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Medion Akoya P6618: 16 Zoll Multimedia-Notebook von Aldi im Test

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Medion Akoya P6618

Medion Akoya P6618: 16-Zoll-Notebook im Test

28.04.2009, 12:58 Uhr | pcwelt.de, PC-Welt

Medion Akoya P6618: 16-Zoll-Notebook im Test. Aldi-Notebook im Test: Medion Akoya P6618 (Foto: pcwelt)

Aldi-Notebook im Test: Medion Akoya P6618 (Foto: pcwelt)

 

Ein Notebook mit 16-Zoll-Display bietet mehr Bildschirmplatz und eine größere Tastatur als ein 15,4-Zoll-Laptop. Andererseits ist es handlicher als ein 17-Zoll-Mobilrechner. Deshalb gewinnt diese Bildschirmgröße derzeit viele Freunde – nicht zuletzt, weil die Displays im 16:9-Seitenformat besser für die DVD-Wiedergabe geeignet sind als der 16:10-Bildschirm eines 15,4- oder 17-Zoll-Notebooks.

Medion nimmt diesen Trend mit dem aktuellen Aldi-Notebook Akoya P6618 auf: Sein 16-Zoll-Display zeigt eine Auflösung von 1366 x 768 Bildpunkten – nicht genug um Full-HD-Filme pixelgetreu wiederzugeben. Einem anderen Trend folgt das neue Aldi-Notebook dagegen nicht unbedingt: Dem zum schönen Laptop.

Der Deckel des Akoya P6618 ist mit schwarzem Glanzlack versehen, die Handballenablage in mattem Grau gehalten, die Gehäuseunterseite ist schwarz: Das Design des Kunststoffgehäuses wirkt schlicht. Verglichen mit anderen Notebooks – selbst einigen in der günstigen Preisklasse des Akoya P6618 – sieht das P6618 langweilig aus. Den einzigen Farbklecks setzt der blau beleuchtete Einschaltknopf. Wenigstens ist die Handballenablage recht unempfindlich gegen Fingerabdrücke.

Rechenleistung: Kein Überflieger, aber schnell genug

Im aktuellen Aldi-Notebook steckt der Core 2 Duo T6600 mit 2,2 GHz. Er stammt aus der T6000er-Serie – das derzeitige Mittelklasse-Angebot von Intel – und basiert auf dem in 45-Nanometer-Architektur gefertigten Penryn-Kern. Im CPU-Benchmark Cinebench R10 erreichte der Prozessor 4408 Punkte – damit ist er zehn Prozent schneller als sein kleinerer Bruder T6400 mit 2 GHz. Zum Vergleich: Der AMD Turion X2 RM-70 mit 2 GHz, der oft in Notebooks für rund 600 Euro zu finden ist, kommt in diesem Test auf 3071 Punkte.

Für die Systemgeschwindigkeit kommt es neben der CPU auch auf Arbeitsspeicher und Festplatte an. Im Sysmark 2007 kommt das Medion Akoya P6618 auf 101 Punkte: Das ist für diese Preisklasse in Ordnung. Die meisten Notebooks zwischen 800 und 1000 Euro erreichen im Sysmark 115 bis 125 Punkte. Die derzeit schnellsten Laptops schneiden mit 140 bis 150 Punkten ab. Im Office-Teil des Benchmarks schnitt das Medion P6618 übrigens mit 81 Punkten leicht unterdurchschnittlich ab. Dafür erzielte es bei speicherintensiven Anwendungen wie Foto- und Videobearbeitung 105 Punkte – wie die meisten Notebooks mit 4 GB RAM und 32-Bit-Windows.

Die Tempo-Alternative: Verwenden Sie 64 Bit

Unter dem installierten Windows Vista Home Premium 32 Bit stehen dem Betriebssystem im Medion Akoya P6618 übrigens nur 3065 MB des Arbeitsspeichers zur Verfügung. Die vollen 4 GB bekommt Vista nur als 64-Bit-Version: Medion legt eine entsprechende Recovery-DVD bei, die Treiber liegen auf der zweiten Festplatten-Partition.

Im Test mit einem 64-Bit-Windows erreichte das Medion Akoya P6618 im Sysmark 113 Punkte – das ergibt ein Plus von fast 12 Prozent. Diese Temposteigerung geht vor allem auf das Ergebnis bei der Bild- und Videobearbeitung zurück: Hier brachte der größere Arbeitsspeicher ein Plus von über 14 Prozent.

Aldi-Notebooks im Tempo-Vergleich

Notebook

Prozessor

Sysmark 2007 (Punkte)

Akoya P6618
(April 2009, 699 Euro)

Core 2 Duo T6600 (2,2 GHz)

101

Akoya P6618 / 64 Bit
(April 2009, 699 Euro)

Core 2 Duo T6600 (2,2 GHz)

113

Akoya P7610
(Januar 2009, 699 Euro)

Pentium Dual Core T3400 (2,16 GHz)

88

Akoya P8610
(Dezember 2008, 799 Euro)

Core 2 Duo T5800 (2,0 GHz)94

94

Akoya P6612
(Oktober 2008, 799 Euro)

Core 2 Duo P7350 (2,0 GHz)

114

3D-Leistung: Für DX9 reicht's

Die 3D-Karte Geforce 9600M GS von Nvidia lässt sich ebenfalls der Mittelklasse zuordnen. Der Grafikchip mit 32 Shader-Einheiten ist über ein 128 Bit breites Interface an 512 MB lokalen Speicher angeschlossen. Im 3D Mark 06 erreichte die Geforce 9600M GS 5337 Punkte – sie ist damit rund acht Prozent langsamer als ihr größerer Bruder 9600M GT.

Die 3D-Leistung genügt auch für effektreiche DirectX9(DX9)-Spiele: In World in Conflict schaffte das Akoya P6618 bei der maximalen Auflösung von 1366 x 768 spielbare 32 Bilder pro Sekunde. In älteren Spielen wie F.E.A.R. reichen die Reserven noch aus, um mit aktivierter Kantenglättung spielbare Bildraten zu erreichen. DX10-Effekte sind aber zu viel für die Mittelklasse-Grafikkarte: Schaltet man diese in World in Conflict dazu, geht das Ergebnis auf 16 Bilder pro Sekunde zurück.

Ausstattung

Die Ausstattung des Medion Akoya P6618 ist sehr ordentlich: Das Notebook bietet mit einer 500 GB großen Festplatte von Hitachi viel Speicherplatz – üblich sind in dieser Preisklasse eher 320 GB. Der DVD-Brenner beschreibt alle gängigen DVD- und CD-Formate. Auf ein Blu-ray-Laufwerk müssen Sie verzichten – das ist derzeit in dieser Preisklasse nicht drin.

Dafür ist das Schnittstellen-Angebot up to date: Einen LCD-Fernseher können Sie über den HDMI-Ausgang ans Notebook anschließen, eine schnelle externe Festplatte über den e-SATA-Port. An diese Kombibuchse lässt sich auch ein USB-Gerät anschließen. Weitere drei USB-Ports liegen auf der rechten Gehäuseseite. Hinten hat Medion keine Schnittstellen platziert: Das ist nicht besonders platzsparend, denn bei vielen Peripheriegeräten türmt sich der Kabelsalat links und rechts neben dem Notebook.

Die drei Audiobuchsen an der Gehäusefront schützt Medion mit einem Plastikpfropfen. Im Soundtreiber können Sie die Anschlüsse konfigurieren, um den Ton über ein 5.1-Lautsprechersystem auszugeben. Ein Modem hat das P6618 nicht. Videofilmer müssen außerdem beachten, dass dem Aldi-Notebook ein Firewire-Anschluss fehlt.

Der Netzwerkchip arbeitet mit zukunftssicherem Gigabit-LAN-Tempo. Auch das WLAN ist beim Medion Akoya P6618 auf dem neuesten Stand: Das Wifi-Modul 5100 von Intel unterstützt den Draft-N-Standard. Bluetooth fehlt dem Aldi-Notebook.

Inzwischen gehört es bei den PC und Notebooks von Aldi zum guten Ton, dass Medion zwei Recovery-DVDs beilegt: Eine für die installierte 32-Bit-Version von Vista Home Premium sowie eine für die 64-Bit-Ausgabe. Auf einer weiteren DVD werden die passenden Treiber mitgeliefert. Sie liegen übrigens wie auch Treiber für Windows XP auf der zweiten Partition der Festplatte.

Ebenfalls Aldi-Tradition ist die Vielzahl an vorinstallierten Programmen: Sie reicht vom Büropaket Microsoft Works 9 über das Brennprogramm Nero 8 bis hin zu Multimedia-Software wie die Bildbearbeitungen Corel Media One und Draw Essential Edition oder die Programme zur Videobearbeitung und zum DVD-Authoring von Cyberlink. Dazu gibt's noch begrenzte Demoversionen der Antiviren-Software von Bullguard und des Media-Konverters Badaboom. Für viele dieser Programme gibt es bessere Alternativen: Doch Einsteiger dürften mit dem Angebot zufrieden sein.

Display: Entspiegelt und sehr hell

Die kürzlich verkauften Aldi-Notebooks haben eine Gemeinsamkeit: Ihr Display ist entspiegelt. Damit ist Medion eine Ausnahme: Fast alle Hersteller versehen Notebooks für Privatanwender mit einem spiegelnden Display. Dadurch wirkt der Bildschirm heller, Farben leuchten intensiver – ideal für die Wiedergabe von Fotos und Filmen. Doch die Glare-Bildschirme spiegeln: Sie reflektieren das Umgebungslicht sehr stark – unter ungünstigen Lichtverhältnissen kann man den Bildsschirminhalt dann kaum noch erkennen.

Das matte 16-Zoll-Display des Medion Akoya P6618 überzeugte durch gute Bildqualität: Seine maximale Helligkeit liegt mit durchschnittlich 190 cd/m2 hoch – damit lässt es sich im Schatten oder unter bewölktem Himmel auch draußen problemlos nutzen.

Farben wirken neutral, nur Rot gibt das Display eine Spur zu kräftig wieder. Auch Hauttöne hat das P6618 gut im Griff. Selbst bei seitlichem Einblick bleiben die Farben über einen großen Winkelbereich stabil: Zur Diashow oder zum DVD-Schauen können sich also auch mehrere Leute vor dem P6618 versammeln. Bildbearbeitungs-Profis sollten das Aldi-Notebook aber meiden: Bei Farbnuancen schwächelte das Display, auch Graustufen löste es vor allem in hellen Bereichen nicht sauber auf.

Gute Tastatur

Die Tastatur besitzt einen dreispaltigen Ziffernblock. Sie bietet einen deutlichen Tastenanschlag und ist stabil eingebaut: Ideal auch zum Schreiben längerer Texte. Das Touchpad fanden wir dagegen etwas bremsend. Immerhin ist er sehr breit und bietet auch Platz für zwei Finger: Das Touchpad des P6618 unterstützt nämlich Multitouch-Gesten – so können Sie beispielsweise durch das Aufspreizen zweier Finger Bilder aufzoomen.

Akkulaufzeit

Medion spendiert dem Akoya P6618 einen 8-Zellen-Akku mit 60 Wh. Damit hält das Notebook ohne Netzstrom fast 3,5 Stunden durch – ein gutes Ergebnis. So muss man mit dem Aldi-Notebook nicht immer nach der nächsten Steckdose Ausschau halten. Im Akkutest machte sich auch die (theoretisch) höhere maximale Leistungsaufnahme (Thermal Design Power, TDP) des T6600 kaum bemerkbar: Intel gibt für diesen Prozessor eine TDP von 35 Watt an, während die CPUs der P-Serie mit 25 Watt auskommen. Im Akkubetrieb nahm das Medion Akoya P6618 rund 17 Watt auf – angesichts der Displaygröße und der Ausstattung ist das sparsam.

Das Aldi-Notebook wiegt knapp unter drei Kilogramm: Es bringt 2,96 Kilogramm auf die Waage. Damit ist es zu schwer, um es ständig mitzunehmen. Um das Notebook zuhause herumzutragen, passt das Gewicht aber. Überdurchschnittlich schwer ist dagegen das Netzteil mit 518 Gramm: Es verfügt über den bei Medion-Notebooks gewohnten An-/Ausschalter, um es komplett vom Stromnetz zu trennen.

Fazit Medion Akoya P6618

Das neue Aldi-Notebook ist ein empfehlenswerter Allrounder mit großem Display. Im Test zeigte es kaum Schwachstellen – außer dem etwas faden Design: Als Statussymbol taugt das Akoya P6618 nicht. Dafür glänzt es mit einem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis: Die Ausstattung ist für die Preisklasse sehr ordentlich, auch die Rechenleistung ist gut. Für DX9-Spiele reicht die Leistung der Grafikkarte problemlos aus. Das helle Display und die stabile Tastatur verdienten sich ebenfalls gute Noten. Nur für den ständig laufenden Lüfter muss Medion Kritik einstecken: Empfindliche Anwender könnte dieser auf Dauer sehr stören.

Alternativen

In der PC-WELT-Rangliste der besten Notebooks unter 1000 Euro würde das Medion Akoya P6618 Platz 3 erreichen. Die beiden Erstplatzierten, das Acer Aspire 5930G und das HP Pavilion dv5-1199eg, bieten eine höhere System- beziehungsweise 3D-Leistung, sind aber auch über 200 Euro teurer.

Ein günstigeres 16-Zoll-Notebook ist das Toshiba Satellite A350D-10O: Seine Bildqualität ist ähnlich gut wie beim Medion Akoya P6618. Aber bei Rechenleistung, Ausstattung und Akkulaufzeit schneidet es deutlich schwächer ab als das Aldi-Notebook.

Testergebnisse und Technische Daten

Notebook bis 1000 Euro

Medion Akoya P6618

Gesamtwertung

3,0 (befriedigend)

Anbieter

Medion

Weblink

www.medion.de

Preis

rund 700 Euro

Hotline

0900/1633466

Garantie

36 Monate

Medion Akoya P6618

BEWERTUNG (0-100 Punkte)

Tempo (25%)

71

Ausstattung (25%)

49

Mobilität(15%)

60

Ergonomie (15%)

54

Handhabung (10%)

46

Service (10%)

76

Preis-Leistung

sehr günstig

Gesamtergebnis

59 von 100 Punkten

Medion Akoya P6618

TESTERGEBNIS

Benchmarks

Sysmark 2007

101 Punkte

3D Mark 06

5337 3D-Marks

Akkulaufzeit

208 Minuten

Display

Max. Helligkeit

217 cd/m²

Min. Helligkeit

178 cd/m²

Durchschn. Helligkeit

190 cd/m²

Helligkeitsverteilung

82 %

Max. Kontrast

92:1

Betriebsgeräusch

Ruhe

Last

Gewicht

Notebook

2,960 kg

Netzteil

0,518 kg

Medion Akoya P6618

TECHNISCHE DATEN

Prozessor

Intel Core 2 Duo T6600 (2,20 GHz)

Arbeitsspeicher

4096 MB, DDR2-800

Grafikchip

Nvidia Geforce 9600M GS, 512 MB

Display

16 Zoll, 1366 x 768

Festplatte

Hitachi Travelstar 5K500.B; 465,8 GB

optisches Laufwerk

TSST SN-S083B (DVD-Brenner, unterstützte Medientypen: DVD+R/+RW/+R DL/-R/-RW/-R DL/-RAM/CD-R/-RW, Tempo: 8-/8-/6-/8-/6-/6-/5-/24-/24fach)

Fingerprint-Scanner

nein

Betriebssystem

Windows Vista Home Premium SP1

Kommunikation

Modem

nein

Ethernet

1x (1x links)

10/100 Mbit/s

Nein

10/100/1000 Mbit/s

Ja

WLAN

802.11n

Bluetooth

nein

Schnittstellen Peripherie

3x USB (3x rechts), 1x Expresscard (1x links, 54), 1x Kartenleser (1x links, SD, MS), 1x e-SATA/USB (1x links)

Schnittstellen Video

1x VGA (1x links), 1x HDMI (1x links), 1x Webcam

Schnittstellen Audio

Mikrofon

ja

Kopfhörer

ja

Line-In

ja

S/P-Dif out

kombiniert

 
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