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Datensicherheit  

Bank verliert Millionen Kundendaten

02.06.2008, 11:23 Uhr

Datenskandal in den USA: Eine der größten Banken des Landes hat sensible Daten von mehr als viereinhalb Millionen Kunden einfach verloren. Bei einem Transport von Speicherbändern aus dem Archiv der New York Bank Mellon zu einem speziell gesicherten Gelände verschwand ein Teil der Datenträger spurlos. Besonders gefährlich für die Kunden ist, dass die Daten unverschlüsselt waren – ein gefundenes Fressen für Online-Betrüger und Identitätsdiebe.

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Die Bank informierte die zuständigen Behörden erst in dieser Woche über den Verlust der sensiblen Kundendaten, obwohl die Bänder schon im Februar verschwunden waren. Der zuständige Generalstaatsanwalt des Staates Connecticut, Richard Blumenthal, wittert einen Skandal: "Der Verlust dieser Bänder (...) ist unakzeptabel und unentschuldbar." Der Chefankläger zeigte sich besonders besorgt über die späte Anzeige des Verlustes. Damit habe die Bank das Risiko für ihre Kunden unnötig erhöht, so Blumenthal.

Datenverlust kommt Kunden teuer zu stehen

Für die Bankkunden könnte der Datenverlust tatsächlich sehr teuer werden. Denn in den Daten finden sich Vor- und Nachname des Kunden, Sozialversicherungsnummer, Geburtsdatum und weitere Informationen – eine wahre Goldgrube für Betrüger: Denn damit ließe sich problemlos die Identität eines der Kunden annehmen, um dann auf seinen Namen Kreditkarten zu ordern und nach Herzenslust einzukaufen. Identitätsdiebstähle nach diesem Muster sind in den USA ein großes Problem. Dort genügen einige wenige persönliche Daten für das Abschließen sensibler Geschäfte – Daten, die eigentlich streng vertraulich und nur dem Inhaber bekannt sein sollten.

Datenträger einfach verschwunden

Besonders peinlich für die Bank ist, dass niemand eine Ahnung hat, wie die Bänder verschwinden konnten. "Wir würden gerne ausführlich Stellung nehmen zu dem Vorfall", so Unternehmenssprecher Ron Sommer. "Nur sind wir zu diesem Zeitpunkt selbst dazu nicht in der Lage." Sicher ist nur, dass die Speicherbänder bereits am 27. Februar diesen Jahres verloren gingen, auf einem Transport aus dem Archiv der Bank zu einem speziell gesicherten Lager eines externen Dienstleisters. Dort kam jedoch nur ein Teil der Bänder an – der Rest blieb einfach verschwunden. Inzwischen hat Staatsanwalt Blumenthal gemeinsam mit seinen Kollegen aus New Jersey und New York Ermittlungen in dem Fall aufgenommen.

Kunden wollen sich wehren

In der Zwischenzeit bietet die New York Bank Mellon allen betroffenen Kunden für ein Jahr lang eine kostenlose Überwachung ihrer Kredithistorie an. So sollen mögliche Betrugsversuche frühzeitig erkannt und abgewehrt werden. Den Kunden ist das jedoch zu wenig: Vierzig von ihnen haben sich bereits zusammengeschlossen und eine Sammelklage eingereicht. Sie wollen eine siebenjährige Überwachung ihrer Konten erreichen, zusätzlich dazu verlangen sie eine kostenlose Versicherung für den Fall eines erfolgreichen Betrugs sowie eine nicht näher bezifferte Schadenersatzsumme. Sollte diese Klage Erfolg haben, dürfte der Fall für die New York Bank Mellon auch zu einem finanziellen Fiasko werden.

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