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Apple stellt neues MacBook Pro 2016 auf Keynote vor

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Neue Macbook-Pro-Modelle  

Apple zum Anfassen

28.10.2016, 10:52 Uhr | Aus Cupertino berichtet Matthias Kremp, Spiegel Online

Apple stellt neues MacBook Pro 2016 auf Keynote vor. Die neuen MacBook Pro-Modelle verzichten vollständig auf Funktionstasten. Stattdessen gibt es eine Touchscreen-Leiste, die je nach App verschiedene Symbole anzeigt. (Quelle: dpa)

Die neuen MacBook Pro-Modelle verzichten vollständig auf Funktionstasten. Stattdessen gibt es eine Touchscreen-Leiste, die je nach App verschiedene Symbole anzeigt. (Quelle: dpa)

Mit einem neuen Konzept will Apple seine Notebooks wieder attraktiv machen: Dünner sind sie geworden, leichter und mit einem fingerbreiten Touchscreen versehen. Die Idee besticht, doch günstig wird das nicht.

Welchen Stellenwert Apple der Vorstellung seiner neuen MacBooks beimisst, ließ sich schon an der Einladung erkennen. In den vergangenen Jahren waren neue Apple-Notebooks oft quasi nebenbei, im Rahmen anderer Events vorgestellt worden. Oder bloß als Pressemitteilung, die auf neue Prozessoren und mehr Speicher im bekannten Design hinwies. Nicht so bei diesen Modellen. Journalisten aus aller Welt wurden zu der Präsentation in Apples Firmensitz eingeladen.

Einen der Gründe dafür erklärte Apple-Chef Tim Cook gleich zu Beginn der Veranstaltung: In dieser Woche ist es genau 25 Jahre her, dass Apple sein erstes Notebook vorgestellt hat. Kurz machte er einen historischen Schlenker, erzählte, mit welchen PowerBook- und MacBook-Modellen der Konzern neue Technologien eingeführt hat, um dann die neuen MacBook-Pro-Modelle vorzustellen.

Dünner sind sie geworden, je nach Bildschirmgröße nur noch rund 15 Millimeter dick. Und abgespeckt hat Apple sie: 1,3 Kilo wiegt der 13-Zoller, 1,8 Kilo das 15-Zoll-Modell.

Und natürlich wurde auch die Antriebstechnik auf den neuesten Stand gebracht. In allen MacBook Pro arbeiten Intel Core-i5- oder Core-i7-Prozessoren der sechsten Generation. Je nach Modell wird der Bildschirm entweder von einem in den Prozessor integrierten Grafikchip oder von aktuellen AMD-Radeon-Chips mit bis zu 4 Gigabyte Speicher angesteuert. Der interne Speicher kann bei 15-Zoll-Modell gegen Aufpreis auf bis zu 2 Terabyte aufgerüstet werden.

Touch Bar und Touch ID

Was die neuen Modelle aber einzigartig macht, ist oberhalb der Tastatur zu finden. Wo seit Jahrzehnten eine Reihe Funktionstasten thronte, gibt es jetzt nichts Greifbares mehr. Stattdessen hat Apple dort einen etwa fingerbreiten Touchscreen angebracht. Auf ihm werden je nach aktiver App verschiedene Symbole angezeigt, die auch Funktionen haben. In einer Chat-App etwa lassen sich hier Emojis auswählen, in einer Bildbearbeitung Zeichenfunktionen steuern, in einer Musik-App Musikinstrumente auswählen und spielen.

Während der Präsentation wirkte das sehr schlüssig und funktional. Allerdings zeigte Apple die Touch Bar genannte Technik auch nur an ausgewählten Apps. Damit eine App sich die Technik nutzbar machen kann, muss sie erst von ihren Programmierern daran angepasst werden. Es dürfte einige Monate dauern, bis eine signifikante Zahl von Entwicklern das getan haben.

Quasi in den Touch Bar eingebettet, ist an dessen rechter Seite ein Fingerabdrucksensor, bei Apple Touch ID genannt. Über ihn kann man sich nicht nur als legitimer Nutzer am Rechner identifizieren, sondern ebenfalls an Webseiten oder Apps anmelden. In Ländern, in denen Apples Bezahlsystem bereits aktiv ist, lassen sich damit auch per Fingerabdruck Einkäufe in Webshops autorisieren. In Deutschland gibt es Apple Pay freilich noch nicht. Gerüchte über einen bald bevorstehenden Start haben sich bisher nicht konkretisiert.

Dünnere Tasten, mehr Farben

Um das Gehäuse so flach bauen zu können, wurde eine Tastatur eingebaut, die der in den extrem dünnen 12-Zoll-Notebooks ähnelt und auf einer neuen Tastaturmechanik basiert. Unter Mac-Nutzern hat diese Technik ein geteiltes Echo ausgelöst. Manche lieben die flachen Tasten, die einen kaum spürbaren mechanischen Hub haben, andere haben Schwierigkeiten, sich an die neue Technik zu gewöhnen. Laut Apple wurde die Tastatur für die neuen Modelle verbessert, soll jetzt besser fühlbare Rückmeldung auf jeden Anschlag geben.

Das Trackpad ist doppelt so groß wie bisher, kann auf unterschiedlich starken Druck unterschiedliche Funktionen ausführen und gibt bei der Benutzung eine fühlbare Rückmeldung. Für beide Modelle verspricht Apple, ihre Bildschirme könnten 25 Prozent mehr Farben darstellen als die Retina-MacBooks. Außerdem sollen sie 67 Prozent heller strahlen, 67 Prozent kräftigere Kontraste anzeigen.

Viermal Thunderbolt und sonst nichts

Zum Anschluss externer Geräte und zum Aufladen der Akkus stehen vier Thunderbolt-Ports bereit, die kompatibel zu USB 3.0 sind. Hier sollen neben dem Netzteil auch externe Festplatten, Bildschirme, Drucker und beispielsweise Netzwerkadapter angeschlossen werden. Die einzige zusätzliche Buchse ist ein Headset-Anschluss.

Einen Speicherkartensteckplatz gibt es nicht mehr. Um Fotos von einer Digitalkamera auf ein Macbook Pro zu übertragen, braucht man entweder ein passendes USB-Kabel oder einen Speicherkartenadapter.

Günstig wird all das nicht. Das 13 Zoll große Macbook Pro wird in Deutschland ab 1999 Euro kosten, das 15-Zoll-Modell ab 2699 Euro. Für Anwender, die nicht so viel ausgeben wollen, aber den neuen Look und die neue Technik haben wollen, gibt es aber noch eine etwas günstigere Alternative: Ein 13-Zoll-Macbook-Pro, in dem statt des Touch Bar traditionelle Funktionstasten eingebaut sind. Spürbar billiger wird aber auch das nicht, kostet 1699 Euro und soll ab sofort lieferbar sein. Auf die anderen beiden Modelle muss man noch zwei bis drei Wochen warten.

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