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Tödliche Gefahr  

Hacker knacken Herzschrittmacher

13.03.2008, 11:48 Uhr | Christoph Schmidt

US-Wissenschaftler haben entdeckt, das WLAN-fähige Herzimplantate dramatische Sicherheitslücken aufweisen - mit tödlichen Folgen für Patienten. Die Forscher konnten über die Funkschnittstelle eines Herzschrittmachers Einfluss auf den Betrieb des Geräts nehmen und waren so in der Lage, tödliche Stromschläge oder die Abschaltung des Geräts auszulösen.

Forscher der Universitäten von Washington, Massachusetts, Harvard und Amherst verschafften sich mit einfachster Hacker-Ausrüstung Zugang zu einer Kombination aus Herzschrittmacher und Defibrillator. Aufgrund des von dem Gerät genutzten unverschlüsselten WLAN-Protokolls konnten die Wissenschaftler Patientendaten auslesen, den Herzschrittmacher ausschalten und den Defibrillator dazu bringen, tödliche Stromstöße auszugeben. Die Ergebnisse ihres Tests haben sie in einer Studie veröffentlicht.

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Forscher lösen tödlichen Stromstoß aus

Die Wissenschaftler experimentierten mit einem Herzschrittmacher des Marktführers Medtronic Maximo, da es ein marktübliches Implantat mit Funkschnittstelle ist. Das Gerät verwendet ein unverschlüsseltes WLAN-Protokoll zur Verbindung des Implantats mit einem externen Rechner. Ein versierter Hacker mit genügend Zeit könnte so ohne Probleme die Kontrolle über das Implantat übernehmen und Stromstöße in einer Stärke auslösen, die einem Tritt gegen die Brust entsprechen. Eine Stärke, die jeden Herzpatienten töten würde.

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Funkschnittstelle ermöglicht Datenabfrage

Herzimplantate sind mit einer Funkschnittstelle ausgerüstet, damit Ärzte die Funktionalität des Gerätes überwachen, gesammelte Daten auswerten und den Schrittmacher nachjustieren können. Sie werden seit Jahren Herzkranken in die Brust implantiert. Studienteilnehmer Tadayoshi Kohno von der Universität Washington zufolge wurden die Geräte aber noch nie einer eingehenden Sicherheitsüberprüfung unterzogen. Das nun entdeckte Risiko sei zwar für Patienten noch gering. In Zukunft würde es aber mit Sicherheit wachsen.

Behörden wurden alamiert

Die Wissenschaftler informierten die zuständigen Behörden von ihren Forschungsergebnissen und forderten sie auf, sich mit der theoretischen Gefahr eines Hackerangriffs auf Herzschrittmacher zu befassen. "Was ich gerne sehen würde sind Sicherheitsstandards, die zusammen mit Regulierungen umgesetzt werden", sagte Kohno gegenüber dem Branchenportal Computerwold.

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