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Microsoft und Facebook planen Turbo-Internet-Leitung durch Atlantik

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Turbo-Leitung durch den Atlantik  

Microsoft und Facebook planen Internet-Seekabel

27.05.2016, 17:57 Uhr | t-online.de, dpa

Microsoft und Facebook planen Turbo-Internet-Leitung durch Atlantik. Die Grafische Darstellung zeigt den Querschnitt eines Untersee-Kabels der Firma TE SubCom. (Quelle: dpa/Symbolbild: TE SubCom/Arctic Cable Company)

Die Grafische Darstellung zeigt den Querschnitt eines Untersee-Kabels der Firma TE SubCom. (Quelle: Symbolbild: TE SubCom/Arctic Cable Company/dpa)

Microsoft und Facebook haben sich für ein Mammut-Projekt zusammengetan. Die beiden Technik-Unternehmen wollen ein eigenes Internet-Seekabel zwischen den USA und Europa verlegen. Die Leitung soll die schnellste ihrer Art werden.

Das Kabel durch den Atlantik wird den Namen Marea (zu Deutsch: Tide) tragen, teilten Microsoft und Facebook mit. Vom Bundestaat Virginia an der Ostküste der USA aus werde das Unterseekabel eine Distanz von 6600 Kilometern überbrücken und sich schließlich über Bilbao in Spanien mit  Netzwerken in Europa, Afrika sowie Asien verknüpfen. Acht Paar Glafaserstränge sollen für die bisher größte Bandbreite durch den Atlantik sorgen. Die Konzerne schätzen, dass eine Nennkapazität von 160 Terabit pro Sekunde erreicht werden wird. Das entspräche 20.480 Gigabyte pro Sekunde oder 5120 DVDs mit einer Kapazität von je vier Gigabyte. Das bisher schnellste atlantische Seekabel, das Hibernia Express, verläuft zwischen Kanada und England und überträgt potentiell bis zu 53 Terabit pro Sekunde.

Eine neue Tochterfirma des spanischen Telekommunikationsanbieters Telefónica wird die Leitung verwalten und betreiben. Über die Kosten des Projekts schweigen sich die Konzerne aber noch aus. Es dürfte mehrere hundert Millionen Euro kosten. Dafür gewinnen Microsoft und Facebook  mehr Unabhängigkeit.

Tech-Giganten bauen ihr eigenes Internet

Derzeit nutzen Internet-Firmen Kabel anderer Anbieter, eine eigene Infrastruktur könnte die Kosten senken. Das Marea-Kabel soll vor allem  die Geschwindigkeiten garantieren, die für die wachsende Anzahl von Internetdiensten wie Microsofts Office 365, Xbox Live, Bing und die Cloud-Plattform Azure notwendig sind. Auch Facebooks Hunger nach Bandbreite wächst stetig. Das soziale Netzwerk mit etwa 1,65 Milliarden Nutzern investiert massiv in die Übertragung von Live-Videos. Noch größere Datenmengen erfordert die Bildübertragung der 360-Grad-Welten für "Virtual Reality"-Brillen wie Oculus Rift.

Zudem achten die Web-Konzerne seit den Enthüllungen von Edward Snowden zur Überwachung durch Geheimdienste verstärkt auf Datensicherheit. Auch Google beteiligt sich an ähnlichen Projekten. Unter anderem investierte der Internet-Riese 300 Millionen US-Dollar in ein Unterseekabel durch den Pazifik. Die Leitung namens "Faster" verbindet die USA mit Japan und soll noch 2016 in Betrieb gehen. Erwartet werden Übertragungsraten von bis zu 60 Terabit pro Sekunde. 

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