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802.11ac: Neues Turbo-WLAN im Gigabit-Bereich

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Neues Turbo-WLAN im Gigabit-Bereich

24.08.2012, 17:57 Uhr | Thomas Joos

802.11ac: Neues Turbo-WLAN im Gigabit-Bereich. Mit 802.11ac Multimediadateien im Netzwerk übertragen (Quelle: t-online.de)

Mit 802.11ac Multimediadateien im Netzwerk übertragen (Quelle: t-online.de)

Netzwerke können nicht schnell genug sein. Auch im Privatbereich müssen Anwender immer größere Daten im WLAN-Netz übertragen, vor allem um Unterhaltungsgeräte und Mediacenter-PCs anzubinden. Hier hilft der neue schnelle WLAN-Standard 802.11av.

Laut Netzwerkspezialist Cisco sollen die ersten Netzwerkkarten im 2,4 GHz-Band bis zu 450 MBit/s übertragen, im 5 GHz-Band bis zu 1.300 Mbit/s. Die neuen Geräte sollen dabei auch abwärtskompatibel sein und die Format 802.11 a/b/g und n unterstützen.

Mit 802.11ac Daten im Netzwerk übertragen

Ab Ende 2012 sollen die ersten Geräte verfügbar sein, die 802.11ac beherrschen. Manche Hersteller verwenden als Bezeichnung auch 5G Wifi oder 5G VHT. Parallel liest man derzeit oft von 802.11-2012. Allerdings ist 802.11-2012 eine Erweiterung von 802.11 a/b/g/n und hat nichts mit 802.11ac zu tun. Diese erhalten neue Frequenzbänder, zum Beispiel zwischen 3.650 und 3.700 MHz, auch 3.7-GHz-Band genannt. Dieses läuft aber parallel zu 802.11ac und ist deutlich langsamer. Geräte sind aktuell noch keine am Markt. 802.11ac spielt seine volle Geschwindigkeit nur im 5 GHz-Band aus. Aus diesem Grund macht der Einsatz nur dann Sinn, wenn WLAN-Router und Netzwerkkarte das auch beherrschen. Viele Smartphones und Tablets können das nicht, erst die neuen Geräte die 2013/2014 erscheinen.

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Neues WLAN im Überblick

Auch wenn die Hersteller eine Geschwindigkeit von 1.300 Mbit/s und schneller angeben, ist realistisch mit einer Geschwindigkeit von etwa der Hälfte zu rechnen. Hersteller wie Cisco, Netgear, Buffalo und Belkin kündigen bereits Geräte in diesem Bereich an. Preislich werden die Netzwerkkarten und Router aber deutlich teurer sein, als die aktuellen 802.11n-Modelle. Daher lohnen sich diese nur für experimentierfreudige Anwender die oft große Dateien übertragen müssen.

Wenn Sie beabsichtigen eines der neuen Geräte zu erwerben, müssen Sie aber auch darauf achten, dass Ihre Rechner und Unterhaltungsgeräte diesen Standard unterstützen.

WLAN über die Steckdose

Zusätzlich bietet es sich an auf Powerline zu setzen, also Geräte an das Netzwerk über die Steckdose anzubinden. Das geht parallel zu einem WLAN. Hier gibt es auch bereits Geräte die 500 Mbit/s unterstützen. Hier gibt es verschiedene Anbieter, zum Beispiel Devolo oder auch AVM. Damit Sie die Verbindung herstellen können, sollten Sie am besten Adapter gleichen Typs und des gleichen Herstellers nutzen. Eine solche Verbindung funktioniert aber nicht in allen Fällen. Oft müssen sich die Steckdosen an der gleichen Sicherung, zumindest in der gleichen Stromphase befinden. Die Verbindung erfolgt verschlüsselt und erlaubt Geschwindigkeiten bis zu 500 MBit/s.

Die Zielgruppe der neuen Übertragungstechnik sind ganz klar Anwender die sehr große Dateien und Videos im Heimnetzwerk übertragen müssen, zum Beispiel für das Streaming von Filmen, Musik oder Bildern.

Frequenzbänder beachten

Fast alle 11b-, 11g- und 11n-Geräte funken über 2,4 GHz, auch die meisten Smartphones. Daher ist dieses Frequenzband in vielen Fällen überlastet. Das führt zu langsameren Datenübertragungen. 802.11ac verlangt nach Endgeräten die 5 GHz unterstützen. Dieses Band ist häufig noch frei und daher deutlich schneller. Der neue Standard kann in diesem Band deutlich effizienter und schneller funken als die Vorgänger. Pro Datenstrom kann 802.11ac daher über 400 Mbit/s senden. Der aktuelle Standard 802.11n kommt hier nur auf maximal 150 Mbit/s pro Datenstrom. Das heißt beim Einsatz mehrerer Datenströme multipliziert sich die Geschwindigkeit entsprechend.

WLAN mit 802.11ac und Powerline

In vielen Haushalten werden Powerline-Adapter und WLAN parallel eingesetzt. Mit Powerline können Sie netzwerkfähige Geräte anbinden, die kein WLAN beherrschen und mit den schnellen WLAN 802.11ac-Modellen Daten austauschen. Nominell sind aktuelle Adapter von AVM und Devolo zwar auf 500 Mbit/s begrenzt, allerdings sind die Verbindungen oft langsamer. Auch WLANs sind oft langsamer als angegeben, da die Funkfrequenzen von anderen WLANs und Geräten sich gegenseitig stören, vor allem wenn mehrere WLANs parallel im Einsatz sind.

Mit Windows 8 Daten per WLAN sichern

Theoretisch ist 802.11ac bis zu 3.5 GBit/s schnell, die ersten Modellen werden aber etwa nur die Hälfte dieser Geschwindigkeit erreichen, wenn überhaupt. Der Vorteil dieser Technologie, auch in Verbindung zu Powerline, ist die Möglichkeit auch mehrere Filme gleichzeitig über das Netzwerk streamen zu können. In immer mehr Haushalten gibt es mehrere Geräte die Filme oder Musik abspielen können und eine zentrale Datenablage, zum Beispiel ein NAS-System machen Sinn um zentral auf alle Filme zugreifen zu können. Dazu kommt noch die Möglichkeit von Windows 8 jetzt wesentlich effizienter und in kürzeren Zeiträumen Daten sichern zu können. Dafür nutzt Windows 8 den neuen Dateiversionsverlauf um Daten zu sichern. Mehr dazu sehen Sie in Foto-Show.

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