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Patentanmeldung: Microsoft plant die totale Kontrolle von Arbeitskräften

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Patentanmeldung  

Microsoft plant die totale Kontrolle

03.01.2008, 14:42 Uhr | Sascha Plischke

In einem Patentantrag hat Microsoft sich die Rechte an einem Computersystem gesichert, mit dem die totale Kontrolle von Arbeitskräften gewährleistet werden soll. Die Idee dahinter: Über die Messung von Lebenszeichen wie Herzschlag oder Hirnströmen soll das System Stress und Überforderung erkennen können und dem Arbeiter Hilfe schicken. Weil die Maschine aber so gründlich arbeiten soll, könnten neugierige Chefs ihre Angestellten überwachen – und auf Knopfdruck sogar erfahren, ob sie die Wahrheit sagen.

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Eigentlich soll das System die Arbeit von Angestellten erleichtern und ihnen gezielte Hilfe zukommen lassen. Die Messung findet automatisch während der Benutzung von technischen Geräten wie Computern oder Mobiltelefonen statt. Gemessen wird über "physiologische oder Umweltsensoren". Übersteigen Herzschlag und Veränderung der Hirnströme bestimmte Grenzwerte, interpretiert das System diesen Anstieg als hohen Stress und setzt eine automatische Reaktion in Gang. So könnte dem Betroffenen Arbeiter zusätzliche Hilfe angeboten oder die zu anspruchsvolle Aufgabe einem besser geeigneten Kollegen übertragen werden.

Orwellsche Überwachungsphantasien

Der Patentantrag liest sich jedoch eher wie eine Orwellsche Überwachungsphantasie. So soll das System unter anderem Veränderungen des elektrischen Hautwiderstands messen – eine weit verbreitete Messmethode von Lügendetektoren. Außerdem sollen Nutzerprofile, Stresslevels und individuelle Reaktionen auf frustrierende Situationen zentral gespeichert werden. "Das System kann Aktivitätsdaten gerät- und nutzerübergreifend sammeln," so der Antrag im Wortlaut. "Als Ergebnis können Probleme mit Aufgabenmustern leichter erkannt und die Leistung der Arbeitnehmer besser miteinander verglichen werden."

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Zukunftsmarkt Überwachung

Glücklicherweise ist diese schöne neue Arbeitswelt noch weit von der Realisierung entfernt. Ein Patentantrag deutet selten auf ein bereits fertiges System hin. Das Dokument bietet jedoch einen interessanten Einblick in Microsofts Pläne für die Zukunft – offenbar sehen die Verantwortlichen in Redmond in der Überwachung am Arbeitsplatz einen echten Zukunftsmarkt.

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