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700 DVDs pro Sekunde: Weltrekord bei der Datenübertragung

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Weltrekord bei der Datenübertragung  

Weltrekord bei der Datenübertragung

23.05.2011, 09:14 Uhr | Andreas Lerg

700 DVDs pro Sekunde: Weltrekord bei der Datenübertragung. Das Team um Professor Leuthold (rechts): David Hillerkuß, René Schmogrow und die Professoren Wolfgang Freude und Christian Koos. (Foto: Gabi Zachmann)

Das Team um Professor Leuthold (rechts): David Hillerkuß, René Schmogrow und die Professoren Wolfgang Freude und Christian Koos. (Foto: Gabi Zachmann)

Deutsche Forscher haben den Weltrekord in der Datenübertragung geknackt. Mittels eines Lasers sendeten die Wissenschaftler des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) den Inhalt von 700 DVDs in nur einer Sekunde. Die enorme Datenübertragungsrate von 26 Terabit pro Sekunde klappt mittels der Lasertechnik selbst über eine Distanz von 50 Kilometern. Die Forscher hoffen, damit das Internet schneller machen zu können.

Den Wissenschaftlern um Professor Jürg Leuthold gelang es, ihren eigenen Rekord aus dem Jahr 2010 zu brechen. Damals übertrugen sie 10 Terabit pro Sekunde. Mit dem aktuellen Experiment konnten sie jetzt Daten auf einen Laserstrahl kodieren und nach einer Strecke von 50 Kilometern wieder erfolgreich dekodieren und lesen. Die dabei erreichte Übertragungsrate von 26 Terabit pro Sekunde lässt zu, den Inhalt von 700 DVDs in nur einer Sekunde zu kopieren.

Internet muss viel schneller werden

Derartig hohe Übertragungsraten galten bis vor wenigen Jahren als unrealisierbar. Professor Leuthold, Leiter der Institute für Photonik und Quantenelektronik sowie Mikrostrukturtechnik am KIT, erklärte dazu: "Mit 26 Terabit pro Sekunde kann man bis zu 400 Millionen Telefongespräche gleichzeitig übertragen. Niemand hätte das früher benötigt. Heute ist das anders.“ Videoübertragungen dominieren das Internet und verlangen extrem hohe Bitraten und der Bedarf wachse ständig. Aktuell schaffen die Kommunikationsnetzen schon auf ersten Übertragungsstrecken eine Datenrate von 100 Gigabit pro Sekunde, was allerdings lediglich 0,1 Terabit pro Sekunde entspricht. Leuthold sieht die neue Technik als Lösungsansatz für das stetig wachsende Datenaufkommen im Internet.

Das Geheimnis liegt in der Kodierung

Indem die Daten zunächst mit einem speziellen Verfahren in kleine Pakete zerteilt, gelang dem Forschungsteam der Durchbruch. Dabei nutzt das Team um Professor Leuthold eine mathematische Routine zur Datenkodierung, die im Mobilfunk bewährt ist und seit Jahren genutzt wird. "Die Kunst bestand darin, das Verfahren nicht nur tausendmal, sondern fast eine Million mal schneller zu machen", betont Leuthold in einer Presseerklärung des KIT.

Hohe Datengeschwindigkeit bei niedrigem Energieverbrauch

Professor Leuthold resümiert: "Unser Ergebnis führt vor Augen, dass selbst bei extrem hohen Datenraten noch keine physikalischen Grenzen überschritten sind." Mit anderen Worten, es ginge noch schneller. Der Versuch der Forscher belege, dass selbst hohe Datengeschwindigkeiten heute handhabbar seien und das bei sparsamem Umgang mit der wertvollen Ressource Energie.

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