Sie sind hier: Home > Digital > Computer > Notebook-Test >

Microsofts Surface Book für Windows 10 im Test

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Microsofts Surface Book im Test  

So schön kann das erste Notebook sein

19.02.2016, 13:10 Uhr | Matthias Kremp, Spiegel Online

Microsofts Surface Book für Windows 10 im Test. Das kann das neue Surface Book. (Quelle: Hersteller)

Das kann das neue Surface Book. (Quelle: Hersteller)

Nicht weniger als den ultimativen Laptop verspricht Microsoft mit seinem ersten Notebook: dem Surface Book. Ob es bis auf zu viel Hitze etwas daran auszusetzen gibt? Der Test.

Als Microsoft im vergangenen Oktober vollkommen unerwartet sein erstes Notebook vorstellte, war ich gespannt. Immerhin nahm der Konzern große Worte in den Mund, bezeichnete das Surface Book genannte Gerät als ultimativ und zeigte faszinierende Nutzungsmöglichkeiten auf.

Dabei könnte man das Surface Book auf den ersten Blick für nichts anderes als ein weitere Convertible halten, also ein Gerät, bei dem man das Display abnehmen und als Tablet nutzen kann. Manche haben dafür ein spezielles Scharnier, mit dem der Bildschirm umgedreht und auf die Tastatur gelegt werden kann, bei anderen lässt sich die Tastatur ganz lösen.

Genau das geht beim Surface Book auch. Anders als bei den meisten Konkurrenzmodellen ist der Bildschirm aber nicht einfach abnehmbar. Stattdessen muss eine bestimmte Taste gedrückt oder ein Icon angeklickt werden. Eine verborgene Mechanik löst dann die Verriegelung.

Diese Sondertaste dient dazu, die Bildschirmeinheit von der Bodeneinheit zu lösen. (Quelle: Spiegel Online/Matthias Kremp) (Quelle: Spiegel Online/Matthias Kremp) Das hat Vorteile. Zum Beispiel ist die Verbindung von Display und Tastatur so fest, dass ich sie auch mit starkem Rütteln nicht lösen konnte. Einen Nachteil gibt es aber auch: Ist der Akku leer, ist eine Trennung nicht möglich. In der Regel ist das egal. Nur wenn man es mal eilig hätte und eigentlich nur das Bildschirmmodul mitnehmen wollte, wäre man aufgeschmissen.

Akku für einen Tag

Aber als Unterwegs-Tablet ist das Surface Book sowieso kaum geeignet, dafür ist sein Akku zu schlapp. Im Test kam es kaum über dreieinhalb Stunden Akkulaufzeit hinaus. In Kombination mit dem Tastaturmodul sieht das ganz anders aus. Eine eintägige Dienstreise samt E-Mail-Bearbeitung, Textarbeit und ein wenig Bildbearbeitung hielt das Surface Book lässig durch. Akkulaufzeiten von acht Stunden sollten damit kein Problem sein, wenn man den Bildschirm etwas dimmt sicher auch noch mehr.

Bemerkenswert ist auch das Scharnier, das Tastatur und Bildschirm verbindet. Es ist extrem robust, lässt sich aber leicht bewegen. Bei aufgeklapptem Bildschirm rollt es sich wie eine Erweiterung des Tastaturmoduls aus, sorgt für eine Verlagerung der Hebelkräfte, sodass das Gerät mit offenem Display nicht umkippt.

Von außen betrachtet die auffälligste Besonderheit ist das Scharnier. (Quelle: Spiegel Online/Matthias Kremp) (Quelle: Spiegel Online/Matthias Kremp)

Auffälligste Besonderheit ist das Scharnier

Die echte Innovation schlummert aber tiefer im Inneren. Prozessor Arbeitsspeicher und SSD-Festplatte stecken samt einem kleinen Grafikchip im Bildschirm, machen es in Kombination mit einem Akku so autark, wie es als Tablet sein muss. Im Tastaturmodul wiederum ist ein stärkerer Grafikchip eingebaut, der das Surface Book spieletauglich machen soll. Außer beim 1649 Euro teuren Einstiegsmodell gehört dieser Chip immer zur Ausstattung.

Allzu viel darf man sich davon aber nicht erwarten. "Battlefield 3" beispielsweise ist auf dem 2919 Euro teuren Top-Modell der Surface-Book-Reihe nur bei sehr stark reduzierten Grafikeinstellungen spielbar. Das weniger aufwendige "Sim City" lief dagegen problemlos. Bei beiden störten allerdings die durchgängig laufenden Lüfter.

Beim Bildschirm hat Microsoft alles richtig gemacht. Die Bildqualität ist überragend. Farben wirken frisch und natürlich, Texte bis hin zu kleinen Schriftgrößen scharf gezeichnet. Auch aus extremen Winkeln sind keine Farbveränderungen sichtbar.

Bemerkenswert ist das Format das Bildschirms. Statt für 4:3, wie bei Apples iPads oder 16:9, wie bei vielen Notebooks, hat Microsoft sich für das Seitenverhältnis 3:2 entschieden. In Kombination mit der Auflösung von 3000 x 2000 Pixeln ergibt das auf 13,5 Zoll Diagonale eine sehr große und sehr gut nutzbare Bildfläche. Vor allem bei der Arbeit mit Texten und Tabellen ist das sehr nützlich, wenn man etwa in zwei Fenstern parallel arbeiten will.

Fazit

Trotz intensiver Nutzung hatte ich auch keine Softwareprobleme. Nur einmal hängte sich das Gerät beim Wiedereinstecken des Bildschirms auf. Das erstaunte mich, weil Kollegen anderer Redaktionen von häufigen Bluescreens, Akkuproblemen und Abstürzen berichteten. Auffällig war bei meinem Exemplar nur, dass das Netzteil manchmal sehr heiß wurde.

Ansonsten ist Microsofts Einstieg in den Notebookmarkt gelungen. Das nur knapp 1,6 Kilogramm schwere Gerät ist gut gelungen. Das Gehäuse aus einer Magnesium-Legierung wirkt edel und ist robust zugleich (siehe Fotostrecke), der Bildschirm könnte besser nicht sein. Prozessorleistung hatte mein Testmodell mehr als genug, ist dafür auch entsprechend teuer. Der zusätzliche Grafikchip leistet im Notebookmodus gute Dienste, überschätzen sollte man seine Fähigkeiten nicht.

Vorteile und Nachteile

+ Gelungenes Design

+ Sehr scharfer, heller und kontrastreicher Bildschirm

+ Sehr hohe Leistung

+ Bildschirm sehr gut als Tablet nutzbar

- Lüfter springt oft an

- Netzteil wird sehr heiß

- Hoher Preis

Technische Daten



HerstellerMicrosoft
BezeichnungSurface Book
ProzessorIntel Core i7
Taktfrequenz2,6 bis 2,81 GHz
Arbeitsspeicher16 GB
Massenspeicher512 GB
DVD-LaufwerkNein
Displaygröße13,5 Zoll
Displayauflösung3000 × 2000 Pixel
WLAN802.11 a/b/g/n/ac
Bluetooth4.0
EthernetNein
MiniDisplayPortJa
SpeicherkartenleserJa
KopfhörerJa
MikrofonJa
Frontkamera5 MP
Rückkamera8 MP
Gewicht1585 Gramm
Dicke13 bis 22,8 mm
Preis in dieser Ausstattung2919 Euro


Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Es hätte viel schlimmer enden können 
Dieser Lkw-Fahrer ist nur knapp dem Tod entronnen

Sein Fahrzeug steht auf der Kippe und droht in die Tiefe zu stürzen. Video

Anzeige

Shopping
Anzeige
Jetzt EntertainTV Plus bestellen und 1 Jahr sparen!

EntertainTV Plus 1 Jahr statt 14,95 € für 4,95 €* mtl. sichern. www.telekom.de Shopping


Anzeige
shopping-portal