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Internetanzeige lockt Plünderer an

26.03.2008, 10:20 Uhr | Sascha Plischke

Plünderer machen sich über fremdes Eigentum her. (Archivfoto: dpa)Plünderer machen sich über fremdes Eigentum her. (Archivfoto: dpa)"Wie die Geier" sind im US-Bundesstaat Oregon zahlreiche Habgierige über das Haus eines ahnungslosen Bürgers hergefallen – alles wegen einer gefälschten Anzeige im Internet. Auf einer Seite für Kleinanzeigen hatte ein böswilliger Spaßvogel unter dem Namen des Geschädigten dessen Hab und Gut zur Mitnahme freigegeben. Und die Internetgemeinde bediente sich großzügig – ganze Wagenladungen räumten die Plünderer ab. Die Proteste des rechtmäßigen Besitzers verhallten ungehört, erst die Polizei konnte den Raubzug stoppen.

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Wie die örtliche Polizei mitteilte, handelt es sich bei dem Geschädigten um Robert Salisbury aus Jacksonville. Der staunte nicht schlecht, als ihn am Samstag eine Frau mit einem seltsamen Anliegen anrief. Sie habe seine Anzeige im Internet gesehen und frage sich nun, ob sie auch das Pferd aus dem Stall mitnehmen könne. Salisbury, der gerade beruflich unterwegs war, raste alarmiert knapp vierzig Kilometer nach Hause. Dort fand er eine Horde ihm unbekannter Menschen vor, die in aller Ruhe sein Haus leer räumten. Weitere Wagen, vollgestopft mit seinen Habseligkeiten, fuhren gerade davon.

"Weil es im Internet steht, ist es wahr"

Als Salisbury die Menschen daran hindern wollte, weiter Dinge aus dem Haus zu tragen, hielten sie ihm den Ausdruck einer Internetanzeige unter die Nase. Dort hatte jemand auf der in den USA sehr beliebten Kleinanzeigen-Seite Craigslist.com eine Anzeige unter Salisburys Namen veröffentlicht: Dort hieß es, er sei umgezogen und habe "viele brauchbare Sachen" hinterlassen - Bedienen Sie sich!" Das nahmen die Menschen wörtlich – und ließen sich auch von den Protesten Salisburys nicht beeindrucken. "Sie dachten ernsthaft, bloß weil es im Internet steht, ist es wahr", sagte Salisbury dem Lokalblatt Mail Tribune. "Das ist einfach verrückt."

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Erst die Polizei stoppt die Plünderung

Den Raubzug stoppen konnte erst ein Aufgebot der Polizei, das mit mehreren Wagen das Haus umstellte. Da war ein großer Teil des Hausstandes jedoch schon verschwunden. Salisbury konnte der Polizei nur einige Nummernschilder von Fahrzeugen nennen, die das Haus mit seinen Besitztümern verlassen hatten. Nun laufen die Ermittlungen, die Polizei hat jedem Beteiligten Straffreiheit angeboten, der die illegal erworbenen Beutestücke wieder bei ihrem rechtmäßigen Besitzer abgibt. Gleichzeitig arbeitet die Staatsanwaltschaft mit der Rechtsabteilung von Craigslist zusammen, um den Urheber der verhängnisvollen Anzeige ausfindig zu machen.

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Heimliche Rückgabe in der Nacht

In der Zwischenzeit wartet Salisbury auf die Rückgabe seiner Habseligkeiten. In seiner Auffahrt bilden sich über Nacht immer wieder kleine Haufen heimlich zurückgebrachten Diebesguts. Gemütlich auf seiner Veranda sitzen kann der Mann dabei jedoch nicht. Jemand hat seine Sitzbank mitgenommen.

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