29.05.2013, 17:59 Uhr | t-online.de
Moderne Smartphones sind dank der Datenfunk-Technik LTE ultraschnell im Internet unterwegs. So werden Download-Geschwindigkeiten bis 100 Megabit pro Sekunde möglich, das ist 66 Mal schneller als bei der einfachsten DSL-Leitung im Festnetz. LTE ist zwar ein Mobilfunkstandard, wird aber von der Deutschen Telekom und den anderen Providern auch zur Versorgung von Regionen ohne DSL-Anschluss eingesetzt. Wir beantworten die wichtigsten Fragen rund um die Datenfunk-Technik LTE.
LTE steht für Long Term Evolution und ist der sogenannte Mobilfunk-Standard der vierten Generation (4G). Die Technik erlaubt einen deutlich schnelleren Internetzugang als die bisherigen Mobilfunknetze. Anders als UMTS, das Handys und Smartphones mit dem Internet verbindet, ist LTE sowohl für Hausanschlüsse als auch Mobiltelefone interessant. LTE steht daher prinzipiell in Konkurrenz zum kabelgebundenen DSL.
LTE ist sowohl zu Hause als auch unterwegs per Smartphone oder Surfstick nutzbar. Viele Angebote sind auf den Einsatz zuhause beschränkt, es gibt inzwischen aber auch welche für das Surfen unterwegs. Das Netz wird kontinuierlich ausgebaut und vergrößert. So will die deutsche Telekom bis Jahresende in den rund hundert größten deutschen Städten mit ihrer LTE-Frequenz präsent sein; Vodafone will sein Netz bis 2015 flächendeckend ausbauen. Ob LTE in Ihrer Stadt bereits verfügbar ist, erfahren Sie in unserer LTE-Deutschland-Karte, oder Sie besuchen die Funkversorgungskarte der Telekom.
Über das LTE-Netz lassen sich hohe Download-Geschwindigkeiten von 100 Mbit/s und Upload-Geschwindigkeiten von 50 Mbit/s realisieren – ein Vielfaches der DSL-Geschwindigkeit und erst Recht schneller als UMTS. Zum Vergleich: Der Download eines einstündigen HD-Videos per UMTS benötigt etwa 24 Stunden, LTE mit 100 Mbit/s schafft es in 6 Minuten. Die tatsächliche Geschwindigkeit von LTE hängt jedoch wie beim UMTS-Mobilfunknetz von der Zahl der eingewählten Nutzer ab. Das heißt: Je mehr Surfer eine LTE-Zelle versorgen muss, desto stärker sinkt die Datenrate für jeden Einzelnen. Deshalb ist in den Tarifen von einer Maximal-Geschwindigkeit die Rede.
Die Zuhause-Tarife der LTE-Anbieter sind meist etwas teurer als beim klassischen Internetzugang per DSL oder Fernsehkabel. Die günstigsten Angebote kosten zwar nur rund 30 Euro pro Monat, doch Verbraucher sollten im Schnitt mit rund 40 Euro pro Monat rechnen. Aber Achtung: Wie bei den Mobilfunkflatrates beinhalten die Tarife in der Regel eine Bandbreitendrosselung, um zu verhindern, dass Extrem-Sauger das Netz überlasten. Bei der Deutschen Telekom liegt die Grenze in der schnellsten Tarif-Klasse bei 30 GB. Für die meisten Anwendungsfälle ist dies ausreichend. Wer diese Grenze überschreitet, surft für den Rest des Monats nur noch mit 64 Kbit/s. Das ist so schnell – eigentlich eher so langsam – wie ISDN in den 1990er Jahren. Im Folgemonat steht dann wieder die volle Bandbreite zur Verfügung. Wer nicht genau weiß, ob er damit auskommt, kann seinen monatlichen Datenbedarf mit einer Software wie dem Netzmanager auswerten lassen.
Voraussetzung für das Schnellsurfen ist ein LTE-fähiges Smartphone, das eine der deutschen LTE-Frequenzen auf 800, 1800 und 2600 Mhz unterstützt – wie das iPhone 5 von Apple, das allerdings nur die 1800 MHz unterstützt. Deshalb kann es nur im Netz der Deutschen Telekom mit LTE-Geschwindigkeit surfen. Die LTE-Version des Samsung Galaxy S3 kann es besser, denn sie unterstützt neben T-Mobile auch, die Netze von Vodafone und O2. Hierzulande haben auch andere Hersteller schon Modelle im Angebot, die das können – zum Beispiel HTC oder LG.
LTE für das Smartphone schlägt je nach Anbieter und Leistungsumfang mit etwa 30 bis 100 Euro zu Buche. Auch hier gibt es eine Geschwindigkeits- und Bandbreitendrosselung, die in der Regel bei rund 22 MBit/s mit maximal 2 GB liegt. Kunden der Telekom können das Highspeed-Internet um den Daten-Turbo Speed Option LTE mit Download-Geschwindigkeiten bis 100 Mbit/s erweitern und so das monatliche Datenvolumen auf bis zu 4 GB erhöhen.
Wer LTE als Hausanschluss nutzen möchte, benötigt lediglich einen geeigneten Router, den in der Regel der Internet-Dienstleister stellt. LTE-Router und passende Modems sind auch separat im Handel erhältlich. Der LTE-Router stellt die Verbindung zum Internet über Antennen her, die die Signale vom nächsten LTE-Sendemast empfangen. Der Router sollte deshalb für guten Empfang in Fensternähe aufgestellt werden. LTE-Router bieten in der Regel auch Anschlüsse für eine externe Antenne, die zum Beispiel auf dem Dach platziert werden kann und so den Empfang optimiert. Da die Datenübertragung vom LTE-Router zum PC wie bei jedem anderen Router über WLAN oder gewöhnliche Netzwerkkabel erfolgt, muss in der Wohnung in der Regel nichts zusätzlich verkabelt werden.
Ob LTE auch fürs Telefonieren verwendet wird, hängt vom Dienstleister ab. Beim Hausanschluss der Deutschen Telekom kommt LTE nur für den Internet-Datenverkehr zum Einsatz, telefoniert wird übers Festnetzkabel. Für denjenigen, der schon jetzt übers Festnetz telefoniert, ändert sich mit dem Umstieg also nichts.
In seltenen Fällen kann es passieren, dass LTE den Fernsehempfang über das terrestrische Antennenfernsehen DVB-T stört. Daher sollte der LTE-Router weit genug vom DVB-T-Empfänger und einer externen DVB-T-Antenne entfernt stehen. Andere Störungen durch LTE sind bisher nicht bekannt.
Hinweis: t-online.de ist ein Angebot der Deutschen Telekom
29.05.2013, 17:59 Uhr | t-online.de
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