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Online-Kriminalität  

Polizei sprengt Gangster-Netzwerk

22.02.2008, 12:13 Uhr | Christoph Schmidt

In Kanada schnappte die Polizei eine der größten Hacker-Banden. (Archivfoto: T-Online)In Kanada schnappte die Polizei eine der größten Hacker-Banden. (Archivfoto: T-Online)Die kanadische Polizei hat ein international operierendes Netzwerk von Phishern und Hackern ausgehoben. Die Bande soll mit Online-Betrügereien umgerechnet 30 Millionen Euro erbeutet haben. Insgesamt 17 Verdächtige nahmen die Beamten fest, die weltweit über eine Million Rechner unter ihrer Kontrolle gehabt haben sollen.

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Der ermittelnde Kommissar Frederick Gaudreau sprach gegenüber dem kanadischen Fernsehsender CBC von einer "neuen Form der organisierten Kriminalität". Die Internet-Verbrecher hätten weltweit Rechner attackiert und zu einem gigantischen Botnetz zusammengeschlossen. Beliebtes Angriffsziel: Computer, die ohne den Schutz einer Firewall oder eines Virenscanners an das Internet angeschlossen waren. "So konnten sie Trojaner in die Systeme einschleusen, um die Computer aus der Ferne zu kontrollieren", sagte Gaudreau weiter. Die meisten der gekaperten Rechner stammten aus Polen und Brasilien - darunter auch Regierungscomputer. Insgesamt waren Rechner aus über 100 Staaten betroffen. Dies ist der bislang größte Fall von Online-Betrug in der Geschichte Kanadas.

Palette von Online-Verbrechen

Die Hacker missbrauchten die Computer für eine ganze Palette von Online-Verbrechen. So richteten sie auf den gekaperten Rechnern Phishing-Seiten ein, verschickten massenhaft eMails oder führten bezahlte Angriffe auf Computersysteme aus - sogenannte Denial-of-Service-Attacken (DoS). Über die Phishing-Seiten spionierten sie Bankdaten und andere vertrauliche Informationen aus. Dabei nutzte jeder von ihnen gleich mehrere Computer, um das gewaltige Botnetz zu steuern. Die Behörden beziffern den dadurch verursachten Schaden auf umgerechnet 30 Millionen Euro. Der Großteil davon wurde außerhalb Kanadas erbeutet.

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17 Hausdurchsuchungen in 12 Städten

Die Ermittlungen starteten 2006, nachdem massive Beschwerden von Unternehmen, Regierungsorganisationen und Einzelpersonen bei der Polizei eingegangen waren. Diese resultierten nun in 17 Hausdurchsuchungen in zwölf Städten im Bundesstaat Quebec. Hunderte Ermittler beschlagnahmten dabei über ein dutzend Computer und Festplatten. Die Verdächtigen sind zwischen 17 und 26 Jahre alt. Gegen sieben von ihnen wurde Anklage wegen des Angriffs auf Computer und des illegalen Besitzes von Passwörter erhoben. Die Restlichen müssen wohl mit ähnlichen Anklagen rechnen. Ihnen droht nun bis zu zehn Jahren Haft. Nach ersten Verhören wurden die Verdächtigen aber wieder auf freien Fuß gesetzt.

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