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Online-Kriminalität  

FBI jagt Piratenjäger

30.05.2008, 13:35 Uhr | Christoph Schmidt

Der umstrittene Piratenjäger MediaDefender hat den Web-TV-Anbieter Revision3 angegriffen und das Angebot für ein ganzes Wochenende außer Gefecht gesetzt. Offenbar hatte MediaDefender einen Server von Revision3 gekapert und mit beschädigten Raubkopien vollgestopft. Als der Web-TV-Anbieter die Piratenjäger aussperrte, schlugen die mit der ganzen Macht ihrer Server zurück und zwangen die Seite in die Knie. Mittlerweile ermittelt das FBI.

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Revision3 ist eines der beliebtesten Internet-TV-Angebote weltweit. Das Unternehmen nutzt BitTorrent-Tracker, über den es Teile seiner Inhalte verbreitet. Revision3-Chef Jim Louderbeck kommentierte in einem Blog-Eintrag die Vorgänge: "MediaDefender missbrauchte einen unserer Server - und das ohne unsere Zustimmung. Als wir ihre Hintertür schlossen, flippten die Server von MediaDefender aus und griffen uns an." Die Revision3-Server registrierten daraufhin über 8000 eingehende Anfragen pro Sekunde und gingen unter dieser Last in die Knie. Aber wieso traf es den legalen Anbieter von Web-TV?

Präventiv-Schlag gegen vermeintliche Piraten

Revision3 geriet wohl wegen seiner BitTorrent-Tracker ins Visier von MediaDefender. Das Unternehmen arbeitet im Auftrag großer Medienkonzerne und jagt Internetpiraten. Die Piratenjäger hatten ein Leck in einem der Revision3-Server missbraucht und dort gefälschte Torrent-Dateien abgelegt. Offenbar befürchtete MediaDefender, dass über den Server illegale Inhalte vertrieben werden könnten. Deshalb überfluteten sie den Tracker vorsichtshalber mit präparierten Torrents. Mit solchen Dateien versucht das Unternehmen, Internetpiraten die Lust am Tauschen von Raubkopien zu nehmen.

FBI untersucht den Vorfall

Bislang ist nicht klar, ob der Angriff absichtlich erfolgte oder ob ein Automatismus in den Programmen von MediaDefender zu der Attacke führte. "Ich kann nichts dazu sagen. Was ich aber weiß, ist dass das FBI den Vorfall untersucht", so Louderbeck. So könnte der Angriff im Zweifelsfall das Ende für die Piratenjäger bedeuten. Sie hatten mit ihrer Attacke neben dem BitTorrent-Tracker auch den Internetauftritt, den RSS-Feed sowie das eMail-System vonRevision3 außer Gefecht. Louderbeck zufolge verstoße dies gegen den Economic Espionage Act sowie den Computer Fraud and Abuse Act, in denen Angriffe auf Computersysteme strafrechtlich geregelt werden.

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