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Britische Behörde verkauft sensible Daten bei eBay

28.02.2008, 17:04 Uhr | Sascha Plischke

Die Briten lernen es nicht: CD mit Geheimdaten steckte noch im Laptop. (Quelle: t-online.de)Die Briten lernen es nicht: CD mit Geheimdaten steckte noch im Laptop.Das britische Innenministerium hat aus Versehen hochgeheime Daten über eBay verkauft. In einem Laptop war eine CD mit den sensiblen Informationen versteckt worden. Dort schlummerte der Datenträger noch, als das ausgemusterte Notebook schließlich versteigert wurde. Erst bei Wartungsarbeiten entdeckte ein Techniker die Staatsgeheimnisse. Es ist nicht das erste Mal, dass britische Behörden wichtige Informationen verlegen.

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Eigentlich ist der Job von Lee Bevan nicht besonders ereignisreich. Eigentlich kümmert sich der Manager einer kleinen Computerfirma im britischen Manchester mit seinem Team verklemmte CD-Laufwerke und kaputte Tastaturen. Deshalb staunte Bevan nicht schlecht, als ihm einer seiner Mitarbeiter die CD präsentierte. Die Aufschrift: "Innenministerium. Streng geheim." Der Mann hatte den Datenträger in einem Kunden-Notebook gefunden, versteckt in den Eingeweiden des Rechners. "Ein Kunde brachte uns einen Laptop zur Reparatur. Zwischen der Tastatur und der Hauptplatine fanden wir dann diese CD."

Bevan verständigte umgehend die zuständigen Behörden. Der Datenträger wurde daraufhin von Beamten der Terrorismusbekämpfung sichergestellt. Eine Sprecherin des Innenministeriums hat den Vorfall inzwischen offiziell bestätigt, und räumte auch die Übergabe der Dateien an die Polizei von Manchester ein. Die Daten seien jedoch zu keiner Zeit in Gefahr gewesen. "Sämtliche Daten auf der CD waren verschlüsselt und deshalb absolut sicher vor unbefugtem Zugriff."

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Der Vorfall ist peinlich für die britischen Behörden, die bereits mit einer Serie ähnlicher Zwischenfälle zu kämpfen haben. Im November waren dem Finanzministerium 25 Millionen Steuerdatensätze mit privaten Informationen der Bürger abhanden gekommen. Im Monat darauf gestand das Umweltministerium den Verlust zahlreicher Datensätze von Kraftfahrern ein. Ebenfalls im Dezember schließlich musste das Verkehrsministerium zugeben, dass ein privater Dienstleister des Ministeriums über drei Millionen Daten von Fahrschülern verloren hatte.

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