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Subunternehmer im finsteren Geschäft

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Subunternehmer im finsteren Geschäft

03.03.2008, 14:24 Uhr | Sascha Plischke

Dafür kauft der Spammer die notwendigen Ressourcen auf dem freien Markt ein. In einschlägigen Hackerforen, die normalen Internetsurfern verborgen bleiben, stellt der Versender Kontakt zu dem Betreiber eines Botnetzes her. Diese so genannten Herder stellen regelmäßig Schattenheere zusammen und vermieten sie an den Meistbietenden. Derzeit liegt der geschätzte Marktwert bei etwa zwei US-Dollar pro Sklavenrechner - angesichts von Botnetz-Größen von einigen tausend bis zu einer Million Rechner ein überaus lukratives Geschäft. Jeder einzelne Rechner wird in den Diensten des Spammers dann hunderte von Nachrichten verschicken.

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Webcrawler spüren eMail-Adressen auf

Als nächstes benötigt der Spamversender Zieladressen, an die er seine Nachrichten verschicken kann. Entweder unterhält er zu diesem Zweck eine eigene Datenbank, oder er bedient sich der Dienste eines Adressjägers. Diese Profis betreiben eine kleine Armee spezialisierter Webcrawler. Diese Crawler ähneln denen, die Suchmaschinen einsetzen, um ihre Ergebnisse zusammen zu tragen, fahnden aber gezielt nach verwertbaren eMail-Adressen.

Riesige Spamlisten auf gesicherten Servern

So greifen diese Spambots alle eMail-Adressen ab, die irgendwo im Netz veröffentlicht wurden. Wer seine elektronische Anschrift also auf seiner privaten Homepage hinterlässt, gerät so schnell auf eine der zahlreichen Spamlisten. Aber auch aus anderen Quellen bedienen sich die Jäger – besonders ergiebig erweisen sich dabei offenbar Trojaner-Attacken, bei denen befallene Rechner nach den begehrten Adressen durchsucht werden. Eine weitere beliebte Quelle sind anmeldepflichtige Online-Dienste – vor allem bei kleineren Seiten kommt es vor, dass der Adressbestand in dunkle Kanäle verkauft wird.

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Innerhalb weniger Stunden ist alles vorbei

Hat der Spammer alle Puzzleteile zusammen, startet die Spamwelle. Die komplette Operation, von der Auftragserteilung bis zum Versand nimmt nur wenige Stunden in Anspruch. Professionelle Spamversender können solche Aktionen also in kurzer Zeit starten und schnell wiederholen. So ist es möglich, dass eine relativ geringe Zahl von Organisationen für einen Großteil des Spams verantwortlich ist.

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