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Tauschbörsen: Kripo hebt Raubkopierer-Ring in Frankfurt aus

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Tauschbörsen  

Kripo hebt Raubkopierer-Ring aus

20.03.2008, 15:02 Uhr | Christoph Schmidt

Der Kripo Frankfurt am Main ist ein massiver Schlag gegen einen internationalen Raubkopiererring gelungen, der über einen Frankfurter Provider monatlich terabyteweise Raubkopien in der ganzen Welt verbreitete. Die Beamten beschlagnahmten insgesamt zehn Server, die nun von Computerspezialisten ausgewertet werden. Dabei machten wieder einmal die Piratenjäger der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) die Beamten auf den illegalen Tauschring aufmerksam.

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Lukratives Abo-Modell mit Top-Inhalten

Die Tauschbörse war offenbar ein lukratives Geschäft für den Anbieter: Abonnenten konnten gebührenpflichtige Downloadkontingente erwerben, die zwischen 20 und 500 Euro kosteten. Hierfür bot die Seite Kinofilme wie John Rambo, aktuelle Computerspiele und Musik zum Download an. Eine Hochgeschwindigkeitsanbindung ans Internet ermöglichte den Internet-Piraten eine blitzschnelle Verbindung. Dabei sollen monatlich rund 60 Terabyte an Daten zwischen den 13.000 registrierten Nutzern getauscht worden sein.

Polizei rechnet mit Festnahmen

Nun beendeten die Frankfurter Ermittler das kriminelle Treiben und schalteten Internetexperten des Bundeskriminalamtes (BKA) ein. Neun der beschlagnahmten Server fungierten offenbar als Datenspeicher für die Raubkopien. Den zehnten nutzten die Internet-Piraten als sogenannten Trackerserver, der den Austausch der Kopien ermöglichte. Zur Zeit werten die Beamten die beschlagnahmten Rechner noch aus. Sie gehen davon aus, hierdurch weitere Hinweise auf Mitglieder des Raubkopiererrings zu bekommen. Deshalb sei in Kürze mit der Eregreifung von Tätern und der Sicherstellung zusätzlicher Server zu rechnen.

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Zusammenarbeit der Piratenjäger

Die GVU hatte die Beamten über das Treiben auf den Rechnern des Frankfurter Providers informiert. Dieser hatte einem US-Bürger die Serverkapazitäten vermietet, der sie für sein illegales Treiben missbrauchte. Dabei funktionierte die grenzüberschreitende Zusammenarbeit internationaler Piratenjäger offenbar hervorragend. Der Verband der US-Filmwirtschaft MPAA hatte die Raubkopie eines aktuellen Films entdeckt und diesen mit Hilfe eines individualisierten Wasserzeichens zurückverfolgen können. Da die weltweit erste Kopie dieses Films in Deutschland auftauchte, bat die MPAA die GVU um Hilfe. Diese konnten den Film schließlich auf die nun hochgenommenen Tauschring zurückverfolgen und alarmierte die Polizei.

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