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Polizei hebt Raubkopierer-Ring aus

13.03.2008, 15:11 Uhr | Sascha Plischke

Schattengesellschaft: Download-Ringe agieren im Verborgenen. (Montage: T-Online)Schattengesellschaft: Download-Ringe agieren im Verborgenen. (Montage: T-Online) Riesenschlag gegen die Raubkopierer-Szene: In Sachsen hat die Kriminalpolizei einen Ring von Film- und Musikpiraten ausgehoben. Der Haupttäter hatte mehrere Server betrieben, über die er zahllose Raubkopien gegen Gebühr zum Download anbot. Mit dem illegalen Abo versorgte der Mann Kunden in ganz Deutschland und Frankreich, verdiente so zehntausende Euro. Jetzt flog alles auf – weil ein Insider sein Schweigen brach.

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Es war ein gutes Geschäft für den Anbieter und seine Abonennten: Für 25 bis 30 Euro im Monat konnten seine Kunden so viel herunterladen, wie sie wollten. Filme, Musik, Software, alles per blitzschnell FTP-Verbindung. Der Betreiber sorgte stets dafür, dass seine Server mit den frischesten Raubkopien bestückt waren und machte so fetten Profit. Jetzt ist das Geschäft vorbei: Unter Leitung der Staatsanwaltschaft Chemnitz beschlagnahmte die Kriminalpolizei Sachsen die Server des Mannes mit mehr als fünf Terabyte an Daten sowie alle Nutzerdaten. Auch die Kunden des Tauschringes müssen jetzt rechtliche Konsequenzen fürchten.

Piratenring erstreckte sich bis nach Frankreich

Für den Haupttäter wird es eng: der Mann ist Wiederholungstäter und wartet bereits auf die Hauptverhandlung in einem Verfahren aus dem vergangenen Jahr. Offenbar hatte er seinen Lebensunterhalt mit dem Downloaddienst bestritten und das Geschäft nach der Anklage sofort wieder aufgenommen. Die Gewinne aus dem illegalen Geschäft wurden beschlagnahmt. Insgesamt 75.000 Euro soll der Mann mit seinem FTP-Downloaddienst umgesetzt haben. Auch damals konnte die Polizei Kundendaten sicherstellen Gegen 500 Abonennten wird bereits ermittelt, das Kundennetzwerk erstreckt sich über die gesamte Bundesrepublik und bis nach Frankreich.

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Aussage eines Insiders führte zur Verhaftung

Dem Mann war die Aussage eines Insiders aus seinem Kundenkreis zum Verhängnis geworden. Ein ehemaliges Mitglied hatte die Polizei auf die fortgesetzten Aktivitäten des des Piraten-Rings aufmerksam gemacht. In Zusammenarbeit mit den professionellen Piratenjägern von der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) konnten die Ermittler den Piraten ein zweites Mal dingfest machen.

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