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Internet-Dominanz  

Studie: Google bedroht die Menschheit

04.12.2007, 12:57 Uhr | Christoph Schmidt

Professor Maurer warnt vor einer Realitäts-Verzerrung durch Google. (Fotografie Studio Sissi Furgler)Professor Maurer warnt vor einer Realitäts-Verzerrung durch Google. (Fotografie Studio Sissi Furgler)Google bedroht die Menschheit - und sollte deshalb zerschlagen werden. Zu diesem drastischen Schluss kommt eine Studie der Universität Graz. Der IT-Pionier Hermann Maurer hat im Auftrag des österreichischen Infrastrukturministerium Chancen und Gefahren durch große Suchmaschinen untersucht. In der Studie warnt er vor einer Verzerrung der Realität, die Google durch sein monopolistisches Verhalten hervorrufe. Insbesondere der globale Finanzmarkt sei bedroht durch das "beinahe universelle Wissen" des Suchmaschinenprimus. Die EU-Kommission müsse reagieren und Googles "Monopol als Suchmaschine brechen".

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Der Staat muss eingreifen

Maurer plädiert für einen staatlich regulierten Suchmaschinebereich. Hier sei die EU-Kommission gefragt, die Googles Monopol aufbrechen könne. Kartellrechtliche Maßnahmen auf allen Ebenen seien ein Schritt im Kampf gegen die Dominanz des Unternehmens. Als Google-Alternative sieht der Informatik-Professor einen staatlich geförderter Suchmaschinenmarkt, der eine Vielzahl spezialisierter Suchmaschinen beinhalten sollte. Betrieben würden dieses von gemeinnützigen Organisationen wie Universitäten oder Regierungseinrichtungen, die einer öffentlichen Kontrolle unterliegen. Dem freien Markt müsse der für die Wissensgesellschaft so sensible Bereich entzogen werden.

Google soll geteilt werden

Die Studie zeigt klare Gründe für eine Zerschlagung Googles auf: Das Unternehmen greife in die Privatsphäre von Computer-Nutzern ein und entwickle sich immer mehr zu einem Datenkraken, dem der Schutz der Privatsphäre nichts bedeute. "Jeder, der die Situation betrachtet, muss sich dessen bewusst sein, dass Google in noch nie dagewesener Art Macht angehäuft hat und damit unsere Gesellschaft in Gefahr bringt", sagte Maurer gegenüber der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Das Unternehmen solle in klar getrennte Firmen aufgeteilt werden, um seine überbordende Sammel-Leidenschaft für Nutzer-Daten künftig zu unterbinden.

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