gewicht

Notebook

3,28 kg

Netzteil

0,520 kg

Medion Akoya P7610

TECHNISCHE DATEN

Prozessor

Intel Pentium Dual-Core T3400 (2,16 GHz)

Arbeitsspeicher

3072 MB, DDR2-667

Grafikchip

Nvidia Geforce 9500M GS, 512 MB

Display

17,1 Zoll, 1440 x 900

Festplatte

Western Digital Scorpio; 320 GB

optisches Laufwerk

Mathsushita BD-CMB UJ-120 (Blu-Ray-Laufwerk, unterstützte Medientypen: BD-ROM/DVD+R/+RW/+R DL/-R/-RW/-R DL/-RAM/CD-R/-RW, Tempo: 2-/8-/8-/4-/8-/6-/4-/5-/24-/16fach)

Fingerprint-Scanner

nein

Betriebssystem

Windows Vista Home Premium SP1

Kommunikation

Modem

nein

Ethernet

1x (1x links)

10/100 Mbit/s

ja

10/100/1000 Mbit/s

nein

WLAN

802.11n

Bluetooth

nein

Schnittstellen Peripherie

4x USB (2x rechts, 2x hinten), 1x Expresscard (1x links, 54), 1x Kartenleser (1x vorne, SD, MS/Pro, Xd)

Schnittstellen Video

1x DVI-I (1x hinten), 1x HDMI (1x hinten), 1x Webcam

Schnittstellen Audio

Mikrofon

ja

Kopfhörer

ja

Line-In

nein

S/P-Dif out

optisch

 
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