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Kartellverfahren: Brüssel geht erneut gegen Microsoft vor

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Neue Kartellverfahren  

Brüssel geht erneut gegen Microsoft vor

14.01.2008, 17:35 Uhr | dpa

Microsoft-CEO Steve Ballmer: Muss der Softwareriese neue Millionenstrafen fürchten? (Quelle: dpa)Microsoft-CEO Steve Ballmer: Muss der Softwareriese neue Millionenstrafen fürchten? (Quelle: dpa) Die EU-Kommission geht erneut gegen den weltgrößten Software-Konzern Microsoft vor: Die EU-Behörde eröffnete am Montag in Brüssel zwei neue Missbrauchsverfahren, bei denen hohe Bußgelder drohen. Damit steht der Software-Riese erneut unter Beschuss von Behördenseite: Erst vor vier Monaten hatte Microsoft eine saftige Millionenstrafe zahlen müssen.

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Eines der Verfahren beruht auf der Wettbewerbsbeschwerde des norwegischen Browser-Anbieters Opera. Er hatte dem US-Giganten vorgeworfen, den Internet Explorer mit dem Betriebssystem Windows in unzulässiger Weise zu verbinden.

Auch Media Player war wettbewerbswidrig

Der Konzern beruft sich bei seiner Beschwerde auf eine Entscheidung der EU-Wettbewerbsbehörde, die die Verankerung des Windows Media Players in Windows für wettbewerbswidrig erklärte. Die EU verpflichtete Microsoft in der Folge, Windows auch ohne vorinstallierten Media Player anzubieten. Die gleiche Logik müsse auch im Browser-Markt Anwendung finden, um Windows-Nutzern eine größere Wahlfreiheit zu bieten.

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Microsoft verschleiert Programm-Schnittstellen

Im anderen Verfahren geht es nach Angaben der Kommission um Schnittstelleninformationen, die angeblich von Microsoft verweigert werden. Diese Daten sind nötig, damit Microsoft-Produkte mit denen anderer Hersteller kompatibel sind. Der Branchenausschuss ECIS hatte sich dazu bei der Kommission beschwert. Erst vor vier Monaten hatte das EU-Gericht frühere Sanktionen gegen Microsoft, darunter ein Bußgeld von knapp 500 Millionen Euro, ohne Einschränkungen bestätigt.

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