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Angst vor der Abmahnung

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Google Earth  

Angst vor der Abmahnung

29.02.2008, 12:46 Uhr

Google-Sprecher Kay Oberbeck erklärt SPIEGEL ONLINE: "Grundsätzlich ist die Nutzung von Google Maps und Google Earth im Rahmen der jeweiligen Nutzungsbedingungen für den Nutzer unproblematisch" (Detail-Informationen von Google im Kasten unten) Allerdings könne Google "als Lizenznehmer - und nicht Urheber oder Eigentümer - des Bild- respektive Kartenmaterials" keinen Einfluss darauf nehmen, "ob und in welcher Art und Weise die jeweiligen Lizenzgeber ihre Rechte geltend machen".

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Blogger Robert Basic vermutet eine "Abmahnwelle" in dieser Angelegenheit. Dem widerspricht Geocontent-Geschäftsführer Günter Kuscher: "Uns geht es darum, dass die nicht legale gewerbliche Nutzung unserer Luftbilder unterbunden wird." Geocontent hat für die Flüge über Deutschland mehrere Millionen Euro ausgegeben, ist auf die Refinanzierung angewiesen. Kuscher verweist darauf, dass Luftbilder von manchen Unternehmen "im Web, in Prospekten und Broschüren" verwendet werden. Kuscher: "Ohne zu zahlen, ohne zu fragen. Das geht so nicht."

Luftbildfirma: "Kein Abmahnwelle"

Geocontent hat Mitte 2007 die Berliner "Gesellschaft für kartographische Abdruck- und elektronische Vervielfältigungsrechte" (GEKA) beauftragt, unerlaubte Verwendungen der Lufbilder und Karten zu verfolgen. Kuscher: "Da sind inzwischen einige Hundert Fälle zusammengekommen, im Januar waren es circa 80 Fälle."

80 Fälle bedeuten aber nicht 80 Abmahnungen, erklärt GEKA-Geschäftsführer Hans Biermann. Bei Luftbilder sei der Nachweis der Copyright-Inhaber nur sehr aufwendig zu führen. Die GEKA suche nach Screenshots von Luftbildern, die anscheinend rechtswidrig genutzt werden. Biermann: "Wir leiten wir solche Fälle an die Rechteinhaber weiter, die im Zweifelsfall genau nachweisen müssen, dass dieses Bild von ihren Flügen stammt, wann und wo es aufgenommen wurde." Weil das so aufwendig ist, komme es nur in verhältnismäßig "wenigen, drastischen Fällen" zu einer Abmahnung.

Biermann räumt ein: "Sicher kann es manchen Internetanwendern verwirren, wenn er in den Nutzungsbedingungen bei Google Earth liest, er dürfe als Privatmensch Bilder aus dem Programm verwenden, wenn er die Copyright-Hinweis beibehält." Diese Formulierung klingt womöglich mehrdeutig. Aber, so Biermann: "Nach zehn Jahren Internethype in Deutschland müsste schon klar sein, dass man im Zweifelsfall Rechte beim Rechteinhaber prüfen muss, statt einfach Screenshots zu veröffentlichen."

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