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Internet-Auktionen: Fallstricke beim eBay-Handel

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Fallstricke beim eBay-Handel

| Christoph Schmidt

Über eBay werden täglich Millionen von Artikeln weltweit am virtuellen Ladentisch angeboten. Kauf und Verkauf verlaufen in der Regel anonym - die Ware wechselt den Besitzer, ohne dass die eBay-Kunden jemals miteinander gesprochen hätten.

Dies birgt manchen Vorteil, spart Kosten und verläuft meistens unproblematisch. Aber auch Risiken und Probleme lauern auf eBay. So halten sich hartnäckig populäre eBay-Irrtümer am Leben, die teuer werden können.

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Falsche Vorstellungen über Rechte und Pflichten

Durch die Köpfe vieler eBay-Nutzer geistern falsche Vorstellungen über ihre Rechte und Pflichten beim Handel mit Waren. So hält sich hartnäckig das Gerücht, dass bei Privatauktionen keine Gewährleistungspflicht zu geben sei. Richtig ist: Entgegen der landläufigen Meinung haftet jeder Verkäufer grundsätzlich für Warenmängel zwei Jahre lang. Jeder ersteigerte Artikel hat folglich eine gesetzliche Gewährleistungsfrist von 24 Monaten, egal ob dieser von eine privaten oder gewerblichen Verkäufer stammt.

Privat-Verkäufer können vorsorgen

Private Verkäufer haben allerdings die Möglichkeit, diese Gewährleistungsfrist auszuschließen. Dies muss aber ausdrücklich in der Artikelbeschreibung vermerkt werden. Gewerbliche Verkäufer können die Gewährleistungsfrist nicht aufheben, bei gebrauchten Waren aber auf zwölf Monate verkürzen, was ebenfalls in der Artikelbeschreibung vermerkt werden muss.

Garantieeinsprüche beim Verkäufer einklagen

Falls es tatsächlich zur Reklamation kommt, etwa weil die neue Digicam streikt, müssen Sie sich keinesfalls an den Hersteller wenden. Laut Gesetz muss sich der Verkäufer innerhalb der Gewährleistungsfrist darum kümmern. Dabei brauchen Sie das Produkt nicht in der Originalverpackung zurückzuschicken - Sie können ja problemlos nachweisen, dass Sie Kunde sind. Besonders wichtig: Innerhalb der ersten sechs Monate nach Kauf einer Ware liegt die Beweislast beim Verkäufer. Das heißt, er muss Ihnen beweisen, dass das Produkt bei Kauf keine Mängel aufwies. Nach Ablauf dieser Frist muss dann der Käufer beweisen, dass der Mangel bereits bei Kauf der Ware vorlag.

Auf den folgenden Seiten finden Sie interessante Fallbeispiele, die den Rechtsdschungel rund um eBay lüften helfen.

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