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PC-Verkäufe stürzen trotz WIndows 10 in den Keller

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Windows 10 ohne Effekt  

Die PC-Verkäufe rasseln in den Keller

12.04.2016, 18:23 Uhr | dpa, t-online.de

PC-Verkäufe stürzen trotz WIndows 10 in den Keller. Schnellere und schönere Technik ist offenbar nur selten Grund genug für einen PC-Kauf. (Quelle: dpa)

Schnellere und schönere Technik ist offenbar nur selten Grund genug für einen PC-Kauf. (Quelle: dpa)

Ist der PC noch zu retten? Der Markt für Notebooks und Desktop-Rechner setzt seine Talfahrt ungebremst fort. Daran konnte auch Windows 10 nichts ändern. Die Verkäufe erreichten sogar einen seltenen Tiefpunkt, berichtet die Marktforschungsfirma Gartner. Es gibt aber einen kleinen Hoffnungsschimmer. 

Im ersten Quartal sanken die Verkäufe von Notebooks und Desktop-Rechnern im Jahresvergleich um 9,6 Prozent, berichtet Gartner. Mit 64,8 Millionen weltweit verkauften PCs sank der Absatz erstmals seit 2007 unter die Marke von 65 Millionen Geräte.

Alle Regionen seien von dem Abschwung betroffen gewesen, aber am härtesten habe es Lateinamerika getroffen, wo die Verkäufe um fast ein Drittel eingebrochen seien. Auslöser seien die wirtschaftlichen und politischen Turbulenzen in Brasilien gewesen, erklärte Gartner-Analystin Mikako Kitagawa.

Schwache Lichtblicke in Gartners Analyse sind Großbritannien und Deutschland: Hier sei der Absatz zumindest stabil geblieben. Insgesamt aber bremse der starke Dollar, der die Preise für Computer in vielen Ländern hochtreibe, weiterhin das Geschäft. In Schwellenländern, die Potential für neues Wachstum böten, greifen Unternehmen und Verbraucher lieber zu Smartphones und Notebooks.

Lenovo: schlecht, allen anderen schlechter

Der chinesische Konzern Lenovo blieb an der Spitze. Sein Marktanteil wuchs von 18,8 auf 19,3 Prozent – weil der Absatzrückgang mit 7,2 Prozent zwar hoch ausfiel, aber das gesamte Geschäft noch schneller schrumpfte. Der zweitgrößte PC-Hersteller Hewlett Packard verzeichnete ein Minus von 9 Prozent. Bei unter "Andere" zusammengefassten Herstellern ging der Absatz um 18,4 Prozent zurück. Einzig Apple (+ 1 Prozent) und Asus (+ 1,5 Prozent) konnten die Verkäufe steigern. 

Der PC-Markt befindet sich seit 2012 in der Dauerkrise. Das letzte Quartal mit einem erwähnenswerten Absatzplus datiert sogar in das Jahr 2010.  (Quelle: Statista)Der PC-Markt befindet sich seit 2012 in der Dauerkrise. Das letzte Quartal mit einem erwähnenswerten Absatzplus datiert sogar in das Jahr 2010. (Quelle: Statista)

Warten auf den Windows-10-Effekt

Die Industrie hoffte zuletzt, mit dem Microsoft-System Windows 10 und im Herbst eingeführten neuen leistungsstarken Chips von Intel den Trend umzukehren. Doch die positiven Effekte blieben aus. Das kostenlose Upgrade auf Windows 10 habe der Branche eher geschadet, meint Yang Yuanqing, Chef des PC-Marktführers Lenovo.

Dennoch erwarten sowohl die Marktanalysten von Gartner als auch von IDC einen leichten Anstieg der PC-Verkäufe bis zum Ende des Jahres. Dafür gibt es zwei Gründe: Zum einen würden in diesem Jahr viele Unternehmen den Umstieg auf Windows 10 testen und in diesem Zug auch neue Rechner anschaffen. Zum anderen gibt es Wachstum bei extrem dünnen Notebooks und Kombi-Geräten, die als Tablet und Laptop benutzt werden können. Die schicken Geräte haben aber meist einen hohen Preis. Zudem besitzen auch in Asien viele Menschen schon einen PC, so Gartner. Dieser werde erst ersetzt, wenn er kaputt ist. So bleibt fraglich, ob die sogenannten Convertibles die PC-Flaute aufhalten können.

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