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Online-Kriminalität: Haftstrafe für kriminellen Hacker

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Online-Kriminalität  

Haftstrafe für kriminellen Hacker

26.05.2008, 13:10 Uhr | Christoph Schmidt

Ein neuseeländisches Gericht hat einen Hacker zu drei Jahren Haft verurteilt. Thomasz Grygoruk hatte in den vergangenen fünf Jahren in großem Stil Kreditkarten- und Bankdaten über das Internet ausspioniert und mit diesen Informationen geschätzte 300.000 US-Dollar (190.000 Euro) erbeutet. Dem Hacker war ein Erpressungsversuch zum Verhängnis geworden, der das FBI auf den Plan rief und Ermittlungen gegen den 22-Jährigen einleitete.

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Der Richter Lyndon Stevens verurteilte Grygoruk in fünf Anklagepunkten wegen Erpressung sowie Dokumenten- und Computerbetrugs. Der Hacker hatte in den vergangenen fünf Jahren im großen Stil Bankdaten ausspioniert. Hierzu nutzte er eine Kombination aus Phishing-Mails und Trojanern. Mit den Trojanern spionierte er die Bankverbindungen direkt auf den Rechnern seiner Opfer aus. Daneben erstellte er gefälschte Bankseiten, lockte Nutzer mit eMails auf diese Seiten und fragte dort persönliche Daten ab. Auf Grundlage dieser Informationen fertigte er gefälschte Kreditkarten an, mit denen er bis zu 300.000 US-Dollar an Geldautomaten abhob. Diese Form der Internetkriminalität reichte dem 22-Jährigen aber offenbar nicht und er begann einen US-Bürger zu erpressen.

Hacker erpresst Lehrer

Grygoruk hatte sich in den eMail-Account eines Lehrers aus dem US-Bundesstaat Pennsylvania gehackt. Dem eMail-Verkehr entnahm er, dass der Lehrer ein Verhältnis zu einer seiner Schülerinnen hatte. Damit setzte er den Mann unter Druck und forderte 10.000 US-Dollar (6350 Euro) Schweigegeld. Ansonsten würde er die Affäre Publik machen und den Mann als pädophil brandmarken. Doch hatte sich der Mann wegen des Verhältnisses keine Vorwürfe zu machen.

FBI greift ein

Der Erpresser hatte aber nicht mit dem Widerstand des Lehrers gerechnet. Der wandte sich an das FBI, die einen Undercover-Agenten auf den Hacker ansetzten. Darüber konnte die Adresse des Kriminellen identifiziert werden. Ein FBI-Mitarbeiter unterstützte zudem die Behörden vor Ort den Hacker zu fassen.

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