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Defekte Unterseekabel: Internet-GAU durch Sabotage?

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Defekte Seekabel  

Kabel-GAU durch Sabotage ausgelöst?

19.02.2008, 14:36 Uhr | Christoph Schmidt/Sascha Plischke

Schuhputzer vor einem Internetcafé in der ägyptischen Hauptstadt Kairo. (Foto: dpa) (Quelle: dpa)Auf dem Trockenen: Internetnutzer im Mittleren Osten blieben lange ohne Verbindung. (Quelle: dpa) Nachdem zwei Defekte an Seekabeln im Mittelmeer halb Asien vom Internet abgeschnitten hatten, tauchten immer weitere Schäden an den unterseeischen Leitungen auf. Wie die Internationale Fernmelde-Union (ITU) nun berichtet, sind die Beschädigungen wohl durch Sabotage verursacht worden. Zunächst ging man davon aus, Schiffsanker hätten die Schäden verursacht.

"Wir wollen die Ergebnisse der laufenden Untersuchungen nicht vorwegnehmen, aber wir schließen nicht mehr aus, dass ein absichtlicher Sabotageakt die Schäden an den Unterseekabeln verursachte", sagte Sami al-Murshed von der UN-Organisation ITU gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Seine Agentur untersucht zur Zeit die Ursachen für die erheblichen Netzausfälle.

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Unklarheit über beschädigte Kabel

Insgesamt wurden fünf Unterseekabel beschädigt. Am 7. Februar machte die indische Telefongesellschaft Flag Telecom deutlich, dass der Schaden am Falcon-Unterseekabel durch einen Anker verursacht wurde. Dieser Schaden wurde mittlerweile wieder repariert. Doch wie erklären sich die Schäden an den anderen Kabeln? "Einige Experten zweifeln an der vorherrschenden Meinung, dass die Kabel durch einen Unfall beschädigt wurden. Insbesondere deshalb, weil die Kabel in großen Tiefen liegen und nicht von Schiffen überquert werden", sagte al-Murshed am Rande einer Konferenz über Online-Kriminalität in Katar.

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Drama um Unterseekabel

Die Misere der gebrochenen Internetkabel begann am 23. Januar, als die Unterseeverbindung FALCON zwischen dem italienischen Palermo und dem ägyptischen Alexandria plötzlich keine Signale mehr durchließ. Die Katastrophe war perfekt, als dann noch die zweite Verbindung auf dieser Strecke ausfiel: am 30. Januar gab auch SeaMeWe-4 keinen Ton mehr von sich. Im Mittleren Osten, Pakistan und Indien brach ein Großteil der Internetbandbreite weg, in Dubai musste ein Provider zeitweise seinen Service komplett einstellen. Insgesamt waren eine Milliarde Menschen von dem Ausfall betroffen. Dies führte zu wilden Spekulationen auf mehreren Internetseiten - von einem US-Angriff bis zu kabelhungrigen Unterwassertieren reichten die Mutmaßungen über die Gründe der Kabelbrüche?

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