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Gericht gestattet Lehrer-Benotung im Internet

27.11.2007, 16:17 Uhr | dpa, dpa

Schüler dürfen auf Spickmich.de weiterhin ihre Lehrer benoten. (Foto: dpa)Schüler dürfen auf Spickmich.de weiterhin ihre Lehrer benoten. (Foto: dpa)Schüler dürfen ihre Lehrer im Internet benoten. Die Bewertung im Internetportal Spickmich sei vom Grundrecht auf freie Meinungsäußerung gedeckt, entschied das Kölner Oberlandesgericht (OLG) am Dienstag. Damit wiesen die Richter die Berufung einer Gymnasiallehrerin zurück, die sich durch ihre Benotung im dem Schüler-Portal verunglimpft fühlte und die Veröffentlichung ihrer Daten per einstweiliger Verfügung verbieten lassen wollte.

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Schüler bewerten Lehrer im Netz

Auf Spickmich werden Lehrer in Kategorien wie gut vorbereitet, faire Noten oder menschlich auf einer Notenskala von 1 bis 6 bewertet. Das OLG erklärte, die von den Schülern anonym abgegebenen Benotungen seien Werturteile, die nicht unzulässig in das Persönlichkeitsrecht der Gymnasiallehrerin eingriffen. In dem Portal werde konkret die Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit bewertet. Eine "beleidigende Schmähkritik" sah das Gericht bei dem von drei Kölner Studenten betriebenen Portal nicht. Die Pädagogin, die die Gesamtnote 4,3 erhalten hatte, werde auch nicht an den Pranger gestellt. Die Beurteilung kann laut OLG stattdessen der "Orientierung von Schülern und Eltern dienen und zu einer wünschenswerten Kommunikation, Interaktion und erhöhten Transparenz führen."

Spickmich nicht für jeden zugänglich

Das Gericht berücksichtigte bei seiner Entscheidung auch, dass die Benotungen nicht allgemein für jedermann zugänglich seien. Die Namen der Pädagogen würden nur unter den einzelnen Schulen aufgeführt, sagte OLG-Sprecher Hubertus Nolte. Lehrer, Eltern oder Schüler müssten sich anmelden, um Zugang zu erhalten. Es handele sich also nicht um eine allgemein zugängliche, öffentliche Seite. Mittlerweile bewerten mehr als 250 000 Schüler ihre Lehrer in dem Portal. Nach Meinung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ist www.spickmich.de ein menschlich und pädagogisch ungeeigneter Ort für eine Lehrer- Bewertung.

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