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eBay sperrt Betrüger aus

22.04.2008, 11:15 Uhr | Sascha Plischke

eBay sperrt Betrüger aus. (Foto: dpa)eBay sperrt Betrüger aus. (Foto: dpa) Mit einem neuen Mechanismus will das Online-Auktionshaus eBay seine Mitglieder besser vor Kontodieben schützen – weil immer öfter Zugangsdaten gestohlen und für betrügerische Zwecke missbraucht wurden. Für die eBay-Gemeinde bedeutet das neue System einen deutlich besseren Schutz vor Online-Gangstern, aber auch mehr Aufwand: Wer künftig auf sein Konto über fremde Rechner zugreifen will, muss sich von eBay erst per Telefon überprüfen lassen.

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Betrug bei eBay ist ein lukratives Geschäft: Kriminelle verschaffen sich Zugang zu den Konten rechtschaffener Mitglieder des Auktionshauses, bieten darüber nichtvorhandene Waren an und streichen dann das Geld ein – natürlich ohne je zu liefern. Die Gangster bleiben unerkannt, den Ärger hat der Inhaber des missbrauchten Kontos. Diese und ähnliche Betrugsmaschen verursachen jährlich Schäden in Millionenhöhe. Das will eBay in Zukunft verhindern. Der Privatrechner jedes Mitglieds soll an sein eBay-Konto gebunden werden. Ein Zugang von einem anderen PC aus ist dann ohne Weiteres nicht mehr möglich. Schon ab dieser Woche will eBay mit der Zuordnung der Rechner an die verschiedenen Mitgliedskonten beginnen.

Computer werden an eBay-Konto gekoppelt

Möglich wird der Schutzmechanismus durch den Einsatz so genannter Flash-Cookies. In diesen kleinen Dateien legen viele Webseiten lokal Informationen ab, etwa ob der Nutzer bereits eingeloggt war oder welche Seite er zuletzt angesehen hat. Mit solchen Cookies will eBay nun Rechner markieren, die der eBay-Kunde auch tatsächlich selbst nutzt. Wählt sich der Nutzer bei eBay ein, legt das Auktionshaus einen Cookie auf der Festplatte ab, der danach die Vertrauenswürdigkeit des Rechners signalisieren soll. Der Zugriff von diesem Rechner ist dann uneingeschränkt möglich.

Sicherheitsabfrage per Telefon

Wer sich jedoch an Auktionen von einem anderen als dem eigenen Rechner aus beteiligen will, dem muss eBay dazu erst einmal die Erlaubnis geben. Registriert das Auktionshaus dann nämlich einen Einwahlversuch von einem nicht markierten Computer, fragt ein automatisches Anrufsystem zunächst über die in den Kontodaten eingetragene Telefonnummer nach, ob der Zugriff von dem rechtmäßigen Inhaber des Kontos stammt. Erst nach der telefonischen Bestätigung können dann Geschäfte über das Konto abgewickelt werden.

System bis Mitte des Jahres im Testbetrieb

Das neue Sicherheitssystem soll bis Mitte des Jahres getestet werden. In dieser Zeit gelten die neuen Regeln zunächst nur für Verkäufe, Gebote können nach wie vor ohne das neue Abfragesystem platziert werden. Bewährt sich das neue System jedoch, könnten die Sicherheitsregeln in Zukunft für alle Aktionen bei eBay gelten. Bleibt die Frage, ob sich die eBay-Gemeinde mit dem umständlichen Mechanismus mit Telefonanruf und Freigabe einlassen wird. Wer viel über unterschiedliche Rechner auf sein Konto zugreift, könnte schnell genervt sein von den dauernden Abfragen.

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