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Die Tricks der Piratenjäger

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Die Tricks der Piratenjäger

04.10.2007, 11:47 Uhr | Christoph Schmidt & Sascha Plischke

Die Unterhaltungsindustrie hat den Kampf gegen Internetpiraten drastisch verschärft - rigoros gehen professionelle Online-Detektive gegen Filesharer und Raubkopierer vor, und zwar gezielt auch gegen kleine Fisch. Noch nie gab es so viele Strafverfahren gegen Nutzer von Tauschbörsen - allein im ersten Halbjahr 2007 registrierten die Gerichte mehr als 25.000 Klagen allein in Deutschland. Doch die Piratenjäger sollen nicht nur die Übeltäter Dingfest machen. Im Auftrag der Industrie streuen die Spezialisten Sand ins Getriebe der Tauschbörsen. Gefälschte Dateien und massenhafte Download-Anfragen sollen das Herunterladen von Raubkopien erschweren. Die Söldner führen einen knallharten Abnutzungskrieg gegen die Raubkopierer und bewegen sich dabei immer wieder in rechtlichen Grauzonen – ein Kampf mit ungewissem Ausgang.

Klick-Show Die geheimen Tricks der Piratenjäger

Unternehmen wie ProMedia beobachten im Auftrag der Musikbranche Tauschbörsen und sind zum Schrecken aller Filesharer geworden. Dabei stehen keinesfalls nur die großen Fische der Raubkopierer-Szene im Visier der Fahnder. Mitarbeiter sichten im Netz verschiedene Downloads und laden zum Schein Lieder herunter. Identifizieren sie die IP-Adresse eines Musikpiraten, wird die Staatsanwaltschaft eingeschaltet - bis zu 200 Fälle pro Tag kommen allein bei ProMedia zusammen.


10.000 Euro Strafe

Die Staatsanwaltschaft ermittelt bei dem jeweiligen Internetdienstanbieter die Zugangsdaten zu der IP-Adresse des raubkopierenden Computer-Nutzers. Dann wird es äußerst unangenehmen: Raubkopierer werden durch die Polizei vernommen, Hausdurchsuchungen sind nichts ungewöhnliches. In der Regel kommen hohe Anwaltskosten, Unterlassungsverpflichtungen und Schadenersatzklagen auf sie zu - 10.000 Euro und mehr sind nichts Ungewöhnliches.

Automatische Jagd in Tauschbörsen

Neben der Überwachung von Peer-to-Peer-Netzen nutzen die Piratenjäger sogenannte Crawler-Algorithmen, die Tauschbörsen nach urheberrechtlich geschützten Dateien absuchen und IP-Adressen von Internetpiraten sammeln. In Bittorrent-Netzwerken setzen die Online-Detektive präparierte Tracker von besonders beliebten Inhalten ein und sammeln die Adressen derer, die den Tracker aufrufen. Neben ProMedia gehen noch eine Reihe anderer Piratenjäger auf die Jagd der Raubkopierer, wobei die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) wohl die größten Erfolge im Kampf gegen Tauschbörsen verbuchen konnte.

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