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600.000 Euro Schaden - und Vorwürfe gegen eBay

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600.000 Euro Schaden - und Vorwürfe gegen eBay

11.12.2007, 13:16 Uhr

Der Kaufrausch dauerte bis zum 5. Dezember. Ab diesem Datum vermissten die ersten Kunden die versprochene Ware, beschwerten sich und verfassten negative Bewertungen. Im Sicherheitsforum des Online-Auktionshauses schlossen sich die Opfer in einer Diskussionsgruppe zusammen und tauschten sich über das merkwürdige Verhalten des angeblich vertrauenswürdigen Händlers aus. So bekam auch eBay selbst Wind von der Sache und schloss den Online-Shop.

Größter Einzelbetrug seit fünf Jahren

Der Schaden war jedoch bereits angerichtet: Nach Schätzungen der zuständigen Polizeibehörde in Offenbach am Main dürften mehrere tausend eBay-Kunden auf den zwielichtigen Computerhändler hereingefallen sein. Über die Schadenshöhe machte die Behörde keine Angaben. Falle-Internet hingegen spricht von 6000 bis 7000 Opfern, knapp 11.000 Artikel wurden vor der Shop-Schließung gegen Vorkasse verkauft und nie ausgeliefert. "Der Gesamtschaden wird vermutlich bei über 600.000 Euro liegen", sagt Markus Schwinn. Das wäre der größte Einzelbetrug auf eBay in den letzten fünf Jahren.

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Kriminelle sind auf der Flucht

Die Polizei ermittelt, die Geschäftsräume der Firma in Dreieich wurden bereits durchsucht. Der Firmeninhaber habe sich abgesetzt. Das ist besonders bitter für die geprellten Kunden, die nun vergeblich auf ihr Geld warten dürften. Falle-Internet erhebt inzwischen schwere Vorwürfe gegen eBay – das Online-Auktionshaus habe viel zu spät reagiert.

Hat eBay versagt?

Die Verbraucherschützer kritisieren, dass eBay die auffälligen Umsatzsteigerungen einfach übersehen hat. Anders als der Käufer könne die Angebotskontrolle von eBay sehr genau das Einstellverhalten der Händler beobachten. Auffällige Veränderungen könnten herausgefiltert und bewertet werden. Den Kontrolleuren des Auktionshauses hätte der sprunghafte Anstieg der Angebote von "pc-hardware1" auffallen müssen – schließlich sei der Computerhändler innerhalb von vier Monaten bis an die Spitze der umsatzstärksten Verkäufer und Gebührenzahler bei eBay aufgestiegen. Stattdessen habe eBay bis zur Schließung des Shops keine Maßnahmen ergriffen, um die Kunden vor einem möglichen Betrugsfall zu schützen, und das, obwohl in der Vergangenheit immer wieder Betrüger nach ähnlichem Muster vorgegangen waren.

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