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Aus-der-Luftgucker tappen in die Abmahnfalle

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Google Earth  

Aus-der-Luftgucker tappen in die Abmahnfalle

29.02.2008, 12:45 Uhr | Konrad Lischka

Aus Googles Weltatlas kann jeder mühelos Luftbilder per E-Mail verschicken. Wer diese Aufnahmen ins Web stellt, riskiert eine Abmahnung. Die Rechte an den Luftbildern liegen nicht bei Google, sondern bei kleinen Firmen, die Millionen für die Luftaufnahmen bezahlt haben.

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Den Karswald, den alten Bahnhof, sogar die neben ihrer kleinen Kelterei geparkten Autos konnte Kirstin Walther bei Google Earth erkennen. 2006 war das, da startete Geschäftsführerin Walther gerade das Saftblog ihrer kleinen Traditionskelterei, die der Großvater 1927 bei Dresden gegründet hatte. Walther schaute sich die alte und die neue Kelterei aus der Luft an, schickte die Bilder aus Google Earth an ihre Mail-Adresse und stellte sie in ihr Saftblog. Für die zwei Bildchen soll sie nun gut 1400 Euro zahlen.

Abgemahnt hat die Saft-Unternehmerin nicht etwa Google, sondern die Magdeburger Firma Geocontent. Das kleine Unternehmen hat von 2001 bis 2006 ganz Deutschland aus der Luft fotografieren lassen, einen zweistelligen Millionenbetrag investiert, Kredite aufgenommen. Diese Luftbilder hat nun unter anderem Google lizenziert. Und nun herrscht Verwirrung darüber, wer nun eigentlich wie die Karten und Luftbilder aus Googles Weltschau-Produkten Earth und Maps nutzen kann.

Google formuliert schwammig

Die abgemahnte Kirstin Walther erzählt:"Ich erinnerte mich, dass ich damals sehr genau in der Hilfsfunktion von Google Earth nachgelesen habe, ob ich die Fotos verwenden darf. Da stand sinngemäß, man dürfte das, wenn man die Copyright-Hinweise nicht entfernt." In der Tat: Ruft man im Web die Google-Earth-Hilfe auf und klickt die Frage an "Darf ich Bilder im Web verwenden?", antwortet Google:

"Wir freuen uns, dass Sie Google Earth noch stärker in Ihre Online-Welt integrieren möchten. Sie persönlich dürfen ein Bild aus der Anwendung verwenden (beispielsweise auf Ihrer Website, in einem Blog oder einem Word-Dokument), solange Sie die Angaben zum Copyright und zur Bezugsquelle nicht entfernen."

Als Einschränkung führt Google auf: "Sie dürfen diese Bilder aber nicht an andere Nutzer verkaufen, als Teil eines Service anbieten oder in einem kommerziellen Produkt verwenden." Diese Formulierung greift Luftbild-Anbieter Geocontent in der Abmahnung auf.

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