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Intel arbeitet an kabelloser Computer-Zukunft

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Drahtlose Strom- und Datenübertragung  

Intel arbeitet an kabelloser Computer-Zukunft

06.06.2014, 11:28 Uhr

Intel arbeitet an kabelloser Computer-Zukunft. Notebook mit Ladekabel (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Für Intel rückt die kabellose Strom- und Bildübertragung in greifbare Nähe. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Geht es nach Intel, finden Notebook, Smartphone, Bildschirm, Drucker, Blu-ray-Player und Fernseher bald kabellos zusammen. Auf der IT-Fachmesse Computex 2014 in Taiwan hat der Chiphersteller gezeigt, dass dies technisch bereits möglich ist. Dennoch wird der Kabelsalat nicht so schnell aus unseren Wohn- und Arbeitszimmern verschwinden.

Mithilfe einer Ladematte ist es möglich Notebook, Smartphone und Tablet gleichzeitig und kabellos mit Strom zu versorgen, wie Intel demonstrierte. Die auf Magnetresonanz basierende Technik ist nicht neu. Die Ladematte sendet Magnetimpulse per Induktion an Magnetspulen in den Geräten. Hewlett-Packard, Palm und Nokia brachten bereits Smartphones auf den Markt die sich auf ähnliche Weise aufladen lassen, aber auf andere Übertragungsstandards setzen.

Intel nutzt neuen Technologie-Standard

Intel setzt auf den A4WP-Standard. Anders etwa als bei einem Induktionsherd oder Nokias Smartphone Lumia 920 muss kein direkter Kontakt zwischen Ladestation und Gerät bestehen. So lässt sich die Ladematte etwa unter einer bis zu fünf Zentimeter dicken Tischplatte befestigen. Sobald Notebook oder Smartphone auf dem Tisch liegen, lädt der Akku. Bisher liegt die maximale Stromleistung bei 50 Watt, was für Tablets, Smartphones und Notebooks ausreichen soll.

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Neben Intel setzen unter anderem auch Asus, Dell, Lenovo, Panasonic und Toshiba auf den A4WP-Standard. Konkurrenten wie Sony oder Motorola halten sich dagegen an den Qi-Standard. Dieser funktioniert ähnlich, jedoch setzt er direkten Kontakt zwischen Gerät und Ladefläche voraus. Dafür liegt hier die maximale Leistung bei rund 120 Watt.

Drahtlose Datenübertragung zwischen allen Geräten

Auch die Distanz zwischen Monitor und PC, Fernseher und Blu-ray Player lässt sich kabellos überbrücken – mit WiGig oder 802.11ad. Dabei handelt es sich um einen neuen WLAN-Standard, der sich bereits seit Jahren in der Entwicklung befindet. Im Vergleich zum heute üblichen n-Standard funkt ad mit bis zu sieben Gbit/s etwa zehnmal schneller, reicht höchstens zehn Meter weit und ist nicht abwärtskompatibel zu älteren WLAN-Geräten.

Trotz der geringen Reichweite gibt es einige Anwendungsmöglichkeiten für WiGig. So zeigte Intel auf der Computex ein Tablet, das bei Annäherung an eine Basisstation, ein Videosignal drahtlos an einen Monitor übertrug. Auch Tastatur und Maus waren mit wenigen Sekunden Verzögerung einsatzbereit. Da die Bandbreite von WiGig durchaus mit Video-Streams in UHD-Auflösung fertig wird, ist die Technik auch für das Heimkino attraktiv.

Vision ist noch nicht marktreif

Bis die Nutzer jedoch die kabellose Computer-Welt genießen können, dürfte es noch über ein Jahr dauern. Die demonstrierte Technik basierte auf einer Weiterentwicklung von Intels aktueller Prozessorgeneration und trug den Codenamen Skylake.

Die Serienreife von Skylake wird allerdings nicht vor der zweiten Hälfte 2015 erwartet. Durch den nötigen Produktionsvorlauf könnten Skylake-Geräte deshalb wohl erst Anfang 2016 in den Handel kommen.

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