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Digitaler Supergau in britischen Behörden

17.12.2007, 17:00 Uhr | Christoph Schmidt

Britischen Behörden kämpfen erneut mit einer digitalen Panne enormen Ausmaßes: Die Daten von drei Millionen Fahrschülern sind weg. Eine Privatfirma aus den USA hatte eine Festplatte mit den Informationen verschlampt. Erst vor wenigen Wochen waren in der britischen Steuerbehörde die Daten von 25 Millionen Kindergeld-Empfängern abhanden gekommen.

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Informationen von Fahrschülern sind weg

Die britische Regierung kommt aus den Skandalen nicht heraus: Nach den verlorenen Daten von Kindergeldempfängern sind nun persönliche Informationen von Fahrschülern weg. Verkehrsministern Ruth Kelly musste dies in einer Debatte im britischen Parlament zugeben. Sie versuchte zu beruhigen und versicherte, "dass in diesem Fall kein wesentliches Sicherheitsrisiko besteht." Die Opposition spricht von einem "Skandal".

Firma verschlampt Festplatte

Die US-Firma Pearson Driving Assessments hatte eine Festplatte mit den Daten von rund drei Millionen Führerschein-Anwärtern verschlampt. Das Unternehmen sollte die theoretische Fahrprüfung in Großbritannien vorbereiten. Die verschwundenen Daten enthalten Name, Adresse und E-Mail-Adresse sowie Telefonnummer aller Anwärter zwischen September 2004 und April 2007. Die Daten könnten von dritten aber nicht ausgelesen werden. Zudem räumte Kelly den Verlust von 7500 Fahrzeugdaten ein, darunter die Namen und Adressen der Halter. Diese seien bei der Übermittlung von Nordirland nach Wales verschwunden.

Überprüfung fördert Skandal zutage

Der Führerschein-Skandal kam offensichtlich nur ans Licht, da aufgrund des Verlustes von 25 Millionen Kindergeld-Datensätzen alle britischen Ministerien strengstens kontrolliert wurden. Diese Überprüfung des Verkehrsministerium ergab, dass die rund drei Millionen Datensätze der Fahrschüler bereits vor sieben Monaten verloren gingen.

Skandal um Kindergeldempfänger

Erst im November war bekannt geworden, dass zwei CDs mit den persönlichen Daten von 25 Millionen Personen durch die britische Steuerbehörde verschlampt wurde. Auf den CDs befanden sich Informationen über Anschrift, Geburtsdatum und Bankverbindung der Kindergeldempfänger.

Japan verliert Rentendaten

Aber nicht nur die Briten beklagen Schlamperein in ihren Behörden. So müssen Millionen Japaner ihre Rentenansprüche neu anmelden, weil die japanische Rentenverwaltung rund 65 Millionen Datensätze nicht mehr richtig zuordnen kann. Eine gigantische Nachtragsaktion soll nun den Schaden begrenzen.

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