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Open-Source-Software: Französische Polizei tauscht Windows gegen Linux

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Open-Source-Software  

Französische Polizei verabschiedet sich von Windows

31.01.2008, 11:48 Uhr | dpa

Die französische Polizei will künftig auf dein Einsatz von Microsoft Windows verzichten und alle ihre Computer auf Linux umstellen. Insgesamt sollen bis 2014 mehr als 70.000 PC auf das Open-Source-Betriebssystem umgestellt werden. Damit wird die Gendarmerie weltweit die größte öffentliche Behörde sein, die sich nur noch auf frei verfügbare Software verlässt.

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Mit dem Schritt setzt die französische Gendarmerie ihre langfristige Strategie fort, sich von kommerzieller Software zu lösen. Bereits 2005 hatte die Behörde die freie Office-Alternative Open Office eingeführt, ein Jahr später den frei verfügbaren Browser Firefox. Mit der nun gestarteten Initiative sollen nun schrittweise die insgesamt 70.000 Computer der Polizei von Windows XP auf die Linux-Distribution Ubuntu umgerüstet werden, erklärte Colonel Nicolas Geraud, stellvertretender Direktor der IT-Abteilung der Behörde am Mittwoch. "Wir werden für jeden Computer, den wir ersetzen müssen, einen Linux-Rechner anschaffen", so Geraud. 2008 sollen so bis zu 8000 Systeme auf Ubuntu umgestellt werden sowie 15.000 weitere in den kommenden vier Jahren. Der Rest der Umstellung soll bis 2014 abgeschlossen sein, wenn der offizielle Support von Microsoft für Windows XP ausläuft.

Download Ubuntu Linux 7.04
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Grund für den Wechsel: Kosten sparen

Für den Wechsel gibt Geraud mehrere Gründe an. So wolle die Behörde zum einen ihre Abhängigkeit von nur einem Zulieferer beenden und zum anderen die volle Kontrolle über das eingesetzte Betriebssystem haben. Als dritten Grund führt die Behörde die immense Kostenersparnis an. Allein durch den Umstieg auf frei verfügbare Office-Software spare die Behörde jährlich sieben Millionen Euro. "2004 mussten wir noch 13.000 Office-Lizenzen für unsere Rechner kaufen", so Geraud. "Aber in den drei Jahren seit dem Umstieg waren es gerade einmal 27 Lizenzen."

Gute Erfahrungen mit freier Software

Die bisherigen Erfahrungen mit quelloffener Software seien sehr zufriedenstellend gewesen. So setze die Behörde neben Open Office auch erfolgreich den freien Browser Firefox und dessen E-Mail Pendant Thunderbird für die tägliche Arbeit ein. Geraud sieht sich durch die Marktentwicklung bestätigt: "Als wir uns für Firefox entschieden haben, machte das Programm gerade einmal drei Prozent der eingesetzten Browser aus. Heute sind es zwischen 20 und 25 Prozent."

Größte Behörde mit Linux weltweit

Die Gendarmerie mit ihren 100.000 Angestellten ist die weltweit größte Behörde, die ihre Rechner auf ein quelloffenes Betriebssystem umstellt. Pionier in der Nutzung von Linux war jedoch eine andere Behörde: Die französische Nationalversammlung hatte schon 2007 ihre Computer auf Ubuntu umrüsten lassen.

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