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Abschied von Mr. Microsoft  

Wohnzimmerspaß und Windows-Uhren

03.01.2008, 11:51 Uhr

Die Idee ist bestechend einfach: PCs stehen selten im Wohnzimmer, doch die Musikbibliotheken, Filme, Fotos darauf würde mancher gern auf dem Fernseher sehen, den PC vielleicht als digitalen Videorekorder nutzen...

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2004: Das Wohnzimmer-Windows

Die Microsoft-Lösung: Eine kleiner Kasten auf den Fernseher, der übers Drahtlosnetzwerk alle Inhalte vom Computer abruft und im Wohnzimmer abspielt. Diese "Windows Media Center Extenders" stellte Bill Gates vor vier Jahren in Las Vegas vor, sprach in seiner Rede von "einem neuen Niveau", auf das man damit den PC als Medien-Zentrale hebe.

So weit die Theorie. Die Praxis sieht heute so aus: Kaum jemand hat die relativ teuren Extra-Geräte fürs Wohnzimmer-Windows gekauft. Kein Wunder: Sie kosten fast so viel wie eine Spielkonsole – und das nur, damit man im Wohnzimmer seine PC-Videothek anzapfen kann? Das Preisproblem hat nach einigen Jahren auch Microsoft offenbar erkannt: Die Microsoft-Spielkonsole Xbox 360 leistet inzwischen dasselbe wie die "Windows Media Center Extender" – ohne Aufpreis.

Teurer Technik-Flop: Die Windows-Uhr von Microsoft.Teurer Technik-Flop: Die Windows-Uhr von Microsoft.

2003: Die Windows-Uhr

Jeder US-Bürger besitzt statistisch gesehen drei Armbanduhren, schwärmte Microsoft-Gründer Gates vor fünf Jahren in seiner Eröffnungsrede zur CES. Was für ein Massenmarkt! Wenn auf all diesen Uhren Microsoft-Programme laufen würden...

"Smart Personal Object Technology" (Spot) nannte Microsoft die Technik, die per Funknetz Nachrichten, Wetterprognose, Sportergebnisse und so weiter auf die Displays spezieller Uhren schickte. O-Ton Gates zur Zauber-Uhr: "Das ist eine grundlegende Veränderung."

Die Windows-Uhr war so wichtig, das Microsoft sich die Entwicklung laut Gates fünf Milliarden Dollar kosten ließ. Gemessen daran ist Spot ein Flop: Es gibt in den Vereinigten Staaten den Dienst noch – als unbeachtete Randerscheinung. Erste Uhrenbauer haben ihre Spot-Reihen schon eingestellt, Suunto zum Beispiel. Dafür ruft nun eine US-Kaffeemaschine von Melitta übers Spot-Netz Wettervorhersagen ab.

2002: Der Kritzel-Computer

In einer Hand hält man den Computer, der kaum größer als ein Din-A4-Blatt Papier ist, mit der anderen tippt, schreibt und malt man per Stift oder Finger auf dem Gerät. Das klingt ein wenig nach XXL-iPhone, war aber schon vor sechs Jahren in Las Vegas auf der CES zu sehen. Bill Gates führte bei seiner Eröffnungsrede solch einen "Tablet-PC" vor und versprach: "Das ist eine bedeutende Entwicklung.

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Die Idee mit dem berührungsempfindlichen Bildschirm brachte Microsoft also schon Jahre vor Apple als Produkt auf den Markt. Allerdings waren die Tablet-PCs ziemlich teuer, ziemlich schwer und nicht so begehrt wie erhofft.

Die Kritzel-Computer mit dem von Bill Gates so gepriesenen Betriebssystem "Microsoft Windows XP Tablet-Edition" nutzen heute vor allem Unternehmen – als vernetzte Mischung aus Aktenordner und Klemmbrett von Außendienst-Mitarbeitern und in Krankenhäusern oder Logistikzentren. Als Massenprodukt ist der Kritzel-Computer ein Misserfolg.

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