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Totale Kontrolle  

FBI will das Internet überwachen

25.04.2008, 10:57 Uhr | Christoph Schmidt

Das FBI plant die Komplett-Überwachung des Internet. (Montage: T-Online)Das FBI plant die Komplett-Überwachung des Internet. (Montage: T-Online)Das FBI plant die totale Überwachung des Internets. Wie FBI-Chef Robert Mueller vor dem Justiz-Ausschuss des US-Repräsentantenhauses sagte, müsse der komplette Internet-Verkehr nach verdächtigen Aktivitäten gescannt werden. Nur so könne man der anhaltenden Flut von Cyberattacken durch Hacker und Terroristen Herr werden. Hierzu will er ans Herz des globalen Netzes, an die Backbones, durch die der gesamte Datenverkehr hindurchfließt. Der Privatsphäre im Internet wäre damit jäh ein Ende gesetzt.

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Filter jagen Cyber-Terroristen

Bislang darf das FBI lediglich die regierungseigenen Netze mit den Top-Level-Domais .gov und .mil überwachen. Private Netze sind vor den neugierigen Augen der Bundesbehörde noch geschützt. Dies soll nach Plänen von Mueller nun anders werden. Ziel der Staats-Spione: Die vollautomatisierte Total-Überwachung des gesamten Internetverkehrs. Dabei sollen Filtersysteme illegale Aktivitäten automatisch erkennen. "Solche Filter würden illegale Aktivitäten sofort entdecken und uns die Möglichkeit bieten, dort gegen sie präventiv vorzugehen, wo sie noch gebündelt sind und nicht dort, wo sie im Internet bereits weit gestreut sind."

FBI will an das Rückgrat des Internets

Muellers Aussage lässt darauf schließen, dass er den Internetverkehr an den Knotenpunkten des weltweiten Netzes überwachen will, an den Backbones. Diese sind das Rückgrat des Internets, durch die jede Sekunde riesige Menge an Daten hindurchfließen. Und genau hier ist der Datenstrom extrem gebündelt, was es für die Staats-Spione besonders einfach macht, den Internet-Verkehr gezielt nach verdächtigen Aktivitäten zu durchforsten.

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Totalüberwachung der Online-Kommunikation

Wer die Backbones kontrolliert, hat Zugriff auf große Teile des globalen Internetverkehrs. Einer Totalüberwachung der Online-Kommunikation stünde dann nichts mehr im Wege. Dabei besteht der größte Teil des Datenstroms aus privaten eMails, Online-Videos oder Chat-Protokollen. Bekäme das FBI die Befugnis, ohne staatliche Kontrolle diesen Datenstrom abzuhören, wäre im Internet nichts mehr privat. Bislang bedarf es einer richterlichen Genehmigung, um etwa ein Telefon oder den eMail-Verkehr eines Verdächtigen abzuhören. Doch dieses Hindernis wollen US-Politiker nun durch eine neue Regelung umgehen.

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Chancen stehen gut

Die Chancen für das FBI stehen nicht schlecht. Der republikanische Abgeordnete Darrell Issa kündigte in der Anhörung an, einen Spezial-Ausschuss mit dem Entwurf einer entsprechenden Verordnung beauftragen zu wollen. Mueller solle dazu FBI-Experten abstellen, die Angehörigen des Kongresses dann beratend zur Seite stünden. Es wäre nicht die erste Regelung zur Überwachung von Computer-Netzen. So betreibt das Ministerium für Heimatschutz bereits das Überwachungsprogramm "Einstein", das die Netze von 15 Bundesbehörden kontrolliert. Und auch der US-Geheimdienst NSA spioniert bereits ausgiebig den Datenstrom der Internet-Knotenpunkte aus.

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