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Datensicherheit: Unterhaltungsnetzwerk in Boeings Dreamliner lässt sich hacken

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Sicherheits-Risiko  

Boeings Dreamliner lässt sich hacken

08.01.2008, 12:15 Uhr | Jens Müller

Boeing zeigte den 787 erstmals im Juli 2007 der Öffentlichkeit. (Archivfoto: dpa)Boeing zeigte den 787 Dreamliner erstmals im Juli 2007 der Öffentlichkeit. (Archivfoto: dpa) Die US-Flugaufsichtsbehörde Federal Aviation Administration (FAA) schlägt Alarm: Ein jüngst veröffentlichter Bericht besagt, dass das für Passagiere offene Netzwerk der Boeing 787-8 Dreamliner von Hackern missbraucht werden könnte. Die FAA fordert nun Nachbesserungen seitens des Flugzeugherstellers - auch wenn die Möglichkeiten einer Hacker-Attacke umstritten sind.

Die im Bau befindliche Boeing 787-8 Dreamliner verfügt als erstes Flugzeug über ein sogenanntes Unterhaltungsnetzwerk und einen richtigen Internetzugang. Der Bericht der US-Behörde FAA erklärte, dass diese Dienste nicht ausreichend vom Bordnetzwerk abgeschirmt seien. Durch die physische Verbindung der beiden Netze bestehe die Gefahr gezielter Hacker-Attacken auf die Systeme des Flugzeugs sowie ungewollte Störungen. Bislang war das Bordnetzwerk bei sämtlichen Maschinen vollkommen isoliert.

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Sicherheits-Experte äußert Bedenken

Angeheizt wurde die Diskussion durch den Sicherheits-Experten Mark Loveless, der in einem Interview mit dem amerikanischen Magazin Wired sagte: "Es handelt sich dabei handelt nicht um einen Desktop-Computer, sondern es schützt die Passagiere davor, in den Tod zu stürzen. Ich hoffe, dass sich Boeing Gedanken macht, wie sie dieses Problem lösen."

Airbus tritt Boeing zur Seite

Ein Boeing-Ingenieur entkräftete jegliche Befürchtungen und wies den Wired-Artikel als "absurd" zurück. "Es geht hierbei nicht darum, ein Flugzeug zu hacken. Es geht darum, wie die FAA die Verdrahtung regulieren wird", sagte der Ingenieur gegenüber dem Online-Magazin DailyTech. Unterstützung bekam Boeing ausgerechnet von seinem großen Konkurrenten Airbus. Eine Verbindung zwischen beiden Netzwerken sei notwendig, um den Passagieren den Internetzugang zu ermöglichen.

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US-Behörde fordert Nachbesserungen

Die FAA fordert nun, dass Boeing das Netzwerk-Design des Dreamliners nachbessert, um ein Hacken der Bordsysteme durch Passagiere zu verhindern. Hard- und Software des Flugzeugs dürften nicht vom Unterhaltungsnetzwerk aus geändert werden dürfen. Die Pilotenvereinigung ALPA schlug zudem vor, dass die Crew dieses Netzwerk manuell abschalten könnte.

Dreamliner kommt pünktlich

Der Start des Dreamliners, der noch nicht an die Kunden ausgeliefert ist, soll sich durch das Sicherheits-Problem nicht verzögern. Anfang dieses Jahres soll das Flugzeug die ersten Flüge absolvieren und bis Ende 2008 im aktiven Dienst stehen.

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