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Amazon ändert Rezensionssystem nach Manipulationsvorwürfen

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Manipulationsvorwürfe  

Amazon passt sein Bewertungssystem an

11.02.2008, 14:53 Uhr | dpa

Online-Händler Amazon.de schiebt den zahlreichen Rezensenten auf seiner Plattform einen Riegel vor. In Zukunft soll nicht mehr jeder Waren wie Bücher und CDs rezensieren dürfen. Eine kleine Hürde muss dafür übersprungen werden.

Nach Beschwerden über Manipulationen hat Amazon.de sein System zur Bewertung von Produkten verändert: Künftig können nur noch Kunden Rezensionen abgeben, die mindestens einmal bei dem Online-Händler eingekauft haben, teilte das Unternehmen am Montag in München mit. Die Zulassung ist allerdings nicht an den Erwerb des bewerteten Produkts gebunden. Die deutsche Niederlassung des amerikanischen Konzerns bezeichnete den Schritt als Teil "kontinuierlicher Verbesserungen", der nichts mit den Vorwürfen zu tun habe.

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Fachverlag sieht sich benachteiligt

Nach Medienberichten hatten einige Fachverlage den Missbrauch der Bewertungsplattform beklagt. So monierte Galileo Press, dass Unbekannte offenbar mit gefälschten Kundenrezensionen bestimmte Titel beworben und andere gezielt in Misskredit gebracht hätten. Es handle sich um eine "regelrechte Kampagne", schreibt Verlagsleiter Tomas Wehren auf der Internetseite des Unternehmens.

Manipulationen laut Amazon nur "sehr selten"

Die Identität von mehr als 100 Rezensenten sei gefälscht, mehr als 150 Bücher und Video- Lernkurse seien betroffen. Amazon-Sprecherin Christine Höger äußerte sich zu diesen Bericht nicht; sie erklärte, Manipulationsversuche seien auf einer offenen Plattform nicht vollständig zu verhindern, träten aber bei Amazon.de "sehr selten" auf.

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