15.02.2009, 12:13 Uhr | pcwelt.de, PC-Welt
Mit zwei Mobility Radeon HD3870 – ATIs derzeitigem Top-Modell – bestückt Alienware das M17. Jeder der beiden Grafikchips bringt 320 Shader mit. Trotz der Grafikpower baut Alienware ein 17-Zoll-Display mit nur 1440 x 900 Bildpunkten statt eines höher auflösenden Displays ein – eine kluge Entscheidung: Viele Spiele-Notebooks protzen mit einer hohen Displayauflösung, die man aber beim Spielen wieder reduzieren muss, weil der Grafikchip dafür zu langsam ist.
Alienware versieht das M17 mit einer matt-schwarzem Lackierung – nur der Rahmen ums Display glänzt. Die Handballenablage fühlt sich ebenso wie der Deckel angenehm gummiert an. Das Gehäuse ist ordentlich verarbeitet, nur am unteren Displayrand liegt ein sichtbarer Spalt zwischen Panel und Rahmen.
Tempo
Im 3D Mark 06 erzielte das Alienware M17 einen neuen Rekordwert – 12.458 Punkte! Auch in den Spiele-Benchmarks bewies die Crossfire-Kombination ihre Schlagkraft: Bei World in Conflict reicht es auch im DX10-Modus mit 33 Bildern pro Sekunde für flüssige Bildraten. In der DX9-Einstellung wuppte das M17 sogar 66 Bilder pro Sekunde. Auch Far Cry 2 ließ sich ruckelfrei im DX10-Modus spielen: Hier schaffte das Alienware M17 31 Bilder pro Sekunde.
Als Betriebssystem ist die 64-Bit-Version von Windows Vista Home Premium installiert: Die eingebauten 4 GB Arbeitsspeicher lassen sich also voll nutzen. Damit schneidet das M17 auch in speicherintensiven Anwendungen wie Bild- und Videobearbeitung gut ab. Insgesamt erreicht das Notebook im Sysmark 2007 sehr gute 126 Punkte: Dass es nicht zu mehr reicht, liegt vor allem an der Festplatte, die dank hoher Umdrehungszahl zwar eine flotte Zugriffszeit vorweisen kann, beim sequentiellen Datentransfer aber nicht ganz vorne mitspielt.
Alienware M17: Spiele-Leistung | |
World in Conflict | Bilder pro Sekunde |
1440 x 900 (DX10) | 33 |
1440 x 900 (DX9) | 62 |
Far Cry 2 | |
1440x900 (DX10) | 31 |
1440x900 (DX9) | 57 |
Ausstattung
Die Festplatte drückt auch aufgrund ihrer geringen Kapazität – nur 160 GB – die Ausstattungsnote des Alienware M17. Wer mehr Speicherplatz benötigt, kann auch den zweiten HDD-Schacht mit einer Festplatte bestücken. Ansonsten gibt es wenig zu meckern: Zwar besitzt das Alienware-Notebook kein Blu-ray-Laufwerk, sondern nur einen DVD-Brenner, dafür geht es aber bei dem Netzwerk-Equipment mit Gigabit-LAN, 11n-WLAN und Bluetooth in die Vollen. An vier USB-Buchsen lässt sich Peripherie anschließen, ein Port ist als e-SATA/USB-Kombi-Buchse ausgelegt. Den Zugriff aufs Notebook kann man über den Fingerprint-Leser oder eine Gesichtserkennung per Webcam sichern.
Ergonomie
Das Display des M17 ist entspiegelt – damit kann man auch unter verschiedenen Lichtverhältnissen das Notebook problemlos nutzen. Allerdings ist es nicht besonders hell – im Mittel maßen wir nur 143 cd/m2. Farben stellte es natürlich dar, aber nicht besonders knackig. In hellen Bereichen löste das Display nicht alle Details auf, für die meisten Spiele ist aber die dunkle Seite wichtiger: Hier leistete sich das Alienware M17 keine Schwächen. Die Lüfter drehen fast ständig, sind aber nicht besonders laut. Nur unter voller Last erreichten sie eine störende Lautstärke.
Mobilität
Wenigstens ist das Alienware M17 leichter als ein Midi-Tower – für ein Notebook ist es nämlich mit 4,34 Kilogramm plus 1,44 Kilogramm fürs Netzteil sehr schwer. Die Akkulaufzeit beträgt zwei Stunden bei Standardanwendungen, dabei gönnt sich das Alienware M17 fast 40 Watt – mehr als doppelt so viel wie ein Notebook mit Chipsatzgrafik.
Handhabung
Das große Gehäuse des Alienware M17 bietet viel Platz für die Tastatur, zum Beispiel auch für einen dreispaltigen Ziffernblock. Außerdem kann man seine Hände beim Schreiben bequem auf der großzügig dimensionierten Handballenablage positionieren. Die stabile Tastatur besitzt einen deutlichen Anschlag und bleibt auch beim schnellen Tippen leise – sehr gut. Eher ein Gimmick als nützlich: Die Tasten sind beleuchtet – allerdings sehr ungleichmäßig.
Fazit Alienware M17
Für Spieler ist die Crossfire-Kombination im Alienware M17 derzeit das Optimum. Dass das Notebook sehr teuer und nicht für unterwegs geeignet ist, liegt in der Natur von Spiele-Laptops. Aber ein helleres Display und eine größere Festplatte hätte man schon erwarten dürfen.
Alternativen
Das Asus G71V ist bei Standard-Anwendungen schneller und bringt mehr Festplatten-Platz sowie ein Blu-ray-Laufwerk mit. Es besitzt mit der Geforce 9700M GT allerdings eine leistungsschwächere Grafikkarte.
Notebook über 1000 Euro | |
Alienware M17 | |
Wertung (max. 100 Punkte) | 48 |
Anbieter | Alienware |
Weblink | |
Preis | rund 2180 Euro |
Hotline | 0800/100 5079 |
Garantie | 24 Monate |
Alienware M17 | |
BEWERTUNG (0-100 Punkte) | |
Tempo (20%) | 76 |
Ausstattung (20%) | 53 |
Mobilität(15%) | 15 |
Ergonomie (20%) | 33 |
Handhabung (15%) | 45 |
Service (10%) | 69 |
Gesamtergebnis | 48 |
Alienware M17 | |
TESTERGEBNIS | |
Benchmarks | |
Sysmark 2007 | 126 Punkte |
3D Mark 06 | 12.458 3D-Marks |
Akkulaufzeit | 120 Minuten |
Display | |
Max. Helligkeit | 163 cd/m² |
Min. Helligkeit | 131 cd/m² |
Durchschn. Helligkeit | 143 cd/m² |
Helligkeitsverteilung | 80 % |
Max. Kontrast | 99:1 |
Betriebsgeräusch | |
Ruhe | 22,2 dB(A) / 0,3 Sone |
Last | 32,5 dB(A) / 1,4 Sone |
Gewicht | |
Notebook | 4,340 kg |
Netzteil | 1,440 kg |
Alienware M17 | |
TECHNISCHE DATEN | |
Prozessor | Intel Core 2 Duo T9400 (2,53 GHz) |
Arbeitsspeicher | 4096 MB, DDR3-1066 |
Grafikchip | 2x ATI Mobility Radeon HD3870, 1024 MB |
Display | 17 Zoll, 1440 x 900 |
Festplatte | Seagate Momentus 7200.2; 149,1 GB |
optisches Laufwerk | Optiarc AD-7590S (DVD-Brenner, unterstützte Medientypen: DVD+R/+RW/+R DL/-R/-RW/-R DL/-RAM/CD-R/-RW, Tempo: 8-/8-/4-/8-/6-/4-/5-/24-/24fach) |
Fingerprint-Scanner | ja |
Betriebssystem | Windows Vista Home Premium SP1 |
Kommunikation | |
Modem | nein |
Ethernet | 1x (1x hinten) |
10/100 Mbit/s | nein |
10/100/1000 Mbit/s | ja |
WLAN | 802.11n |
Bluetooth | ja |
Schnittstellen Peripherie | 3x USB (2x rechts, 1x hinten), 1x Firewire (1x rechts), 1x Expresscard (1x links, 54), 1x Kartenleser (1x links, SD, MS), 1x e-SATA (1x hinten) |
Schnittstellen Video | 1x HDMI (1x hinten), 1x Webcam |
Schnittstellen Audio | |
Mikrofon | ja |
Kopfhörer | ja |
Line-In | nein |
S/P-Dif out | ja |
Quelle: pcwelt.de, PC-Welt
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